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	<title>portugalmania.de &#187; Wirtschaft</title>
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	<description>Das portugiesische Logbuch im Netz :: Portugal Blog</description>
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		<title>Finanzkrise à portuguesa: Kleine Bank in großen Nöten</title>
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		<pubDate>Thu, 13 Nov 2008 16:12:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gilberto</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Bank]]></category>
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		<description><![CDATA[ 	In einer Blitzaktion hat die portugiesische Regierung vor einigen Tagen die angeschlagene Bank BPN verstaatlicht. Eine Folge der internationalen Finanzkrise? Nur bedingt: Der Untergang der BPN hat eher hausgemachte Ursachen. Abgesehen von diesem Einzelfall geraten mittlerweile aber viele Portugiesen in den Sog der Finanzkrise: Die Zinsen steigen &#8211; und so manch ein Wohnungskäufer sitzt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	In einer Blitzaktion hat die portugiesische Regierung vor einigen Tagen die angeschlagene Bank BPN verstaatlicht. Eine Folge der <strong>internationalen Finanzkrise</strong>? Nur bedingt: Der Untergang der BPN hat eher <strong>hausgemachte Ursachen</strong>. Abgesehen von diesem Einzelfall geraten mittlerweile aber viele Portugiesen in den Sog der Finanzkrise: Die Zinsen steigen &#8211; und so manch ein Wohnungskäufer sitzt bald in der Kreditfalle.<span id="more-502"></span></p>
<p class="western" style="margin-bottom: 0in;">Praktisch über Nacht dürfen sich Portugals Steuerzahler als Bankbesitzer fühlen. In einer <strong>Überraschungs-Aktion</strong> übernahm die portugiesische Regierung das von schätzungsweise <strong>700 bis 800 Millionen Euro Verlust </strong>geplagte Kreditinstitut „<em>Banco Português de Negócios</em>“ (BPN), das nun der staatlichen Sparkasse Caixa Geral de Depósitos angegliedert wird.</p>
<p class="western" style="margin-bottom: 0in;">Die <strong>erste Verstaatlichung einer Bank in Portugal</strong> seit den wirtschaftspolitischen Schlingerkursen im Zuge der Nelkenrevolution 1974 ließ sogar die <a title="Portugal will angeschlagene BPN-Bank verstaatlichen" href="http://www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/:Portugal-will-angeschlagene-BPN-Bank-verstaatlichen/433757.html" target="_blank">internationale Wirtschaftspresse aufmerken</a> – und schien doch  eine folgerichtige Antwort auf die<strong> internationale Finanzkrise</strong> zu sein, die auch in vielen anderen Teilen der Welt staatliche Eingriffe notwendig machte. Bei genauerem Hinsehen sind im Fall BPN die Dinge allerdings anders gelagert:Womöglich waren es tatsächlich die Auswirkungen des globalen Finanzsturms, die die letztendlich BPN zum Umkippen brachten – ein <strong>Fall für den Insolvenzverwalter</strong> war das zum Teil mit der Katastrophennote „BBB“ bewertete Institut jedoch schon länger.</p>
<p class="western" style="margin-bottom: 0in; text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-503" title="Portugiesische Banken in der Krise" src="http://www.portugalmania.de/wp-content/11-02_banco.jpg" alt="" width="500" height="350" /><br />
<em>Hände hoch, die Banken rauben dich aus: Viele Portugiesen haben nur noch wenig Vertrauen in ihre Banken. Skulptur vor einer Bankfiliale im nordportugiesischen Vila Nova de Cerveira. Foto: <a title="Flickr-Fotoseite" href="http://www.flickr.com/photos/stukinha/1148466892/" target="_blank">stukinha auf Flickr</a></em></p>
<p class="western" style="margin-bottom: 0in;">Seit mindestens sechs Jahren, so sind sich Wirtschaftskenner einig, hatte die BPN einen<strong> leicht anrüchigen Ruf</strong>. Schon im Jahr 2002 machten nach portugiesischen Medienberichten die Wirtschaftsprüfer der Firma Deloitte die Aufsicht führende Nationalbank auf <strong>gravierende Unregelmäßigkeiten in den BPN-Bilanzen </strong>aufmerksam &#8211; ohne Reaktion. Über Jahre hinweg konnte die BPN ihr Spiel weiter betreiben &#8211; und das nicht nur mit <strong>undurchsichtigen Besitzverhältnissen</strong>, sondern auch mit einem sich immerfort rotierenden Management, für das allzu gerne auch so manch ein <strong>Ex-Politiker</strong> rekrutiert wurde.</p>
<h2 class="western" style="margin-bottom: 0in;">Millionen versickerten im &#8220;portugiesischen Liechtenstein&#8221;</h2>
<p class="western" style="margin-bottom: 0in;">Schon mehrfach war die BPN in <strong>undurchsichtige Geschäfte</strong> involviert. Auf den kapverdischen Inseln führte ein Immobilienskandal um ein geplatztes Tourismusprojekt vor einigen Monaten zum Rücktritt eines Ministers. Die <strong>Kapverden </strong>waren ohnehin ein <strong>Lieblingsspielfeld </strong>des nun verstaatlichten Bankhauses.</p>
<p class="western" style="margin-bottom: 0in;">Schritt für Schritt haben fast alle portugiesischen Banken die kapverdische Stadt Praia als kleines <strong>„Liechtenstein“ vor der Küste Afrikas </strong>aufgebaut. Dort, auf den Kapverden, tätigte die BPN bevorzugt Deals mit der „<strong>Banca Insular</strong>“ &#8211; einem Hause mit drei Mitarbeitern, dessen <a title="Bericht bei RTP" href="http://ww1.rtp.pt/noticias/index.php?article=371151&amp;visual=26&amp;rss=0" target="_blank">Besitzer die Sociedade Lusa de Negócios ist</a>. Die SCN war zufälligerweise auch Inhaberin der BPN-Bank. Zwischen der BPN und der Banca Insular wurden gerade für Immobiliengeschäfte Millionen hin und her geschoben. Zuletzt trat wohl ein Verlust <strong>von bis zu 360 Millionen Euro</strong> auf, die in den Kassen der Banca Insular versickerten.</p>
<p class="western" style="margin-bottom: 0in;">Nur dieses kleine Schlaglicht zeigt: Die BPN war schon längst vor der Finanzkrise kaum noch überlebensfähig. Viele Portugiesen fragen sich deshalb, warum ihre Steuergelder nun ein marodes Geldhaus mit betrügerischer Vorgeschichte retten sollten. Waren es vielleicht die Einlagen der <strong>staatlichen Sozialkasse </strong>bei der BPN, die zuletzt rund 200 Millionen Euro betragen haben sollen?</p>
<h2 class="western" style="margin-bottom: 0in;">Portugals Mittelstand in der Schuldenfalle</h2>
<p class="western" style="margin-bottom: 0in;">Der Fall BPN ist also, wie auch der <a title="Kommentar im Público" href="http://ultimahora.publico.clix.pt/noticia.aspx?id=1348583" target="_blank">Público-Kommentator Paulo Ferreira feststellt</a>, keineswegs eine Folge der internationalen Finanzkrise – sondern schlicht und einfach „<strong>ein Fall für die Polizei</strong>“. Das heißt jedoch nicht, dass sich Portugals Bankkunden beruhigt zurücklehnen könnten Ganz im Gegenteil. Die jetzige Krise und die mit ihr einhergehende wirtschaftliche Abschwächung könnte<strong> große Teile der Mittelschicht</strong> an den <strong>Rand des Ruins </strong>treiben.</p>
<p class="western" style="margin-bottom: 0in;">Viele Portugiesen haben sich für ihren Wohnungskauf, aber auch für so manch ein luxuriöses Konsumgut, <strong>bis über die Ohren verschuldet</strong> – sie stecken in der „Kreditfalle“ (<a title="Portugals Mittelschicht in der Kreditfalle" href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/europaheute/873889/" target="_blank">Beitrag des Deutschlandfunks zum Thema</a>)<span style="color: #000080;"><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/europaheute/873889/"></a></span></span>. In den letzten Wochen stiegen die <strong>Zinsen </strong>für Kredittilgungen bei den portugiesischen Banken überraschend stark an. Der Grund hierfür ist klar: Portugals Banken haben mit ihrer freudigen Kreditvergabe <strong>selbst auf Pump gelebt </strong>und stehen nun ohne nennenswerte Devisen und Eigenkapital dar. Die Folge für Konsumenten, aber auch Unternehmen ist klar: <strong>Kredite werden seltener verteilt</strong>, und wenn, dann mit höheren Zinsen. Und in dieser Form schlägt die Finanzkrise die Portugiesen sehr hart – da schlägt der Kauf eines maroden Kreditinstituts auch kaum noch ins Gewicht.</p>
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		<title>Portugals Fischer in der Existenzkrise: 10 Cent Ertrag pro Kilo reichen kaum noch für den Sprit</title>
		<link>http://www.portugalmania.de/2008/06/fischerstreik-in-portugal/</link>
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		<pubDate>Mon, 02 Jun 2008 21:12:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gilberto</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[algarve]]></category>
		<category><![CDATA[fisch]]></category>
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		<category><![CDATA[Sardine]]></category>
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		<description><![CDATA[ 	Ein Traumjob war der Beruf des Fischers noch nie. Doch selten waren die Verdienstmöglichkeiten so gering wie heute: Explodierende Kosten für Treibstoff und niedrige Verkaufspreise treiben immer mehr portugiesische Fischer in den Ruin. Ein Streik soll zumindest kurzfristig für Abhilfe sorgen &#8211; der Abwärts-Trend der Fischereiwirtschaft schreitet jedoch weiter voran.

Kaum ein anderes Lebensmittel ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Ein Traumjob war der Beruf des Fischers noch nie. Doch selten waren die Verdienstmöglichkeiten so gering wie heute: Explodierende Kosten für Treibstoff und niedrige Verkaufspreise treiben immer mehr portugiesische Fischer in den Ruin. Ein Streik soll zumindest kurzfristig für Abhilfe sorgen &#8211; der Abwärts-Trend der Fischereiwirtschaft schreitet jedoch weiter voran.</p>
<p><span id="more-364"></span></p>
<p>Kaum ein anderes Lebensmittel ist in Portugal so beliebt wie Peixe, Fisch: Nach <a title="Landesbericht vom WRI (Englisch)" href="http://earthtrends.wri.org/pdf_library/country_profiles/coa_cou_620.pdf" target="_blank">Berechnungen des World Resources Institute</a> verspeist jeder Portugiese statistisch gesehen <strong>ganze 76 Kilogramm Fisch</strong> pro Jahr. Zum Vergleich: In Deutschland liegt der Pro Kopf-Konsum bei gerade einmal 15 Kilogramm.</p>
<p>Bei so viel Begeisterung für die Früchte des Meeres müssten die portugiesischen Fischer eigentlich gut über die Runden kommen &#8211; sollte man meinen. Doch das Gegenteil ist der Fall: Selten zuvor waren die portugiesischen Fischer derart von <strong>Existenzängsten </strong>bedroht wie heute. Explodierende <strong>Spritkosten </strong>- im Vergleich zu 2006 kostet der Diesel für die Fischerboote heute <strong>240 Prozent mehr </strong>- sowie die weiterhin niedrigen Abnahmepreise bringen die 21.000 Fischer des Landes derzeit in arge Bedrängnis.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-366" title="02_06_fischer" src="http://www.portugalmania.de/wp-content/02_06_fischer.jpg" alt="" width="480" height="360" /><br />
<em>Ein Fischen im Trüben? Die Zukunft der portugiesischen Fischer ist ungewiss. Das Bild ist eine Aufnahme aus der Ria de Aveiro. Foto: Eigene Aufnahme</em></p>
<p>Die akute Krise, wegen der <a title="Tagesschau-Beitrag über den Streik" href="http://www.tagesschau.de/ausland/fischerproteste2.html" target="_blank">Tausende portugiesische Fischer auch in Streik gegangen sind</a>, ist nur ein weiterer Wegespunkt im <strong>Niedergang eines ganzen Berufsstandes</strong>. Noch 1990 verdienten 40.000 Menschen in Portugal ihr Geld als Fischer &#8211; heute ist es nur die Hälfte. Tendenz: Weiter fallend, da kaum noch ein junger Mensch die harte und ertragsschwache Arbeit annehmen möchte. Das <strong>Durchschnittsalter </strong>der Fischer beträgt mittlerweile recht hohe <strong>42 Jahre</strong>.</p>
<p>Dabei verfügt Portugal, zumindest auf dem Papier, über eine recht ansehnliche Fischereiflotte. <strong>8.666 Fischerboote</strong> verschiedener Typen sind &#8211; <a title="EU-Fischereistatistiken" href="http://ec.europa.eu/fisheries/fleetstatistics/index.cfm?ctyCode=PRT" target="_blank">laut EU</a> &#8211; in Portugal registriert &#8211; mehr etwa als im wesentlich größeren Frankreich (7.586). Doch diese Zahl sagt nur die eine Hälfte der Wahrheit: Die Fangmengen liegen in Frankreich doppelt so hoch wie in Portugal. Anders ausgedrückt: Noch immer wird der Großteil der portugiesischen Kutter von <strong>ein oder zwei Personen betrieben</strong> &#8211; Mini-Betriebe, die dem Preisdruck des Großhandels wenig entgegensetzen können.</p>
<h2>Der Gewinn liegt bei den Zwischenhändlern</h2>
<p>Und dieser Druck ist enorm. Morgen für Morgen laufen in den Fischereimärkten der größeren Häfen wie Peniche, Matosinhos und Olhão gnadenlose Fischereiauktionen, in denen Einkäufer für die großen Supermarkt sowie nicht minder kapitalstarke Zwischenhändler ihre Gebote für den Fang des Tages abgeben. Per <strong>Knopfdruck </strong>kaufen diese Herren des Fischs die Ware, und selten springt für die Fischer ein guter Preis raus: Rund <strong>1,50 Euro</strong> erhalten sie bestensfalls für ein Kilo Sardinen, den mit 37 Prozent der Fangmengen wichtigsten und typischsten Fisch für Portugal &#8211; ein Fisch, der später in den Markthallen der großen Städte zwischen 5 und 7 Euro kosten wird.</p>
<p>Für Ware schlechterer Qualität kann es noch übler ausgehen: Für viele Fänge würden etwa in Portimão an der Algarve <strong>Preise zwischen zehn und 20 Cent pro Kilo</strong> bezahlt, berichtete kürzlich António Teixeira von der Fischervereinigung der Algarve im Diário de Notícias. Bei diesen Preisen sei es kein Wunder, dass mittlerweile <strong>60 Prozent der Erträge</strong> von den Spritkosten aufgefressen würden, so Teixeira im Interview.</p>
<p>Dem Preiskampf haben die Fischer wenig entgegenzusetzen: Sie sehen sich neben ihrer geringen Marktmacht auch dem <strong>Konkurrenzdruck von günstigerer Importware</strong> ausgesetzt, die dank größerer Schiffe und weniger Personal deutlich höhere Ertragsmengen erzielt. Während die portugiesischen Fischexporte seit vielen Jahrzehnten praktisch stagnieren, sind die <strong>Importmengen </strong>sprunghaft angestiegen und haben sich seit 1980 fast verzehnfacht. Längst ist Portugal zum Fisch-Importland geworden &#8211; nicht zuletzt das <strong>Nationalgericht Stockfisch</strong>, der &#8211; als Kabeljau &#8211; fast komplett in norwegischen Gewässern gefangen wird.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-365" title="Sardinengeschäft in Portugal" src="http://www.portugalmania.de/wp-content/02_06_sardinhas1.jpg" alt="" width="500" height="333" /><br />
<em>Ob frisch oder in der Dose: Die Sardine ist Portugals Lieblingsfisch. Das Bild zeigt einen gut sortierten Laden in Lissabon. Foto: <a title="Flickr Fotoseite" href="http://www.flickr.com/photos/redbettyblack/118985680/" target="_blank">red batty black auf Flickr</a></em></p>
<p>Der Abwärtstrend dürfte also auch in Zukunft anhalten &#8211;  und viele der traditionellen, <strong>farbenfroh bemalten Fischerboote</strong> könnten bald nur noch als Touristenattraktion dienen. Eine Entwicklung, die durchaus zu bedauern wäre. Nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen: Immerhin hängen nach Berechnungen der Europäischen Union noch immer fünf Prozent der Arbeitsplätze an der Algarve direkt oder indirekt von der Fischerei ab.</p>
<p>Der Fischer und sein Handwerk gehören seit Jahrhunderten <strong>fest ins Gesellschaftsbild Portugals</strong>. 1923 setzte der Schriftsteller Raul Brandão mit seinem <strong>Roman &#8220;Die Fischer&#8221;</strong> diesem Berufsstand sogar ein literarisches Denkmal.</p>
<p>In seinem reportageähnlichen Roman reist Brandão durch Portugal und beobachtet dabei die <strong>Fischer der verschiedenen Regionen</strong>: Dies immer mit großer Zuneigung, aber auch schon damals von der Melancholie der sinkenden Bedeutung des Fischerberufs verbunden. Brandão beschreibt Techniken, er erzählt von den Menschen auf ihnen und den Familien, die an der Küste warten. &#8220;Die Kaps, die aus Eisen sind und vor Blut triefen&#8221;, so schließt Brandão seine Erzählungen, &#8220;weisen diesem Land der Fischer beharrlich seine <strong>schmerzliche Bestimmung</strong>.&#8221;</p>
<h2>Keine Sardinen bei Sankt Antonius?</h2>
<p>Ein Traumjob war der Fischerberuf wirklich nie. Mittlerweile kann er aber noch nicht einmal mehr seinen Sprit bezahlen. Immerhin, der Streik scheint <strong>bereits erste Erfolge zu verzeichnen</strong>. Die Preise für Fisch steigen &#8211; zumindest kurzfristig -, Spanien, Portugal und Frankreich planen konzertierte Maßnahmen. Leiden müssen derzeit die fischverliebten Portugiesen: Sie müssen immer häufiger auf importierten Fisch zurückgreifen &#8211; und fürchten für die <strong>anstehenden Volksfeste zur St. Antonius-Nacht</strong> in Lissabon schlimmes: Dort könnten, so <a title="Artikel im Diário Económico" href="http://diarioeconomico.sapo.pt/edicion/diarioeconomico/opinion/columnistas/pt/desarrollo/1129788.html" target="_blank">düstere Prophezeiungen des Diário Económico</a>, tatsächlich der Fisch zur Neige gehen.</p>
<p><em>Nachtrag. Am 04. Juni einigten sich die Fischer und die portugiesische Regierung auf ein Ende des Streiks. Als Gegenleistung sagte die Regierung in Lissabon Steuererleichterungen und eine intensivere Vertretung der Interessen des Berufsstands vor der EU in Brüssel zu. Damit dürfte der Fisch-Nachschub für die Volksfeste in Lissabon gesichert sein&#8230; <a href="http://de.news.yahoo.com/ap/20080605/tpl-portugiesische-fischer-werfen-netze-cfb2994.html" target="_blank">Zur Meldung bei Yahoo</a><br />
</em></p>
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		<title>Einst in aller Munde, heute ein Geheimtipp: Portugals Traditions-Zahnpasta Couto</title>
		<link>http://www.portugalmania.de/2008/02/einst-in-aller-munde-heute-ein-geheimtipp-portugals-traditions-zahnpasta-couto/</link>
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		<pubDate>Sat, 09 Feb 2008 16:47:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gilberto</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Couto]]></category>
		<category><![CDATA[Kosmetik]]></category>
		<category><![CDATA[Porto]]></category>
		<category><![CDATA[Zahnpasta]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	Erinnert sich noch jemand an Chlorodont? Die erste Zahncreme Deutschlands wurde 1907 in Dresden erfunden – und ist heute vom Markt verschwunden. Anders beim Pionier der Zahnpflege in Portugal: Die legendäre &#8220;Pasta Couto&#8221; wird nun schon seit mehr als 75 Jahren in Porto nach unveränderter Original-Rezeptur hergestellt  &#8211; und wirkt so frisch  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	<img src="http://www.portugalmania.de/wp-content/09_02_couto-small.jpg" alt="Pasta Couto, Zahnpasta aus Portugal" align="right" />Erinnert sich noch jemand an <strong>Chlorodont</strong>? Die erste Zahncreme Deutschlands wurde 1907 in Dresden erfunden – und ist heute <strong>vom Markt verschwunden.</strong> Anders beim Pionier der Zahnpflege in Portugal: Die legendäre &#8220;<strong>Pasta Couto</strong>&#8221; wird nun schon seit mehr als 75 Jahren in Porto nach unveränderter Original-Rezeptur hergestellt  &#8211; und wirkt so frisch  wie am ersten Tag. <span id="more-262"></span></p>
<p>Eigentlich ist es ein Wunder, dass es sie überhaupt noch gibt: Die kleinen, in orangefarbenen Pappkartons verpackten Tuben der <strong>Pasta Dentrífica Couto</strong>. Dass die &#8220;Pasta Couto&#8221; vor mehr als 75 Jahren die Zahnpflege in Portugal revolutioniert hat, sieht man ihr nicht mehr an: Weder an der <strong>Original-Rezeptur</strong>, noch an den heute liebenswert altmodisch erscheinenden gelb-orangen Verpackungen mit den <strong>geschwungenen Schriftzügen</strong> hat der Hersteller mit Sitz in Porto je etwas geändert.</p>
<p align="center"><img src="http://www.portugalmania.de/wp-content/09_02_couto1_flickr434346870.jpg" alt="Pasta Couto" /><br />
<em>Heute wie damals unverwechselbar: Die Pasta Couto, hier fotografiert im Laden &#8220;A Vida Portuguesa&#8221; in Lissabon. Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/escalla/434346870/" title="Foto-Seite auf Flickr" target="_blank">Escalla auf Flickr</a></em></p>
<p>Schon kurz nach der Markteinführung der Pasta Couto am 13. Juni 1932 entwickelte sich die Zahnpasta rasch zu einem <strong>Lieblingsprodukt</strong> der Portugiesen. Die Zahnpasta basierte auf einem Rezept, das der Apotheker Alberto Ferreira Couto  gemeinsam mit einem befreundeten Zahnarzt entwickelte. Die <strong>medizinische Wirkung</strong> der Pasta Couto ist bis heute unbestritten. Doch Couto war nicht nur Apotheker, sondern auch <strong>Kaufmann</strong>. So sorgte er durch die Beigabe von Pfefferminz und Thymian dafür, dass seine &#8220;Pasta Couto&#8221; auch<strong> gut schmeckte</strong> &#8211; so konnte er die Kunden zur regelmäßigen Zahnpflege animieren.</p>
<p>Vor allem aber setzte Couto wie kaum ein anderer Unternehmer Portugals seiner Zeit auf die <strong>Macht der Werbung</strong>: Von Plakatwänden, von Straßenbahnen, in Anzeigen &#8211; von überall her sahen die Portugiesen den Markennamen &#8220;Couto&#8221;. Der <strong>enorme Werbedruck </strong>sorgte dafür, dass &#8220;Couto&#8221; auch schon bald zum Synonym für Zahncreme in Portugal wurde.</p>
<p style="text-align: center"><img src="http://www.portugalmania.de/wp-content/09_02_couto2_historia.jpg" alt="Historische Couto-Werbung" /><br />
<em>Eine Straßenbahn genannt Couto: Historische Werbung für Portugals erste Zahnpasta. Quelle: <a href="http://www.couto.pt" title="Couto" target="_blank">Website Couto.pt</a></em></p>
<p>Auch beim Aufkommen der <strong>Fernsehwerbung</strong> war Couto gleich mit dabei. Bis heute unvergessen ist der Fernsehspot, mit dem damals die &#8220;Pasta Medicinal Couto&#8221; warb. In dem Werbefilm hebt ein Künstler <strong>mit seinen Zähnen einen Stuhl hoch</strong> und führt &#8211; dank seiner gesunde Zähne &#8211; allerlei Akrobatik mit dem Stuhl vor. Ein bis heute<strong> überzeugender Werbestreifen</strong> &#8211; und auch der dazu gehörige Slogan ist vielen Portugiesen noch bestens geläufig:</p>
<blockquote>
<p align="left"><em>&#8220;Palavras para quê? É um artista português e só usa Pasta Medicinal Couto.&#8221;<br />
(Wozu noch Worte? Er ist ein portugiesischer Künstler und nutzt nur die Pasta Medicinal Couto).</em></p>
<p align="left">&nbsp;</p>
</blockquote>
<p align="center">&nbsp;</p>
<p><embed src="http://www.youtube.com/v/K66Q72sCOCw&amp;rel=1" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" height="355" width="425"></embed></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=K66Q72sCOCw" title="Pasta Couto auf Youtube" target="_blank">(Link zum Video auf youtube.com)</a>Die <strong>goldenen Zeiten von Couto</strong> sind aber auch in Portugal vorbei. Längst haben internationale Marken wie Colgate die Führung übernommen &#8211; und schickten den einstigen Primus Couto in ein <strong>Nischendasein</strong>. Dort lebt die &#8220;Pasta Couto&#8221; jedoch weiter: Vor allem, weil die Marke noch so fest im <strong>kollektiven Gedächtnis</strong> verankert ist. Aber auch, weil der immer noch in Familienbesitz befindliche Hersteller sein Produkt nie verändert hat &#8211; Couto bleibt Couto, auch wenn sich der Name der Zahnpasta im Jahr 2001 geringfügig ändern musste.</p>
<p>Eine <strong>Gesetzesänderung der Europäischen Union</strong> war es, die diese Namensänderung bewirkte &#8211; und den Hersteller in eine <strong>existenzielle Krise</strong> stürzte. Die neuen Richtlinien sahen vor, dass Couto seine Zahncreme nicht mehr als &#8220;medizinisches&#8221; Produkt bezeichnen durfte. Damit verlor die von <em>Pasta Medicinal </em>auf <em>Pasta Dentrífica </em>umbenannte Zahnpasta auch ihr Alleinvertriebsrecht in Apotheken. Doch es kam noch dicker: Die Produktion der Pasta Couto fiel 2001 für ein halbes Jahr komplett aus &#8211; viele Portugiesen rechneten damals schon mit dem Aus für ihre Traditions-Zahnpasta.</p>
<p>Mittlerweile geht es <strong>wieder langsam aufwärts </strong>mit der Pasta Couto. 2004 bezog das Unternehmen neue Räume in Vila Nova de Gaia nahe Porto. Der Absatz stabilisierte sich auf<strong> 500.000 Packungen pro Jahr</strong> &#8211; noch im Jahr 1998 wurde die doppelte Menge verkauft.</p>
<p>Noch immer erlöst Couto <strong>95 Prozent seines Umsatzes</strong> in Portugal &#8211;  und ist damit noch längst nicht so weit wie die ebenfalls aus Porto stammende <a href="http://www.portugalmania.de/wirtschaft/2007/claus-porto-edle-seife-aus-portugal-erlebt-ihr-duftendes-comeback/" title="Portugalmania-Artikel über Claus Porto">Traditions-Seife Claus Porto</a>. Doch auch Ausländer entdecken langsam die segensreichen Wirkungen der Pasta Couto &#8211; erst kürzlich veröffentlichte die deutsche <a href="http://www.vanityfair.de" title="Vanity Fair" target="_blank">Vanity Fair</a> eine Lobeshymne auf den &#8220;<strong>Zahncreme-Klassiker aus Portugal</strong>&#8220;. Die Zahnpasta aus Porto mag <strong>nostalgisch und altmodisch</strong> erscheinen: Die<strong> anti-septische Wirkung </strong>ihrer 13 Zutaten (u.a. Calcium, Eugenol, Pfefferminze, Menthol und Kaliumchlorid) ist auch heute unbestritten. Alle Inhaltsstoffe sind nicht-tierischen Ursprungs. Pasta Couto hilft insbesondere bei <strong>Entzündungen und Zahnfleischproblemen</strong> &#8211; und kann in akuten Fällen auch direkt in der Mundhöhle aufgetragen werden.<br />
<o:p></o:p></p>
<p>Neun Arbeiter im Werk in sorgen <strong>mit viel Handarbeit</strong> dafür, dass die Zutaten eineinhalb Stunden miteinander vermengt werden und dann noch <strong>24 Stunden &#8220;ausreifen&#8221;</strong>, bis die Paste dann in die Tuben gefüllt wird. Keine Plastik-, sondern Aluminiumtuben: Diese würden Wirksamkeit und Frische besser erhalten, erklärte der heutige Firmenchef Alberto Gomes da Silve &#8211; Neffe vom Gründer Alberto Ferreira Couto &#8211; vor einigen Monaten der Zeitung &#8220;<a href="http://www.destak.pt/artigos.php?art=1291" title="Destak-Artikel über Couto" target="_blank">Destak</a>&#8220;.</p>
<p>Für die Pasta Couto sprechen also heute <strong>noch viele Gründe</strong>. Doch ganz leicht zu finden ist die Zahnpasta heute nicht. In Portugal wird die Zahncreme vor allem in kleinen Läden und ausgewählten Apotheken vertrieben (unter anderem auch im Traditions-Shop &#8220;<a href="http://www.avidaportuguesa.com/" title="A Vida Portuguesa" target="_blank">A Vida Portuguesa</a>&#8221; in Lissabon). Mit den großen Supermarktketten wurde sich die Firma Couto nie einig- der Preisdruck hätte der Qualität der Zahncreme geschadet. In Deutschland führt unter anderem das <a href="http://www.thedifferentscent.de/index.php?manufacturers_id=13" title="Pasta Couto bei The Different Scent" target="_blank">Berliner Spezialhaus &#8220;The Different Scent&#8221; </a>die Couto-Zahncreme (auch online).</p>
<p><em><strong>Ode auf eine Zahnpasta:</strong> So nennt sich auch ein <a href="http://current.com/items/76355042_ode_to_a_toothpaste" title="Ode to a toothpaste (Video)" target="_blank">Video auf der englischsprachigen Website current.com</a>, in dem <span class="nl2br">Mariana van Zeller auf die Vorzüge der Pasta Couto hinweist. </span></em></p>
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		<title>Claus Porto: Edle Seife aus Portugal erlebt ihr duftendes Comeback</title>
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		<pubDate>Sun, 23 Dec 2007 22:07:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gilberto</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Claus Porto]]></category>
		<category><![CDATA[Kosmetik]]></category>
		<category><![CDATA[Porto]]></category>
		<category><![CDATA[Seife]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	Erlesene Bestandteile, sieben Mahlvorgänge und zwei Wochen Reifezeit: Die Produktionsweise von Seife der Marke &#8220;Claus Porto&#8221; erinnert fast an die sorgfältige Herstellung von gutem Wein &#8211; und hat sich in den letzten 120  Jahren kaum geändert. Tradition, die sich auszahlt: Selbst Hollywood-Stars entdecken mittlerweile die Vorzüge der portugiesischen Luxus-Seife.    
Schon [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Erlesene Bestandteile, sieben Mahlvorgänge und zwei Wochen Reifezeit: Die Produktionsweise von Seife der Marke &#8220;Claus Porto&#8221; erinnert fast an die sorgfältige Herstellung von gutem Wein &#8211; und hat sich in den letzten 120  Jahren kaum geändert. Tradition, die sich auszahlt: Selbst Hollywood-Stars entdecken mittlerweile die Vorzüge der portugiesischen Luxus-Seife.    <span id="more-203"></span></p>
<p>Schon im Regal merkt man den Seifen von &#8220;Claus Porto&#8221; ihre<strong> große Tradition</strong> an: An den bunten, im charmanten <strong>Vintage-Stil gehaltenen Papierverpackungen</strong> hat sich seit dem knapp 120jährigen Bestehen der Marke kaum etwas verändert. Und auch die <strong>Produktionsmethoden</strong> für das edle Pflegeprodukt aus Porto unterscheiden sich wenig von den Zeiten, in denen die deutschen Chemiker Ferdinand Claus und Georg Schwede in Portugal ihre Seifensiederei mit dem deutschen Markennamen gründeten: Noch immer kann es<strong> bis zu zwei Wochen dauern</strong>, bis aus den Grundzutaten ein fertiges, verkaufsfähiges und selbstredend angenehm duftendes Stück Seife geworden ist.</p>
<p style="text-align: center"><img src="http://www.portugalmania.de/wp-content/22_12_clausporto.jpg" alt="22_12_clausporto.jpg" /><br />
<em>Seife in farbenfroher Verpackung: So wird &#8220;Claus Porto&#8221; heute noch verkauft. </em></p>
<p align="left">Und dennoch drohte die Seife aus Porto vor einigen Jahren schon fast zum Auslaufmodell zu werden. Die Firma <strong>Ach Brito</strong>, Eigentümerin der Marke, erlöste noch zu Anfang des Jahrzehnts <strong>90 Prozent ihres Umsatzes mit Billigseifen</strong>, die vor allem für Hotels und Gaststätten produziert wurde. Nun, ein paar Jahre später, macht Ach Brito zwar immer noch den Großteil seines Umsatzes mit der Massenware &#8211; die edlen Seifen der Claus Porto-Linie haben aber stark an Bedeutung gewonnen: Sie sorgen nun für 40 Prozent der Erträge, mit steigender Tendenz.</p>
<p align="left">Das Management von Ach Brito, bereits <strong>seit vier Generationen in Familienbesitz</strong>, besann sich offensichtlich des großen Potenzials seiner Premium-Seife &#8211; und verordnete der Marke zunächst einen behutsamen Modernisierungskurs. Das Neue lag zunächst in der Vergangenheit: Mit viel Mühe wurden die <strong>alten, farbenfrohen Papierverpackungen</strong> wieder rekonstruiert. War die vor Jahrzehnten verwendete Papiersorte nicht mehr vorhanden, so nahm man ein ähnliche Sorte. Doch im Innenleben, in der Seife, da gönnte man sich auch etwas Neues: Die hauseigene Forschungsabteilung experimentierte mit neuen, ungewohnten Duftnoten, die Claus Porto in so manch einer Hochglanz-Modezeitschrift eine Erwähnung einbrachte. Die<strong> neueste Kreation &#8220;Melodia&#8221; </strong>komponiert zum Duft von Melone noch ein wenig grüner Pfirsisch, Jasmin und Vanille hinzu.</p>
<p align="left">Mit diesem so altmodischen <strong>Erfolgsrezept aus Top-Qualität und Markenpflege</strong> konnte der Seifenfabrikant aus Portugal noch ganz nebenbei von einem weltweiten Trend profitieren: Dem Boom der Naturkostmetik. Alle Inhaltsstoffe einer Claus Porto-Seife sind<strong> rein natürlichen Ursprungs </strong>und von bester Qualität. Die Grundsubstanz &#8211; Shea-Butter &#8211; stammt aus Malaysia. Düfte &#8211; der Seife in höherer Konzentration zugesetzt als bei der industriell hergestellten Konkurrenz &#8211; kommen zumeist aus Südfrankreich. Jedes Stück von Claus Porto ist zu 100 Prozent biologisch abbaubar. Und verschwindet auch im Badezimmer komplett: Denn dank ihres geringen Wasser- und Luftgehalts <strong> zerfällt die Seife nicht in kleine Bröckchen</strong>, wenn sie bereits eine Zeit lang gebraucht wurde.</p>
<p align="left">Genug der Theorie &#8211; <strong>öffnen wir doch mal eine Packung</strong> der so wundervollen Seife. Leicht zu finden ist die Seife übrigens nicht &#8211; selbst in Portugal führen nur ausgewählte Läden die Edelprodukte von Ach Brito (einige Adressen unten).</p>
<p align="center"><object type="application/x-shockwave-flash" data="http://www.kewego.com.pt/p/pt/iLyROoaftSR3.html" height="368" width="400"><br />
<embed src="http://www.kewego.com.pt/p/pt/iLyROoaftSR3.html" wmode="transparent" pluginspage="http://www.macromedia.com/go/getflashplayer" type="application/x-shockwave-flash" height="368" width="400"></embed></object></p>
<p align="left">&nbsp;</p>
<p>Bewegen wir ein Stück zunächst in der Hand &#8211; das Papier ist glatt. Von der Form her unterscheiden sich die einzelnen Päckchen &#8211; die Seife wird noch per Hand zugeschnitten. Noch lässt sich der Geruch wie durch einen Schleier wahrnehmen, geschützt durch mehrere Lagen Pergamentpapier&#8230;</p>
<p>Packen wir die Seife aus, träufeln Wasser darüber. Jetzt spürt man den Unterschied einer Claus Porto-Seife: Cremiger Schaum, der <strong>intensives Aroma</strong> verströmt. Wundervoll!</p>
<p>Die besondere Qualität ist das Resultat eines <strong>aufwändigen Produktionsverfahrens</strong>. Gerade 400 Stück Seife pro Stunde kann die Fabrik nahe Porto herstellen &#8211; eine Leistung, die große Fabrikationslinien für Seifen in Minuten ausstoßen kann. Doch dafür werden die Zutaten für Claus Porto <strong>sieben Mal hintereinander auf Steinwalzen &#8220;gemahlen&#8221;</strong> &#8211; für Billigseife reicht hier ein einziger Mahlvorgang.  Doch je sorgfältiger ein Mahlprozess abläuft, desto besser vermischen sich die einzelnen Bestandteile. Der Duft der Seife wird intensiver, der Seifenschaum cremiger.</p>
<p>Nach dem Mischen werden die Claus Porto-Seifen dann zu dicken Blöcken geformt, zurecht geschnitten und mit dem Firmenstempel geprägt. Und wie ein guter Wein Zeit zum Reifen braucht, so dürfen auch Claus Porto-Seifen langsam trocknen: <strong>Zwei bis drei Wochen liegen die Seifen dann auf großen Regalen</strong>, bis sie dann in mehrere Lagen Papier werden und verkaufsfertig sind. Auch dieser Reifeprozess, bei anderen Seifen mit heißen Gebläsemaschinen oder anderen Tocknungsverfahren künstlich beschleunigt, kommt der legendären Konsistenz der Seifen aus Porto zugute.</p>
<p>Die Qualität der Claus Porto-Seifen hat sich mittlerweile <strong>bis nach Hollywood herumgesprochen</strong>. Talkmasterin Oprah Winfrey, Chef-Meinungsbildnerin der USA, setzt &#8220;Claus Porto&#8221; regelmäßig auf ihre <a href="http://www.oprah.com/presents/2007/holiday/gifts/gifts_oft_350_110.jhtml" title="Oprahs Favorite Things 2007 - Claus Porto" target="_blank">Favoriten-Listen</a>. Und auch die hohen Politiker, die im vergangenen Halbjahr während Portugals EU-Präsidentschaft Lissabon oder Porto besuchten, durften ihre Hände mit dem edlen Erzeugnis aus Porto waschen.</p>
<p>Claus Porto ist nun also endgültig aus seinem Dornröschenschlaf erwacht &#8211; und erreicht den Status, den die Marke schon vor einigen Jahrzehnten besaß. Denn schon<strong> bald nach der Gründung der Firma im Jahre 1887</strong> sprach sich die besondere Qualität der Seife schnell herum. Mit dem Einsetzen des Ersten Weltkriegs mussten die beiden deutschen Gründer Ferdinand Claus und Georg Schwede Portugal verlassen und ihre Firma verkaufen. <strong>Achilles de Brito</strong> und sein Bruder Afonso erwarben das Unternehmen &#8211; beide waren langjährige Geschäftspartner der Deutschen &#8211; und nannten es fortan &#8220;Ach Brito&#8221;. Für die besonders guten Claus Porto-Seifen blieb der <strong>deutsche Ursprungsname erhalten</strong>.</p>
<p>Der heutige Firmenchef ist der Ur-Enkel von Achilles de Brito. Ihre Blütezeit erlebte die Seife Claus Porto in den vierziger und fünfziger Jahren, als sie in Portugal zum Marktführer aufstieg &#8211; um später dann mit den aufkommenden Massenprodukten in Konkurrenz treten zu müssen.</p>
<p>Doch nun ist sie wieder da &#8211; und langsam aber sicher will Ach Brito mit seiner Edel-Marke Claus Porto wieder einen <strong>sachten Wachstumskurs </strong>einleiten. Für Werbung hat man kein Geld &#8211; hier vertraut man auf das Urteil der Kunden, das sich immer weiter herumspricht. Mit Erfolg: <a href="&lt;object type="application/x-shockwave-flash" data="http://www.kewego.com.pt/p/pt/iLyROoaftSR3.html" width="400" height="368"&gt;" title="Lafco - Claus Porto" target="_blank">Lafco</a>, US-Importeur der Marke, meldete zum Weihnachtsgeschäft 2007 auf seiner Internetseite für viele Produkte der portugiesischen Edel-Seife: &#8220;<strong>Sold out</strong>&#8221; &#8211; trotz hoher Preise in Amerika, die pro Stück  zwischen zehn und zwanzig US-Dollar liegen (in Europa sind die Seifen wesentlich günstiger erhältlich).</p>
<p>Einen großen Plan verfolgt die Firma übrigens auch für ihre <strong>Heimatstadt in Porto</strong>: Nachdem man jüngst in größere Produktionsgebäude umgezogen ist, plant man für 2008 die Einrichtung eines &#8220;Showrooms&#8221;. Wer weiß &#8211; vielleicht entwickelt sich hier ja eine neue Touristenattraktion in Portugals zweitgrößter Stadt, je mehr sich die Kunde von der edlen Seife herumspricht?</p>
<p><em>Claus Porto ist in Portugal u.a. in den Geschäften von &#8220;<a href="http://www.avidaportuguesa.com/" title="A Vida Portuguesa" target="_blank">A Vida Portuguesa</a>&#8221; (Lissabon: Chiado; Porto: Museu Serralves) erhältlich. In Deutschland führt unter anderem der Online-Shop <a href="http://www.1001seife.de/1000und1Seife/Seifenwerkstatt/Seifensieder/Wellness/shop/index.html" title="1001 Seife" target="_blank">www.1001seife.de</a> die Produkte aus Portugal. Weitere Informationen auch auf der <a href="http://www.clausporto.com/" title="Claus Porto" target="_blank">offiziellen Homepage von Claus Porto</a></em><a href="http://www.clausporto.com/" title="Claus Porto" target="_blank"> </a></p>
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		<title>Eine &#8220;Blaue Mauritius&#8221; aus Kork? Mit der ersten Kork-Briefmarke der Welt ehrt die portugiesische Post ein besonderes Naturprodukt</title>
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		<pubDate>Tue, 04 Dec 2007 23:03:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gilberto</dc:creator>
				<category><![CDATA[Natur & Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Briefmarke]]></category>
		<category><![CDATA[Kork]]></category>
		<category><![CDATA[Post]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	Vergangene Woche stellte die portugiesische Post die weltweit erste und einzige Briefmarke aus Kork vor. Die Marke, schon jetzt begehrtes Sammlerstück, zeigt: Mit Kork lässt sich weitaus mehr anfangen als nur Weinflaschen zu versiegeln. 
Die portugiesische Post CTT bereichert die Philatelisten dieser Welt mit einer Rarität: Die erste Briefmarke der Welt aus Kork ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Vergangene Woche stellte die portugiesische Post die weltweit erste und einzige Briefmarke aus Kork vor. Die Marke, schon jetzt begehrtes Sammlerstück, zeigt: Mit Kork lässt sich weitaus mehr anfangen als nur Weinflaschen zu versiegeln. <span id="more-162"></span></p>
<p>Die <a href="http://www.ctt.pt" target="_blank" title="CTT - Portugiesische Post">portugiesische Post CTT</a> bereichert die Philatelisten dieser Welt mit einer Rarität: Die <strong>erste Briefmarke der Welt aus Kork</strong> ist da. Gestaltet vom Designer <a href="http://www.joaomachado.com" target="_blank" title="Offizielle Website von Joao Machado">João Machado</a> zeigt die Marke auf<strong> hauchdünnem Korkpapier</strong> einen &#8220;<em>Sobreiro</em>&#8221; &#8211; die charakteristische <strong>Korkeiche</strong>, aus deren Rinde der Kork gewonnen wird.</p>
<p style="text-align: center"><img src="http://www.portugalmania.de/wp-content/04_12_kork-briefmarke.jpg" alt="Die Briefmarke aus Kork" /><br />
<em>Jedes Stück ein Unikat, so wie eine Korkeiche auch einzigartig ist: Die weltweit erste Briefmarke aus Kork. Quelle: <a href="http://www2.ctt.pt/femce/jsp/app/0410-t_category.jsf?shopCode=LOJV&amp;categoryCode=8026" target="_blank">CTT Portugal</a></em></p>
<p>Dass die erste Kork-Briefmarke der Welt aus Portugal stammt, ist kein Zufall: Das Land beherbergt auf einer Fläche von <strong>insgesamt 737.000 Hektar</strong> die größte Korkeichen-Populatione der Welt. Während die meisten Bäume im abgelegenen Alentejo stehen, hat sich die weiter <strong>verarbeitende Industrie</strong> schon seit Jahrhunderten um das nordportugiesische Aveiro angesiedelt &#8211; von hier aus ist es zum Douro, der Anbauregion des Portweins, nicht mehr weit.</p>
<p>Die Wirtschaftskraft der Branche ist beachtlich: Portugal ist heute der größte Korkproduzent der Welt. Insgesamt setzt die Branche rund <strong>900 Millionen Euro</strong> um &#8211; wovon 90 Prozent aus dem Export stammen. Wiederum 75 Prozent dieser Exporte gehen auf das Konto von <strong>Weinverschlüssen</strong>. Diese Abhängigkeit hat in den vergangenen Jahren jedoch für einige Probleme gesorgt: In den letzten fünf Jahren halbierte sich die Zahl der mit Kork verschlossenen Flaschen auf 500 Millionen, wie kürzlich das <a href="http://www.wiesbadener-tagblatt.de/wirtschaft/objekt.php3?artikel_id=3043752" target="_blank" title="Korkindustrie wirbt vehement für den Naturkorken - Artikel im Wiesbadener Tagblatt">Wiesbadener Tagblatt berichtete</a>.</p>
<p>Grund für den Einbruch sind die <strong>Qualitätseinbußen</strong>, die Kork dem Wein zufügen kann: Kork schützt einen Wein nicht nur, sondern kann ihn in ungünstigen Fällen auch <strong>ungenießbar machen</strong>. Der unter Weinliebhabern gefürchtete &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Korkton" target="_blank" title="Korkton in Wikipedia">Korkton</a>&#8221; entsteht durch chemische Prozesse, bei denen &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/2%2C4%2C6-Trichloranisol" target="_blank" title="Trichloranisol in Wikipedia">Trichloranisol</a>&#8221; entsteht. Vor allem bei Korken von Eichen, die mit einem bestimmten Insektizid behandelt wurden, kam es immer wieder zu diesem unerwünschten chemischen Prozess.</p>
<p>Mittlerweile habe die Korkindustrie <strong>diese Probleme aber in den Griff bekommen</strong>, beteuert Antonio Amorim, Präsident des <a href="http://www.apcor.pt/" target="_blank" title="APCOR">portugiesischen Korkverbandes Apcar</a>, ebenfalls im Wiesbadener Tagblatt. <strong>Mehr als 400 Millionen Euro</strong> habe man in Qualitätssicherung und bessere Herstellungsverfahren investiert &#8211; damit der Kork auch weiterhin erste Wahl für beste Weine bleibe.</p>
<p>Dennoch: Der Einbruch beim Korkabsatz für Flaschenverschlüsse zeigt, dass sich die Branche weiter auffächern muss &#8211; die Briefmarke aus Kork sei dafür ein ganz praktisches Beispiel . Und in der Tat ist Kork <strong>ein echtes Multitalent</strong>: Seine Wasserundurchlässigkeit und geringe Wärmeleitfähigkeit machen Kork zum idealen und umweltfreundlichen Dämmstoff. Bodenbeläge aus Kork gewinnen weltweit an Popularität. Selbst in High-Tech-Produkten der Automobil- und Luftfahrtindustrie wird Kork eingesetzt.</p>
<p>Und: Auch <strong>exquisite Designerstücke</strong> lassen sich aus Kork herstellen &#8211; wie kürzlich erst die Ausstellung &#8220;<a href="http://www.portugalmania.de/kultur/design/2007/remade-in-portugal-designer-hauchen-alten-materialien-neues-leben-ein/">Remade in Portugal</a>&#8221; gezeigt hat. Viele solcher origineller Gegenstände aus Kork &#8211; von der Handtasche bis zum Regenschirm &#8211; bietet die portugiesische Firma Pelcor<a href="http://www.pelcor.pt" target="_blank" title="Pelcor"> in ihrem Online-Shop</a> an.</p>
<p style="text-align: center"><a href="http://www.pelcor.pt" target="_blank" title="Pelcor"><img src="http://www.portugalmania.de/wp-content/04_12_pelcor.jpg" alt="Dinge aus Kork von Pelcor" border="0" /></a></p>
<p style="text-align: center"><em>Was man aus Kork nicht alles machen kann: Website von <a href="http://www.pelcor.pt" target="_blank" title="Pelcor">Pelcor</a></em><a href="http://www.pelcor.pt" target="_blank" title="Pelcor"> </a></p>
<p>Und auch die Kork-Briefmarke selbst ist das beste Beispiel für die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten dieses Naturprodukts (<a href="http://wicanderscorkoakblog.com/2007/12/03/cork-stamps-debut-in-portugal/" target="_blank">das meint auch der Korkblog aus dem Hause des portugiesischen Marktführers Grupo Amorim</a>).</p>
<p>Die <strong>Produktion der Marke</strong> war für die Post jedoch alles andere als einfach: &#8220;Wir mussten ein besonders feines Material finden, das dem Bedrucken standhalten kann, das nicht schnell verdirbt und das auf der Rückseite einen Klebestreifen aushält,&#8221; erklärte CTT-Präsident Luis Nazaré bei der <a href="http://ultimahora.publico.clix.pt/noticia.aspx?id=1312177&amp;idCanal=62" target="_blank">Präsentation der Briefmarke</a>.</p>
<p>Über die <strong>Herstellungskosten</strong> für diese Briefmarke schweigt sich die Post denn auch aus: Möglicherweise liegen sie noch über dem offiziellen Ausgabepreis von einem Euro. Für Sammler dürfte der <strong>Wert der Marke aber rasch steigen</strong>. Denn jede der 230.000 angefertigten Kork-Briefmarken ist aufgrund der Textur des Korkpapiers ein <strong>Unikat</strong>. Schon jetzt wird die Marke auf ebay gehandelt &#8211; und ist sie erst einmal in den offiziellen CTT-Verkaufsstellen ausverkauft, dürfte der Wert noch weiter steigen. Eine zweite Auflage schließt die portugiesische Post schon heute kategorisch aus. Nicht nur auf Weinflaschen dürfte Kork künftig die erste Wahl bleiben &#8211; auch auf Briefumschlägen ist seine Verwendung eine edle Wahl.</p>
<p><em>Korkeichen im Alentejo &#8211; Fotos von Lisa Bergheim:  </em></p>
<div class="mypicsgallery"><a rel="lightbox[korkeichen]" href="http://www.portugalmania.de/wp-content/myfotos/korkeichen/img_0114ii.jpg"  title=""><img  width="100" height="75" src="http://www.portugalmania.de/wp-content/myfotos/korkeichen/tumbs/tmb_img_0114ii.jpg" alt="" title="" /></a><a rel="lightbox[korkeichen]" href="http://www.portugalmania.de/wp-content/myfotos/korkeichen/img_0107ii.jpg"  title=""><img  width="100" height="75" src="http://www.portugalmania.de/wp-content/myfotos/korkeichen/tumbs/tmb_img_0107ii.jpg" alt="" title="" /></a><a rel="lightbox[korkeichen]" href="http://www.portugalmania.de/wp-content/myfotos/korkeichen/img_0103ii.jpg"  title=""><img  width="100" height="75" src="http://www.portugalmania.de/wp-content/myfotos/korkeichen/tumbs/tmb_img_0103ii.jpg" alt="" title="" /></a></div>
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		<title>Mit Qualität und Schick gegen die chinesische Konkurrenz: Schuhe &#8220;made in Portugal&#8221; wollen weltweit für Bewegung sorgen</title>
		<link>http://www.portugalmania.de/2007/09/mit-qualitat-und-schick-gegen-die-chinesische-konkurrenz-schuhe-made-in-portugal-wollen-weltweit-fur-bewegung-sorgen/</link>
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		<pubDate>Mon, 24 Sep 2007 20:59:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gilberto</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[blackspot]]></category>
		<category><![CDATA[felgueiras]]></category>
		<category><![CDATA[schuhe]]></category>
		<category><![CDATA[schuhindustrie]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	Das kleine Portugal gehört in der Schuhindustrie zu den ganz Großen dieser Welt. Trotz harter Konkurrenz aus China behauptet sich das Land wacker in den weltweiten Top Ten der Schuhhersteller. Damit dies auch so bleibt, entwickelt die Schuhbranche ungeahnte Kreativität: Neue Marken, Luxusschuhe, urbane Treter &#8211; der Sektor erlebt gerade eine wahre Revolution. Und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Das kleine Portugal gehört in der Schuhindustrie zu den ganz Großen dieser Welt. Trotz harter Konkurrenz aus China behauptet sich das Land wacker in den weltweiten Top Ten der Schuhhersteller. Damit dies auch so bleibt, entwickelt die Schuhbranche ungeahnte Kreativität: Neue Marken, Luxusschuhe, urbane Treter &#8211; der Sektor erlebt gerade eine wahre Revolution. Und selbst der offizielle Antikapitalismus-Schuh kommt aus Portugal.<span id="more-38"></span></p>
<p>Schuhe produzieren im alten Europa &#8211; <strong>geht das noch?</strong> Ließe man die reinen Zahlen sprechen, so wäre die Rechnung klar: Ein Paar Schuhe aus chinesischer Fabrikation <strong>kostet im Schnitt 2,22 Euro</strong> &#8211; europäische Hersteller produzieren im Normalfall zum <strong>achtfachen Preis</strong>. Angesichts dieses Konkurrenzdrucks aus Fernost ist Europas Schuhindustrie zu einem Schatten ihrer selbst geworden.</p>
<p>Portugal bildet hier &#8211; trotz Verlusten &#8211; eine Ausnahme. Es ist mittlerweile das einzige Land Westeuropas, das mit einer <strong>positiven Handelsbilanz</strong> bei Schuhen aufwarten kann. Das bedeutet: Portugal führt mehr Schuhe in andere Länder aus, als es selbst importiert. Die <strong>1150 portugiesischen Hersteller</strong> exportieren jedes Jahr rund <strong>64 Millionen Paar Schuhe</strong> ins Ausland. Deutschland ist mit rund 12,3 Millionen Paaren nach Frankreich zweitgrößter Absatzmarkt.</p>
<p>Waren Schuhe &#8220;made in Portugal&#8221; über die letzten Jahrzehnte hinweg meist reine Auftragsarbeiten internationaler Hersteller, so ändert sich nun das Bild. Die großen Marken verlagern ihre Produktion immer stärker nach Osteuropa und Asien &#8211; Portugal mit seinen vergleichsweise hohen Löhnen hat das Nachsehen.</p>
<p>Viele portugiesischen Hersteller versuchen deshalb erstmals, unabhängig von ihren internationalen Auftraggebern zu werden &#8211; und <strong>eigene Marken zu etablieren</strong>. Der Wandel ist gewaltig: Der <em>Diário de Notícias</em> spricht bereits von einer <strong>neuen Generation an Schuhherstellern</strong>, der <em>Público</em> gar von einer &#8220;<strong>Revolution</strong>&#8221; auf dem Markt. In der Tat beeindruckt die Kreativität und Professionalität, mit der vor allem junge Unternehmer den portugiesischen Schuhen zu weltweiter Beliebtheit verhelfen wollen.</p>
<p style="text-align: center"><img src="http://www.portugalmania.de/wp-content/eject-shoes.jpg" alt="Eject Shoes" /></p>
<p style="text-align: center"><em>Cool, urban, portugiesisch: Eject Shoes</em></p>
<p style="text-align: center">&nbsp;</p>
<p>Einige Firmen haben ihre Nische bereits gefunden &#8211; zum Beispiel in &#8220;coolen&#8221;, urbanen Schuhen, die in den <strong>Großstädten der Welt</strong> ihre Freunde gefunden haben: Angesagte Marken wie <em><a href="http://www.flylondon.com/" target="_blank" title="FLY LONDON Shoes">Fly London</a> </em>oder <em><a href="http://www.eject-shoes.com/" target="_blank" title="Eject Shoes">Eject</a></em> stammen aus Portugal. Auch die Grupo Investar hat mit den luftgepolsterten Spezialschuhen <em><a href="http://www.aerosoles.eu/" target="_blank" title="Aerosoles">Aerosoles</a></em> ihre Marktlücke gefunden.</p>
<p>Und nun, während der internationalen Schuhmesse MICAM in Mailand, kündigten noch mehr Hersteller <strong>neue Marken <em>made in Portugal</em></strong> an. Gemeinsam ist den Newcomern der selbstbewusste Auftritt &#8211; aber auch die Suche nach einer auskömmlichen Nische im oberen Segment. So will die Firma Zarco mit der neuen Marke &#8220;<strong>Carlos Santos</strong>&#8221; bestens verarbeitete Herrenschuhe für 500 bis 600 Euro das Paar anbieten.</p>
<p>Der junge Unternehmer Miguel Abreu möchte seine Schuhe der Marke <em><strong>Golmud</strong></em> sogar zu einer <strong>internationalen Stilikone</strong> aufbauen. Abreu möchte sich dabei den Glamour des weltweiten Sports zunutze machen: &#8220;Stellen Sie sich nur einen japanischen Fußballspieler vor, der in Italien spielt, und in Japan und im Land der Mode gleichermaßen bekannt ist&#8230;&#8221;, so Abreu im Público. Klar, dass der Spieler Golmud tragen soll.</p>
<p>Alles eine Frage des Marketings? Nicht nur. Denn auch der <strong>Schuh des Anti-Marketings</strong>, der <em>Blackspot</em>, wird in Portugal produziert. <a href="http://adbusters.org/metas/corpo/blackspotshoes/info.php#" target="_blank" title="Blackspot Shoes">Die Blackspots werden von der kapitalismuskritischen <em>Adbusters</em>-Bewegung aus den USA vertrieben.</a> Die derzeit angebotenen zwei Modelle bestehen aus <strong>biologisch angebautem Hanf</strong>, Schuhsohlen aus recycelten Reifen &#8211; und einem handgemalten roten Punkt an der Spitze, dem <em><strong>Sweet Spot.</strong> </em>Mit diesem Punkt, so verspricht Adbusters, könne man den internationalen Konzernen bestens in den Hintern treten.</p>
<p style="text-align: center"><img src="http://www.portugalmania.de/wp-content/blackspot.jpg" alt="Blackspot Schuh" /></p>
<p style="text-align: center"><em>Viele Argumente, ein Schuh: Der Blackspot aus biologisch angebautem Hanf. Quelle: <a href="http://www.adbusters.org/" target="_blank" title="AdBusters">Adbusters.org</a></em></p>
<p align="left">Hergestellt werden die Blackspots in einer vorbildlichen Schuhfabrik im nordportugiesischen Felgueiras, wie die Adbusters-Website schwärmt: Mit <strong>geregelten Arbeitszeiten, anständigen Löhnen</strong> und einem hohen Anteil an Gewerkschaften. So vorbildlich mag nicht jeder portugiesische Schuhhersteller sein. Immer wieder sorgt die Branche mit Schließungen und schlechten Arbeitsbedingungen für Schlagzeilen. Und doch haben die Schuhhersteller angesetzt, aus eigener Kraft die Welt in Bewegung zu halten &#8211; mit <strong>Schuhen made in Portugal</strong>.</p>
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		<title>Die portugiesische Solarbranche wartet immer noch auf sonnige Zeiten</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Sep 2007 21:26:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gilberto</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[photovoltaik]]></category>
		<category><![CDATA[solarenergie]]></category>
		<category><![CDATA[solarthermie]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	In ganz Europa boomt die Solarenergie &#8211; doch in Portugal, einem der sonnenreichsten Länder des Kontinents, harrt sie noch auf ihren Durchbruch. Portugal setzte in den 80er Jahren schon einmal auf die Sonnenenergie, erlitt aber wegen der damals noch nicht ausgereiften Technik eine Bruchlandung. Kleine, innovative Solar-Hersteller versuchen nun einen neuen Anlauf &#8211; und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	In ganz Europa boomt die Solarenergie &#8211; doch in Portugal, einem der sonnenreichsten Länder des Kontinents, harrt sie noch auf ihren Durchbruch. Portugal setzte in den 80er Jahren schon einmal auf die Sonnenenergie, erlitt aber wegen der damals noch nicht ausgereiften Technik eine Bruchlandung. Kleine, innovative Solar-Hersteller versuchen nun einen neuen Anlauf &#8211; und haben auch den deutschen Markt im Visier.<span id="more-45"></span></p>
<p>Eigentlich ist es paradox: Mit rund <strong>3000 Sonnenstunden pro Jahr</strong> gehört Portugal zu den <strong>sonnenreichsten Ländern Europas</strong>. Und dennoch hinkt das Land dem Rest Europas in Sachen Solarenergie weit hinterher. Schon seit Jahren wird Portugal immer wieder ein <strong>riesiges Wachstumspotenzial</strong> auf dem Gebiet der Photovoltaik (der Stromgewinnung aus Sonnenlicht) und der Solarthermie (der Wärmegewinnung aus Sonnenenergie) prophezeit. Doch so richtig durchstarten konnte das Land nie.</p>
<p>Nach der <a href="http://www.estif.org/139.0.html" target="_blank" title="Marktstudien der European Solar Thermal Industry Foundation">neuesten Marktstudie</a> der <em><a href="http://www.estif.org/" target="_blank" title="ESTIF">European Solar Thermal Industry Foundation</a></em> verfügte Portugal im Jahr 2006 über eine Fläche von <strong>180.950 Quadratmetern</strong> installierter Solarthermie-Kollektoren. Zum Vergleich: Das wesentlich kühlere und sonnenärmere Deutschland beherbergte mit über acht Millionen Quadratmetern eine <strong>44 Mal größere Kollektorfläche</strong> als Portugal. Und auch die Wachstumsraten waren eher unterdurchschnittlich: Zwar konnte Portugal 2006 im Vergleich zum Vorjahr einen Zuwachs der Kollektorfläche um <strong>25 Prozent</strong> verbuchen &#8211; doch verglichen mit den rekordverdächtigen 61 Prozent des Nachbarlandes Spanien ist auch das eher wenig; der europäische Durchschnitt lag bei 40 Prozent.</p>
<p style="text-align: center"><img src="http://www.portugalmania.de/wp-content/solarthermie.jpg" alt="solarthermie.jpg" /></p>
<p style="text-align: center"><em>Solarthermie &#8211; riesige Wachstumspotenziale in Portugal. Foto: European Solar Thermal Industry Foundation</em></p>
<p style="text-align: center">&nbsp;</p>
<p style="text-align: center" align="left">&nbsp;</p>
<p>Zwei Gründe<strong> bremsen die Ausbreitung</strong> der Solarenergie in Portugal. Zum einen hat die Regierung bislang kein größeres Förderprogramm aufgelegt, das den Einstieg in alternative Energien auch für Privatleute attraktiv machen würde. Doch ein zweiter Grund wirkt noch deutlich stärker und behindert vor allem das Wachstum der Solarthermie: Sie genießt bei vielen Portugiesen ein <strong>schlechtes Image.</strong></p>
<p>Schon einmal wollte Portugal die Solarthermie verstärkt nutzen. In Folge der Ölkrise, Anfang der<strong> 80er Jahre</strong>, erlebte die Wärmegewinnung aus Sonnenenergie ihren <strong>ersten kleinen Boom</strong>. Viele Haushalte, vor allem in den ländlichen Gebieten, kauften sich thermische Solarmodule, um ihr Wasser in Küche und Bad aufzuheizen. Die Technik war damals jedoch noch nicht ausgereift und auch die Qualität der Geräte ließ zu wünschen übrig. Wer einmal in einem Ferienhaus an der Algarve trotz sonnigen Wetters minutenlang unter der Dusche bis zum <strong>ersten Tropfen warmen Wassers</strong> ausharren musste, kann ein Lied davon singen.</p>
<p>Und doch: Vieles spricht dafür, dass die <strong>Solar-Ära auch in Portugal anbrechen</strong> wird. Die Initiative geht dabei weniger vom Staat &#8211; der eher auf Wind- und Wasserenergie setzt <em>(<a href="http://portugal.germanblogs.de/archive/2007/08/30/ein-damm-bedroht-den-rio-sabor--portugals-letzten-unberuehrten-fluss.htm#fulltext" title="Rio Sabor: Portugals letzter unberührter Fluss von Staudamm-Projekt bedroht">siehe dazu den Artikel über den geplanten Staudamm am Rio Sabor</a>)</em> &#8211; aus. Es sind vor allem <strong>kleinere, rührige Unternehmen</strong>, die vom weltweiten Solarboom profitieren wollen.</p>
<p>So sorgte jüngst die <a href="http://www.energie.pt/" target="_blank" title="Energie Portugal">nord-portugiesische Firma <em>Energie</em></a> für <strong>positive Schlagzeilen</strong>. Der mit momentan 30 Angestellten noch recht überschaubare Hersteller von <strong>Solarthermie-Anlagen der dritten Generation</strong> will in den kommenden Jahren zur Weltspitze aufsteigen. Dafür will <em>Energie</em> bis zum Jahr 2010 rund <strong>zehn Millionen Euro</strong> in neue Produktionsanlagen am Stammsitz in Póvoa de Varzim investieren. Derzeit liefert das Unternehmen laut <em>Público</em> noch 60 Prozent seiner Produktion auf den Heimatmarkt, Exporte gehen unter anderem nach Spanien, Frankreich und die USA.</p>
<p style="text-align: center"><img src="http://www.portugalmania.de/wp-content/energie-portugal.jpg" alt="energie-portugal.jpg" /></p>
<p style="text-align: center"><em>&#8220;Energie&#8221; hat ehrgeizige Wachstumsziele. Foto: Website Energie.pt</em></p>
<p>Mit den erweiterten Kapazitäten rückt auch <strong>Europas größter Markt für Solarthermie</strong> ins Visier der Portugiesen: Im <em>Público</em> kündigte Energie-Chef Luís Rocha bereits die <strong>Expansion nach Deutschland</strong> an &#8211; die Aufholjagd Portugals in der Solar-Rallye hat begonnen.</p>
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