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	<title>portugalmania.de &#187; Uncategorized</title>
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	<description>Das portugiesische Logbuch im Netz :: Portugal Blog</description>
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		<title>Im Auf und Ab der Strömung: Wird Portugal Weltmeister der Wellenenergie?</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Oct 2009 18:23:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gilberto</dc:creator>
				<category><![CDATA[Natur & Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Agucadoura]]></category>
		<category><![CDATA[energie]]></category>
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		<description><![CDATA[ 	Nicht nur Surfer schätzen den hohen Wellengang an Portugals 1.793 Kilometer langer Atlantikküste. Die Kraft der Wellen könnte auch für die Erzeugung von Strom genutzt werden. Erste Pilotprojekte sind bereits am Start. Doch es zeigt sich: Nicht nur die Technik hat so ihre Tücken &#8211; auch die Finanzierung bereitet Probleme. Verspielt Portugal seinen so [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Nicht nur Surfer schätzen den hohen Wellengang an Portugals 1.793 Kilometer langer Atlantikküste. Die Kraft der Wellen könnte auch für die Erzeugung von Strom genutzt werden. Erste Pilotprojekte sind bereits am Start. Doch es zeigt sich: Nicht nur die Technik hat so ihre Tücken &#8211; auch die Finanzierung bereitet Probleme. Verspielt Portugal seinen so sicher geglaubten Vorsprung in der Wellenenergie?</p>
<p><span id="more-520"></span></p>
<p><a href="http://www.blogactionday.org/"><img title="bad-180-150" src="http://www.portugalmania.de/wp-content/bad-180-150.jpg" alt="" width="180" height="150" align="left" /></a></p>
<p>Sonne, Wasser, Wind: Als sonnennreiches und küstennahes Land besitzt Portugal ideale Voraussetzungen zur <strong>Nutzung erneuerbarer Energien.</strong> Und auch wenn der Aufbruch in die &#8220;grüne Zukunft&#8221; zunächst recht zaghaft begann, so sind die Ziele mittlerweile umso ambitionierter: Der nationale Energiebedarf soll &#8211; geht es nach dem Willen der bisherigen Regierung &#8211; im Jahr 2020 zu <strong>60 Prozent</strong> von den &#8220;Regenerativen&#8221; gedeckt werden. Sicher ein gutes Ziel, um die bislang <a title="Klimabilanz von Portugal 5 Prozent über Zielen" href="http://www.cumprirquioto.pt/Home.action" target="_blank">wenig schmeichelhafte Klimabilanz Portugals</a> etwas zu verbessern. Und auch ein Ziel aus <strong>strategischem Interesse </strong>heraus &#8211; muss Portugal doch heute noch knapp die Hälfte seines Stroms vom Nachbarland Spanien importieren.</p>
<p>Entscheidend für den Erfolg der großen energiepolitischen Ziele wird sein, einen <strong>breitgefächerten Mix </strong>verschiedener Energiequellen zu erreichen &#8211; damit zum Beispiel Ausfälle der Windenergie bei Flauten kompensiert werden können. Und hier kommt eine <strong>neue Form der Energiegewinnung</strong> ins Spiel, der weltweit gerade in Küstenregionen sehr viel zugetraut wird: Der <strong>Wellenenergie</strong>.</p>
<h2>335 Kilometer Küste geeignet</h2>
<p>Portugals  Ausgangsposition für die Erzeugung von Strom aus Wellen ist hervorragend. Nach Berechnungen des portugiesischen <a title="wavec" href="http://www.wavec.org" target="_blank">Wave Energy Centers (WAVEC)</a> würden sich Küstenabschnitte mit einer Gesamtlänge von <strong>335 Kilometern </strong>für die Nutzung von Wellenenergie eignen &#8211; vor allem in Regionen zwischen Porto und Lissabon, aber auch an der Alentejo-Küste. Und auch <strong>technologisches Know-how</strong> ist im Land vorhanden: Bereits seit 1978 arbeitet die Technische Universität von Lissabon intensiv an der Erforschung der Wellenenergie. Mit der Gründung von WAVEC im Jahr 2003 sind diese Bemühungen noch einmal professionalisiert worden.</p>
<p>Nach Berechnungen des <a title="World Energy Council" href="http://www.worldenergy.org" target="_blank">World Energy Council </a>in London könnte die Wellenenergie an küstennahen Standorten bis zu 40 Prozent des Strombedarfs decken. Bei derart <strong>positiven Aussichten</strong> ist es dann schon wieder verwunderlich, warum die Wellenenergie bislang selbst im Kreise der erneuerbaren Energien ein <strong>Nischendasein </strong>fristet.</p>
<p>Der Grund dafür liegt vor allem in der immer noch<strong> nicht ausgereiften Technik</strong> zur Energiegewinnung. Kein einziges Wellenkraftwerk weltweit ist wirklich aus dem Status eines Prototypen herausgewachsen. <a title="Wellenkraftwerke erklärt " href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wellenkraftwerk" target="_blank">Verschiedene Systeme</a> &#8211; von der pneumatischen Kammer bis zu hydraulische Prinzipien &#8211; konkurrieren miteinander. Die meisten Entwickler setzen auf <strong>Offshore-Kraftwerke</strong> einige hundert Meter vor der Küste, andere auf Küstenbauwerke.</p>
<h2>Die Seeschlange vor Agucadoura</h2>
<p>So wurde bislang eher an der Wellenergie getüftelt als echtes Geld verdient. Dementsprechend stolz war man in Portugal, als man vor wenigen Jahren dann die Errichtung des weltweit ersten, <strong>kommerziell betriebenen Wellenkraftwerks </strong>bekanntgab. Eine private Investorengruppe aus Portugal, England und Australien erklärte sich bereit, vor der Küste von Agucadoura ein Wellenkraftwerk mit hydraulischer Funktionsweise in Betrieb zu nehmen. Und tatsächlich: Mit viel Show und Aufmerksamkeit, begleitet von der portugiesischen Marine, wurden die <strong>ersten Module des Pelamis-Wellenkraftwerks von Agucadoura</strong> in Betrieb genommen.<br />
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Die langgezogenen, schwimmenden <strong>Pelamis-Module </strong>der gleichnamigen Firma aus dem schottischen Edinburgh nutzen die Wellenenergie auf raffinierte Weise. Die 150 Meter langen &#8220;Seeschlangen&#8221; bestehen aus einzelnen Gliedern. Durch den Gang der Wellen verschiebt sich die Position der Glieder zueinander. Dank <strong>hydraulischer Sperren</strong> werden spezielle Flüssigkeiten innerhalb der Pelamis-Module unter Hochdruck gesetzt, was wiederum zur Erzeugung von Strom genutzt werden kann.</p>
<p>Doch das Glück vor Nordportugal währte nicht lange. <strong>Technische Probleme </strong>mit den Pelamis-Modulen erforderten Reparaturarbeiten- die Module wurden wieder in den sicheren Hafen von Leixoes zurückgezogen. Viel schlimmer war jedoch ein Orkan abseits der Weltmeere, die Pelamis voererst ins Kentern brachte: Die weltweite Finanzkrise.</p>
<p>Der größte Investor im Betreiberkonsortium für das Pelamiskraftwerk, eine australische Bank, stieg Hals über Kopf aus dem Projekt aus. <strong>Liquiditätsengpässe</strong>.    Von den ursprünglich erwarteten vier Monaten Zwangspause für Pelamis aufgrund der technischen Schwierigkeiten mit dem Projekt ist heute keine Rede mehr. Man kann schon froh sein, dass es mit Pelamis überhaupt weitergeht. Mittlerweile sieht es so aus, dass der portugiesische Energiekonzern EDP für die ausfallenden Anteilseigner in die Bresche springt. Doch bis alle wirtschaftlichen Fragen geklärt sind, werden noch viele Wellen im Atlantik ungenutzt rauschen: Das <a title="Artikel in JN: Pelamis wird 2011 wieder Energie erzeugen" href="http://jn.sapo.pt/PaginaInicial/Economia/Interior.aspx?content_id=1369467" target="_blank">Comeback von Pelamis ist nun für 2011 angepeilt</a>.</p>
<p>Pelamis zeigt, dass es bis zur wirklichen technologischen und <strong>kommerziellen Serienreife </strong>der Wellenenergie ein weiter Weg ist. Und dass die Investments in diese Form der Energie noch alles andere als sicher sind. Andererseits: Portugal verfügt über beste Ausgangsbedingungen, um bei der weiteren Entwicklung der Wellenenergie weiterhin mit dabei zu sein. Neben Pelamis sind noch mehrere andere <strong>Pilotprojekte </strong>zur Wellenenergie an der portugiesischen Küste im Einsatz oder sind geplant. 150 Kilometer nördlich von Lissabon hat die Regierung sogar einen ganzen Küstenstreifen als Erprobungsgebiet deklariert, mit sehr einfacher Anbindung der schwimmenden Wellenkraftwerke an das nationale Stromnetz.<br />
Doch trotz aller Schwierigkeiten: Portugal macht weiter Fortschritte in Sachen Wellenenergie. Diese Anbindung ans Netz, zusammen mit einer garantierten Einspeisevergütung für den aus Wellenkraft erzeugten Strom, ist auch einer der Hauptvorteile Portugals.</p>
<p>So sagt auch Ken Street von der britischen Wellenenergiefirma Orecon, dass der &#8220;portugiesiche Wellenmarkt mit Abstand der beste in Europa&#8221; sei: &#8220;Dort gibt es ein <strong>exzellentes Vorkommen von Wellen</strong> und die lange, schmale Form des Landes ermöglicht eine einfache Anbindung an das Netz und Verteilung des Stroms.&#8221;</p>
<p>Orecon wird im Jahr 2011 vor Peniche zumindest mit der portugiesischen Gesellschaft Eneólica in Betrieb nehmen. Dann geht das Rennen um die besten Ausgangsbedingungen für die Wellenenergie der Zukunft in die nächste Runde &#8211; bis dahin gehören die Wellen erst einmal wieder alleine den Surfern.</p>
<p><em>Heute, am 15. Oktober 2009, ist <a title="Blog Action Day 09" href="http://www.blogactionday.org/" target="_blank">Blog Action Day</a>. Blogs aus der ganzen Welt beleuchten aus ihrer Perspektive verschiedene Themen rund um den globalen Klimawandel. portugalmania macht mit &#8211; und zeigt eine CO2-freie Zukunftsenergie, die in Portugal besonders gute Chancen hat&#8230;</em></p>
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