<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>portugalmania.de &#187; Fahrrad</title>
	<atom:link href="http://www.portugalmania.de/category/transport/fahrrad/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.portugalmania.de</link>
	<description>Das portugiesische Logbuch im Netz :: Portugal Blog</description>
	<lastBuildDate>Sun, 31 Jan 2010 17:03:54 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.9</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Halb Lissabon ist eine Ebene: Mit dem Fahrrad in der Hauptstadt unterwegs</title>
		<link>http://www.portugalmania.de/2008/04/halb-lissabon-ist-eine-ebene-mit-dem-fahrrad-in-der-hauptstadt-unterwegs/</link>
		<comments>http://www.portugalmania.de/2008/04/halb-lissabon-ist-eine-ebene-mit-dem-fahrrad-in-der-hauptstadt-unterwegs/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 03 Apr 2008 20:54:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gilberto</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fahrrad]]></category>
		<category><![CDATA[lissabon]]></category>
		<category><![CDATA[verkehr]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.portugalmania.de/transport/fahrrad/2008/halb-lissabon-ist-eine-ebene-mit-dem-fahrrad-in-der-hauptstadt-unterwegs/</guid>
		<description><![CDATA[ 	Noch gelten Fahrradfahrer in Lissabon als absolute Exoten. Das könnte sich bald ändern: Immer mehr Fahrräder erobern die Straßen der Hauptstadt. Und schon im nächsten Jahr will die Stadtverwaltung nach Pariser Vorbild alle sieben Hügel mit praktischen Leihrädern bestücken &#8211; zur Freude von Touristen wie Einheimischen.   
Es war im Jahr 1895, als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Noch gelten Fahrradfahrer in Lissabon als absolute Exoten. Das könnte sich bald ändern: Immer mehr Fahrräder erobern die Straßen der Hauptstadt. Und schon im nächsten Jahr will die Stadtverwaltung nach Pariser Vorbild alle sieben Hügel mit <strong>praktischen Leihrädern</strong> bestücken &#8211; zur Freude von Touristen wie Einheimischen.   <span id="more-334"></span></p>
<p>Es war im Jahr 1895, als der 4. Conde von Avilez das <a title="Wikipedia-Eintrag" href="http://pt.wikipedia.org/wiki/Autom%C3%B3vel#Em_Portugal" target="_blank">erste auf portugiesischen Straßen verkehrende Auto</a> erwarb. Das aus Paris importierte Modell der Marke <em>Panhard-Levassor</em> war für den Zoll in Lissabon so ungewöhnlich, dass zunächst geklärt werden musste, ob das Auto eine <strong>Land- oder Dampfmaschine</strong> sei.</p>
<p>Ähnlich exotisch wie die Lenker der ersten Automobile fühlt sich heute so manch ein Fahrradfahrer auf Portugals Straßen (<a title=" Radfahren ist in Portugal noch immer ein Abenteuer" href="http://www.portugalmania.de/transport/fahrrad/2007/radfahren-ist-in-portugal-noch-immer-ein-abenteuer/">wie bereits in diesem Blog berichtet wurde</a>). Und das gilt ganz besonders in <strong>Lissabon</strong>: Die Stadt der sieben Hügel befindet sich seit Jahrzehnten<strong> fest in der Hand der Autos</strong>. Wer auch nur kleinere Distanzen mit dem Rad zurücklegen wollte, galt schnell als lebensmüde: Zu rücksichtslos und zu verstopft ist der Verkehr in der Hauptstadt.</p>
<p style="text-align: center"><img src="http://www.portugalmania.de/wp-content/03_04_bicicleta1.jpg" alt="03_04_bicicleta1.jpg" /><br />
<em>Fahrräder statt Autos: Ein <a href="http://www.portugalmania.de/land-leute/lissabon-land-leute/2007/visual-street-performance-2007-lissabons-graffiti-kunstler-zeigen-ihr-konnen/">Graffiti </a>an einer Lissaboner Hauswand. Foto: </em>© <a title="Flickr Fotoseite" href="http://www.flickr.com/photos/antjeb/982484707/" target="_blank">Bunz auf Flickr</a></p>
<p>Doch das könnte sich bald ändern. Langsam aber sicher gewinnt das Radfahren auch in Lissabon an Tempo. Die <strong>ersten Pioniere</strong> sind bereits unterwegs. Einer von ihnen ist der junge Bauingenieur <strong>Paulo Guerra dos Santos</strong>, der im Rahmen eines Forschungsprojekts derzeit das Wagnis eingeht ist, sich <strong>100 Tage nur mit dem Fahrrad</strong> in Lissabon fortzubewegen. Der Ingenieur will im Selbstversuch herausfinden, was noch alles für den Radverkehr getan werden muss.</p>
<p><a href="http://100diasdebicicletaemlisboa.blogspot.com/" target="_blank"><img src="http://www.portugalmania.de/wp-content/03_04_100diasdebicicleta.png" border="0" alt="03_04_100diasdebicicleta.png" align="right" /></a>Wie exotisch das Vorhaben Guerra dos Santos ist, beweist schon das <strong>rege Medieninteresse</strong> für sein Projekt <em>&#8220;100 dias de bicicleta na cidade de Lisboa&#8221;</em>. SIC, RTP, Antena 1, Público &#8211; allen größeren Zeitungen, Fernsehstationen und Radiosendern hat Paulo Guerra dos Santos bereits <strong>Interviews über sein Wagnis</strong> gegeben. Und auch in einem <a title="100 dias de bicicleta na cidade de Lisboa" href="http://100diasdebicicletaemlisboa.blogspot.com/" target="_blank">Internet-Blog</a> führt er Tagebuch über seine Erlebnisse als Radfahrer in der Stadt.</p>
<p>Manchmal muten die Eintragungen <strong>fast rührend</strong> an: Akribisch trägt Paulo seine gefahrenen Distanzen ein und schildert Begegnungen mit ihm bereits bekannten Radfahrern. Immer wieder stößt er auch auf Probleme: Besonders moniert werden der <strong>schlechte Zustand des Straßenbelags</strong>, das Fehlen von Radwegen und sicheren Fahrradständern.</p>
<p>Andererseits ist Paulo Guerra dos Santos immer wieder überrascht, wie gut man sich in Lissabon heute schon mit dem Fahrrad von A nach B bewegen kann: Selbst die Auto- und Busfahrer seien höflicher als man meint.</p>
<p>Und mit <strong>noch einem Klischee</strong> räumt der Fahrrad-Blogger gleich auf: Dass es in Lissabon viel zu steil zum Fahrradfahren sei. &#8220;<strong>Halb Lissabon ist eine Ebene</strong>&#8220;, erklärte <a title="Halb Lissabon ist eine Ebene - Público" href="http://ultimahora.publico.clix.pt/noticia.aspx?id=1322778" target="_blank">Paulo Guerra dos Santos im Público</a>. Rund 37 Prozent der Fläche Lissabons sind ganz flach und <strong>bestens fürs Fahrrad</strong> geeignet. Ein weiteres Drittel von Lissabons Stadtgebiet weist Steigungen von bis zu zehn Prozent auf, die auch noch mit dem Rad zu bewältigen sind.</p>
<p>Es scheint, als ob langsam die<strong> Zeit reif ist</strong>, dass in Lissabon die Radfahrer ihr Terrain erobern. Nicht nur Einzelkämpfer wie Paulo Guerra dos Santos sind unterwegs: An jedem letzten Freitag im Monat treffen sich zum Beispiel mehrere Menschen zur &#8220;<a title="Massa Crítica" href="http://www.massacriticapt.net/" target="_blank">Massa Crítica</a>&#8220;, um die Stadt gemeinsam mit dem Rad zu erkunden.</p>
<p style="text-align: center"><img src="http://www.portugalmania.de/wp-content/03_04_bicicleta2.jpg" alt="03_04_bicicleta2.jpg" /><br />
<em>So einen Hügel herunterfahren kann ja auch mal Spaß machen. Aufnahme vom Lisboa Downtown-Rennen 2005. Foto: <a title="Flickr Fotoseite" href="http://www.flickr.com/photos/pprats/85658505/" target="_blank">pedro prats auf Flickr</a></em></p>
<p>Den endgültigen <strong>Durchbruch fürs Fahrradfahren</strong> in der Hauptstadt könnte hingegen ein Projekt der Lissaboner Stadtverwaltung bringen: Sie plant bereits für das Jahr 2009 die Einführung eines <strong>Leihfahrradsystems</strong>, wie es schon in vielen anderen europäischen Städten (z.B. <a title="Vélib Paris" href="http://www.velib.paris.fr/" target="_blank">Paris</a> oder <a title="Call A Bike" href="http://www.callabike-interaktiv.de/" target="_blank">Frankfurt</a>) praktiziert wird. Derzeit laufen laut <em>Público</em> Vorstudien für ein solches System: Geplant ist, dass die Stadt Lissabon eine Konzession über <strong>2.000 Fahrräder</strong> ausschreiben möchte, die über die auf den sieben Hügeln zum Verleih angeboten werden. Ob der Verleih komplett kostenlos oder gegen eine Gebühr erfolgen soll, ist noch unklar. Eins scheint aber sicher zu sein: Die Zukunft des Fahrrads hat in Lissabon gerade erst begonnen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.portugalmania.de/2008/04/halb-lissabon-ist-eine-ebene-mit-dem-fahrrad-in-der-hauptstadt-unterwegs/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>8</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Radfahren ist in Portugal noch immer ein Abenteuer</title>
		<link>http://www.portugalmania.de/2007/08/radfahren-ist-in-portugal-noch-immer-ein-abenteuer/</link>
		<comments>http://www.portugalmania.de/2007/08/radfahren-ist-in-portugal-noch-immer-ein-abenteuer/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 22 Aug 2007 17:15:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gilberto</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fahrrad]]></category>
		<category><![CDATA[bicas]]></category>
		<category><![CDATA[cascais]]></category>
		<category><![CDATA[lissabon]]></category>
		<category><![CDATA[verkehr]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.portugalmania.de/uncategorized/2007/radfahren-ist-in-portugal-noch-immer-ein-abenteuer/</guid>
		<description><![CDATA[ 	Nur ein Prozent der Portugiesen nutzt das Fahrrad, um sich fortzubewegen. Aus gutem Grund: Autofahrer sehen Radfahrer häufig als Freiwild, Fahrradwege sind so gut wie nicht vorhanden. Doch die Zeiten ändern sich: Vor allem in Lissabon steigen mehr Menschen aufs Rad um &#8211; und verlangen mehr Rechte.
Fahrradfahrer bilden in Portugal auch heute noch keinen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Nur ein Prozent der Portugiesen nutzt das Fahrrad, um sich fortzubewegen. Aus gutem Grund: Autofahrer sehen Radfahrer häufig als Freiwild, Fahrradwege sind so gut wie nicht vorhanden. Doch die Zeiten ändern sich: Vor allem in Lissabon steigen mehr Menschen aufs Rad um &#8211; und verlangen mehr Rechte.<span id="more-53"></span></p>
<p>Fahrradfahrer bilden in Portugal auch heute noch keinen Teil des vertrauten Straßenbildes. Gerade einmal <strong>ein Prozent der Bevölkerung</strong> nutzt das Fahrrad, um sich in der Stadt oder auf dem Land zu bewegen. Damit bildet Portugal das <strong>Schlusslicht in Europa</strong>  (der Durchschnittswert der EU liegt bei acht Prozent) &#8211; und liegt auch deutlich hinter dem Nachbarland Spanien zurück.</p>
<p>Die Gründe für die geringe Zahl sind klar: Denn noch immer sind <strong>Radfahrer auf Portugals Straßen nahezu rechtlos</strong> &#8211; und der Willkür von Autofahrern ausgesetzt. Anders als beispielsweise in Spanien verpflichtet die portugiesische Straßenverkehrsordnung Autofahrer noch nicht einmal, die Geschwindigkeit beim Annähern an einen Radfahrer zu drosseln: Ein entsprechender Passus fehlt einfach.</p>
<p>Und somit gelten Fahrradfahrer im portugiesischen Straßenverkehr als äußerst gefährdet: Radfahren in Portugal sei fast ein &#8220;<strong>selbstmörderischer Akt</strong>&#8220;, schimpfte zum Beispiel José Caetano, Vorsitzender des <a href="http://www.fpcub.pt/portal/index.php" target="_blank" title="Portugiesischer Fahrradclub FPCUB">portugiesischen Fahrradclubs FPCUB</a> in der Wochenzeitung <em>Sol</em>. Nach den Recherchen von FPCUB gab es im Jahr 2006 portugalweit <strong>87 Unfälle mit Beteiligung von Fahrradfahrern</strong>, von denen 18 sehr schwer waren. Die tatsächliche Zahl dürfte noch beträchtlich höher liegen &#8211; die offizielle Unfallstatistik weist nicht aus, ob Fahrradfahrer an Verkehrsunfällen beteiligt waren.</p>
<p>So gefährlich die Straßen sind, so wenig Ausweichmöglichkeiten auf andere Wege bleiben den portugiesischen Fahrradfahrern. <strong>Radwege sind so gut wie nicht vorhanden</strong> oder sind zugeparkt. Selbst an sehr stark befahrenen Straßen wie der <em>Avenida Marginal</em>, der Küstenstraße von Lissabon zur Costa do Estoril, dürfen Radfahrer meist nicht den Bürgersteig benutzen.</p>
<p>Einer der Vorreiter in Sachen Fahrrad ist die Stadt <strong>Cascais </strong>nahe Lissabon. Hier gibt es seit einigen Jahren das <a href="http://menos1carro.blogs.sapo.pt/27419.html" target="_blank" title="Eintrag im Blog ">Projekt <em>BiCas</em></a> &#8211; Leihfahrräder, die an Sammelpunkten in der gesamten Gemeinde verteilt sind: An der Strandpromenade, am Bahnhof, in der Fußgängerzone&#8230; <em>BiCas</em> richtet sich <strong>vorwiegend an Touristen</strong> &#8211; aber immerhin ist schon einmal ein Anfang gemacht. Und mit einem großzügigen Radweg entlang der Guincho-Küste dürfte Cascais auch das Privileg des <strong>längsten Radweges in Portugal</strong> für sich beanspruchen.</p>
<p>Außerhalb von Cascais sind die Erfahrungen der Fahrradfahrer oft ernüchternd &#8211; und so werden die Rufe nach mehr Rechten und mehr Fairness im Verkehr lauter. Es sind vor allem die<strong> jungen Kreativen aus Lissabon</strong>, die gerade das Fahrrad als günstiges, sportliches und <strong>&#8220;cooles&#8221; Verkehrsmittel entdecken</strong> &#8211; trotz aller Hügel und Aufstiege, die die Stadt zu bieten hat. Architekten, Designer, Studenten: Sie sind es, die den täglichen Weg zur Arbeit mit dem Rad bewältigen, wie das Video des Senders SIC Notícias zeigt:</p>
<p><code></code></p>
<p><embed src="http://imgs.sapo.pt/sapovideo/swf/flvplayer-sapo.swf?file=http://rd3.videos.sapo.pt/6JDldkJSf4z681RC1BrQ/mov/1" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" height="325" width="400"></embed>Vielleicht schaffen es diese Vorreiter, auch ihre Lissaboner Mitbürger zum Umstieg aufs Fahrrad zu bewegen. <strong>Potenzial gibt es genügend</strong>: Nach aktuellen Statistiken haben 66 Prozent der mit dem Auto in Portugal zurückgelegten Wege eine Entfernung von <strong>weniger als sechs Kilometern</strong> &#8211; ideale Radfahrdistanzen also.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.portugalmania.de/2007/08/radfahren-ist-in-portugal-noch-immer-ein-abenteuer/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

