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Lieblings-Videos von Madredeus

Traditionelle portugiesische Musik, wie sie so nur noch nie gespielt wurde: So bezeichnete Pedro Ayres Magalhaes, Gründer der Gruppe “Madredeus” seinen Ansatz. Doch das ist nun wirklich ein wenig untertrieben. Die Musik von Madredeus stellt auch in der portugiesischen Musikwelt ein Unikat dar: Inspiriert von typischen Melodien der populären und Fadomusik, angereichert um die großen portugiesischen Herzensthemen Saudade und Sehnsucht, aufgehellt durch moderne Synthesizer-Klänge. Doch der weltweite Erfolg von Madredeus hätte sich nicht eingestellt ohne die immer wieder überraschende Stimme von Teresa Salgueiro.

Nun scheint sich das Kapitel Madredeus langsam zu schließen. Teresa Salgueiro hat sich im letzten November von der Gruppe getrennt – ob und wie es mit Madredeus weitergeht, ist noch offen. Und zuletzt schien es manchmal ja auch so, dass der kreative Elan der Gruppe ausgeschöpft war: Eine fast endlose Serie an Neueinspielungen der alten Titel, mal elektronisch, mal mit Symphonieorchester, überflutete die CD-Regale – ein Ende auf Raten.

Grund genug, sich nun voller Saudade den alten Stücken zu widmen: Beginnen wir mit Alfama an aus dem Film “Lisbon Story” von Wim Wenders – der auch für Madredeus den internationalen Durchbruch brachte. Und dann bleiben wir noch ein wenig in der Stadt: Moro em Lisboa (Ich wohne in Lissabon), eine der vielen Liebeserklärungen von Madredeus an Lissabon – mit einem geheimnisvoll-glitzernden Video.

Die weiteren Videos (O Pastor, Silencio, Pregão, Ao Longo o Mar) wurden auf den Azoren aufgenommen. Und zum Schluss bleibt die Saudade. Mit einem “Adeus” und dem “Labirinto Parado“:

Perdi-me num labirinto de saudade
Senti
À montanha
Dos sítios que não mudam

Ich verlor mich in einem Labyrinth der Saudade,
Ich ging,
zu den Bergen
der Orte, die sich nicht verändern.

Adeus, Madredeus!