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	<title>portugalmania.de &#187; Meer</title>
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	<description>Das portugiesische Logbuch im Netz :: Portugal Blog</description>
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		<title>Ein guter Fisch: Die portugiesische Sardine jetzt mit Öko-Siegel</title>
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		<pubDate>Sun, 31 Jan 2010 17:03:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gilberto</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meer]]></category>
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		<description><![CDATA[ 	Seit Jahrhunderten ist die Sardine ein fester Bestandteil der portugiesischen Küche. Und das dürfte auch in Zukunft so bleiben:  Denn die Sardinenfischer Portugals erhielten nun das MSC-Siegel für besonders nachhaltigen Fischfang. Eine Auszeichnung, die nicht nur die Sardinen freuen dürfte&#8230;

Portugal und die Sardine: Das ist schon eine besondere Liebesgeschichte. Im Grunde ist sie ja [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Seit Jahrhunderten ist die <strong>Sardine </strong>ein fester Bestandteil der <strong>portugiesischen Küche</strong>. Und das dürfte auch in Zukunft so bleiben:  Denn die Sardinenfischer Portugals erhielten nun das MSC-Siegel für besonders nachhaltigen Fischfang. Eine Auszeichnung, die nicht nur die Sardinen freuen dürfte&#8230;</p>
<p><span id="more-570"></span></p>
<p><strong>Portugal und die Sardine</strong>: Das ist schon eine besondere Liebesgeschichte. Im Grunde ist sie ja ein einfacher, ziemlich kleiner Fisch, diese &#8220;Sardinha&#8221;. Meist wird sie einfach auf den <strong>Grill </strong>geworfen, verspeist mit ebenso unkapriziösen Beilagen wie Salzkartoffeln und Salat.</p>
<p>Doch wer die gegrillte Sardine einmal am Strand gegessen hat, oder sie sich in den überfüllten Straßen Lissabons beim Sankt Antonius-Fest munden ließ &#8211; der wird ihn nie vergessen, diesen <strong>wirklich portugiesischen Geschmack</strong> von Salz, Meer und einfach guten Dingen des Lebens.</p>
<p>Über Jahrhunderte hinweg sicherte die Sardine die <strong>Eiweißversorgung</strong> von breiten Schichten der Bevölkerung. Und auch heute sind Ernährungsforscher begeistert von den guten Eigenschaften der Sardine:  Viel Eiweiß, ein hoher Anteil an ungesättigten <strong>Omega-3-Fettsäuren</strong>, zahlreiche Spurenelemente &#8211; dieser Fisch trägt viel Gutes in sich.</p>
<p>Bei so viel guten Eigenschaften verwundert es nicht, dass die Sardine selbst zum Kulturgut wurde &#8211; und auf Azulejo-Kacheln auftaucht, in Gedichte Einzug hält, und selbst von der berühmtesten Fadosängerin aller Zeiten, <a title="Video Sardine Fado" href="http://www.youtube.com/watch?v=6CjfCIhtO-4" target="_blank">Amália Rodrigues, besungen wird: </a></p>
<blockquote><p>Sardine, die im Meer schwimmt, du musst dich getröstet fühlen</p>
<p>Du hast Wasser, weißt zu schwimmen, was würde ich geben, Sardine zu sein!</p></blockquote>
<p>(Aus dem Fado &#8220;Fui ao mar buscar sardinhas&#8221;, Ich war auf dem Meer, Sardinen zu fangen).</p>
<p>Und anders als etwa beim Kabeljau oder Thunfisch wurde die Sardine auch nie Opfer der Überfischung vor Portugals Küsten. Es scheint, als ob der kleine Fisch doch mit <strong>besonderer Liebe</strong> behandelt wurde. Seit mehr als sechs Jahrhunderten gehen die Sardinenfischer Portugals mit der recht schonenden und selektiven Methode der <strong>Ringwadenfischerei </strong>ans Werk. Ein altes Handwerk, das immer besser in die ökologischen Anforderungen unserer  Zeit passt &#8211; und so wurde die &#8220;portugiesische Sardine&#8221; nun mit dem <a href="http://www.msc.org/track-a-fishery/certified/north-east-atlantic/portugal-sardine-purse-seine/" target="_blank">MSC-Siegel für besonders nachhaltige Fischerei</a> ausgezeichnet.</p>
<p>Das Marine Stewardship Council (MSC) ist eine Non-Profit-Organisation, die eine Art Bio-Siegel für Fische vergibt. Wichtigste Kriterien: Keine Überfischung und so wenig Beifang wie möglich. Seit dem 19. Januar ist es nun offiziell, dass <strong>95% des portugiesischen Sardinenfischfangs </strong>nach dieser Maßgabe gewonnen wurde.</p>
<p>Das Geheimnis dafür liegt in der Art des Fangs, erklärte dazu Humberto Jorge von der Fischerorganisation ANOPCERCO in der Zeitung <a href="http://ecosfera.publico.clix.pt/noticia.aspx?id=1406311">Público.</a> Sardinen sind in Schwärmen unterwegs, so dass sie relativ gezielt geortet werden können.</p>
<p>Sobald ein Fischerboot einen Sardinenschwarm im Meer ausmacht, wird ein anderes, kleineres Begleitboot dazugenommen &#8211; es führt das Fangnetz an. Die anderen Fischerboote gruppieren sich dann um das Netz und kreisen so die Sardinen ein. Diese auf Deutsch &#8220;Ringwadenfischerei&#8221; genannte Form des Fangs hat viele Vorteile:  So ergibt sich während der recht langen Zeit, die für den Aufbau des Netzrings benötigt wird,  für viele Fische noch die <strong>Möglichkeit zur Flucht</strong>. Nicht alle Tiere des Schwarms werden also ausgerottet.</p>
<p>Zudem sind die Netze vor allem im unteren Bereich sehr engmaschig ausgelegt, was zum Beispiel <strong>Verletzungen der Kiemen</strong> entgegenwirkt. Und noch ein Vorteil: Da die Sardinen in Schwärmen unterwegs sind, gibt es nur ein geringes Risiko des Beifangs. Einziges Problem bilden hier die <strong>Delfine</strong>: Sie fressen die Sardinen fast ebenso gerne wie wir Menschen &#8211; und finden sich häufig in der Nähe der Sardinenschwärme.</p>
<p>Doch Humberto Jorge versichert im Público: &#8220;Sollte sich ein Delfin in der Nähe des Schwarms aufhalten, werfen die Fischer ihr Netz noch nicht aus.&#8221; Diese Praxis mag (hoffentlich) in Portugal gelten, weltweit ist sie nicht Usus. So <a href="http://www.wwf.de/interaktiv/verbrauchertipps/einkaufsratgeber-fische-meeresfruechte/sardine/">warnt die Umweltschutzorganisation WWF</a> ausdrücklich vor Verzehr von Sardinen aus dem Mittelmeer &#8211; unter anderem, weil hier sehr viel Delfine als Beifang qualvoll in den Fischernetzen verenden.</p>
<p>Der Griff zur portugiesischen Sardine, ob frisch oder in der Dose, lohnt sich also. Mit der MSC-Zertifizierung hofft sich der Verband ANAPCERCO, dass <strong>bewusste Verbraucher</strong> in ganz Europa verstärkt zu portugiesischen Sardinenprodukten greifen.</p>
<p>Eine Rechnung, die durchaus aufgehen könnte &#8211; setzt zum Beispiel doch auch Fischstäbchenhersteller iglo nur noch MSC-zertifizierte Fänge ein, um bei kritischen Verbrauchern nicht als gewissenloser Überfischer der Meere dazustehen.</p>
<p>Dabei ist die MSC-Zertifizierung gerade für die Hersteller von Dosenfisch nur der erste Schritt: Weitere Zertifizierungen für <strong>höhere Qualität</strong> müssten nun folgen, meint Humberto Jorge im Público. Denkbar ist zum Beispiel die Verwendung biologischer Produkte.</p>
<p>Bei den Sardinen ist Portugal fast ein <strong>Selbstversorger</strong>:  Mehr als zwei Drittel des täglichen Sardinenfangs werden frisch im Land verspeist. Der Rest wird in Dosen verarbeitet, die dann zu etwa 50 Prozent exportiert werden und auch in Deutschland in vielen Supermärkten erhältlich sind.</p>
<p>Es geht natürlich nichts über den Geschmack einer frisch gegrillten Sardine &#8211; doch auch in <strong>Dosen</strong> sind diese kleinen Fische nicht zu verachten. Feinschmecker raten übrigens dazu, die Dosen nach dem Kauf <strong>mindestens ein Jahr</strong> zu lagern: Dann hat das Olivenöl Gelegenheit, das Fischfleisch richtig zu durchziehen. <strong>Regelmäßiges Wenden</strong> der Dosen, wie bei einer guten Flasche Wein, wird ebenso empfohlen. Vorsicht ist geboten: Schließlich bergen sie das <strong>Aroma Portugals</strong> in sich. Guten Appetit!</p>
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		<title>Mysteriöses Krakensterben in Nordportugal: Können Tintenfische an Grippe erkranken?</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Jan 2010 20:00:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gilberto</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meer]]></category>
		<category><![CDATA[Atlantik]]></category>
		<category><![CDATA[Biologie]]></category>
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		<category><![CDATA[Vila Nova de Gaia]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	Es war ein unheimliches Strandgut, das kurz nach Neujahr an die nordportugiesische Küste gespült wurde: An einem gerade einmal zwei Kilometer langen Strandabschnitt bei Vila Nova de Gaia türmten sich die Kadaver abertausender von Kraken. Selbst Wissenschaftler können nur spekulieren: Haben wir es hier mit einer &#8220;Krakengrippe&#8221; zu tun?

Die Anwohner am Strand von Vila [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Es war ein unheimliches Strandgut, das kurz nach Neujahr an die nordportugiesische Küste gespült wurde: An einem gerade einmal zwei Kilometer langen Strandabschnitt bei Vila Nova de Gaia türmten sich die Kadaver abertausender von Kraken. Selbst Wissenschaftler können nur spekulieren: Haben wir es hier mit einer &#8220;Krakengrippe&#8221; zu tun?</p>
<p><span id="more-562"></span></p>
<p>Die Anwohner am Strand von <strong>Vila Nova de Gaia</strong> sind einigen Kummer gewöhnt. Immer wieder spuckt das Meer hier, in der Nachbarstadt von Porto, menschliche Leichen an den Strand &#8211; viele von ihnen Selbstmörder, die von den hohen Brücken über den Douro in den Tod gesprungen sind.</p>
<p>Nun sorgt hier ein neues <strong>mysteriöses Strandgut</strong> für zahllose Spekulationen: Am 3. Januar 2010, das Jahr war ganz frisch, wurden an einem gerade einmal zwei Kilometer langen Strandabschnitt bei Vila Nova de Gaia unzählige <strong>tote Kraken </strong>aufgefunden &#8211; insgesamt waren es <strong>600 Kilogramm</strong>. Alte und junge Tiere, große und kleine &#8211; ausschließlich &#8220;<em>polvos</em>&#8221; waren es, die angespült wurden.</p>
<p>Die zuständigen Behörden, alarmiert von Strandgängern und Anwohnern, taten ihr bestes &#8211; und versuchten, mit Hilfe der örtlichen Feuerwehr den Strand von den Kadavern zu säubern. Anwohner wurden dringend gewarnt, die toten Kraken zu verspeisen.  Denn die Ursachen, weshalb die Kraken sterben mussten, sind weiterhin unklar.</p>
<p style="text-align: center;"><em><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="400" height="350" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="src" value="http://rd3.videos.sapo.pt/play?file=http://rd3.videos.sapo.pt/NEdZ88sRahEMMWtfGTON/mov/1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="400" height="350" src="http://rd3.videos.sapo.pt/play?file=http://rd3.videos.sapo.pt/NEdZ88sRahEMMWtfGTON/mov/1" allowfullscreen="true"></embed></object></em></p>
<p style="text-align: center;"><em>Bericht des Fernsehsenders SIC über den Fund der toten Kraken</em></p>
<p>Theorien gibt es dafür viele &#8211; und gerade die Kommentarspalten im Internet sorgen für immer neue Ansätze. Ist es eine <strong>Veränderung des Erdmagnetismus</strong>, der die Kraken in totale Verwirrung stürzte? Ist es ein <strong>Massenselbstmord </strong>der Tiere, wie man sie sonst eher aus Thrillern kennt?</p>
<p>Örtliche Fischer machen die <strong>starken Regenfälle</strong> im Dezember für die Todesfälle verantwortlich.  Der Dezember 2009 ist bereits als <strong>regenreichster Monat</strong> des Jahrhunderts in die portugiesische Klimageschichte eingegangen. Durch die hohen Mengen an Süßwasser, die so über den Douro ins Meer gespült wurden, sei die Salzkonzentration gesunken &#8211; und hätte zum Ableben der Tintenfische geführt.</p>
<h2><strong>Eine &#8220;wissenschaftliche Herausforderung&#8221;</strong></h2>
<p>Forscher bezweifeln diese These jedoch.  Schließlich gibt es viele Fischarten in der Küstenregion, die sehr viel sensibler auf Veränderungen des Salzgehalts reagieren. Warum dann ausgerechnet nur die Kraken?</p>
<p>Doch auch die studierten Meeresforscher sind nicht viel schlauer als die spekulierenden Laien. Nuno Oliveira vom Parque Biológico de Gaia <a title="Polvos mortos encontrados em Gaia são “desafio científico”" href="http://www.cienciahoje.pt/index.php?oid=38332" target="_blank">spricht im Onlinejournal &#8220;Ciência hoje&#8221;</a> vornehm von einer &#8220;<strong>wissenschaftlichen Herausforderung&#8221; &#8211; </strong>man habe es mit einem Phänomen zu tun, über das noch keinerlei wissenschaftliche Untersuchung vorliege.</p>
<p>Proben der toten Kraken sind mittlerweile an Labors in Lissabon, Porto und dem spanischen Vigo verschickt worden. Die ersten Ergebnisse dieser Untersuchungen blieben vage.</p>
<h2>Eine Krakengrippe?</h2>
<p>Viel spricht nach Meinung der meisten Wissenschaftler dafür, dass die Kraken an einem <strong>Virus</strong> oder einer mikrobakteriellen Erkrankung gestorben sind. Mike Weber, Direktor der Naturschutzstation Estação Litoral da Aguda (ELA) in Vila Nova de Gaia, spricht bereits ironisch von der &#8220;Krakengrippe&#8221;. Doch selbst wenn es ein Virus war: Warum nur hier, warum so konzentriert, und mit dieser Wucht? Nach Einschätzung von Mike Weber dürfte das rätselhafte Phänomen die <strong>gesamte Krakenpopulation </strong>vor Vila Nova de Gaia erst einmal ausgerottet zu haben.</p>
<p>So unheimlich, so &#8220;unnatürlich&#8221; erscheint der vielfache Tod der Kraken, dass selbst die sonst so seriösen Wissenschaftler Spaß am Spekulieren finden.</p>
<p>Im <a title="What Is Killing Portugal's Octopuses?" href="http://www.time.com/time/world/article/0,8599,1951644,00.html" target="_blank">TIME-Magazin</a> erinnerte Mike Weber zum Beispiel an einen Fall aus dem Dezember des Jahres 2007, als die portugiesische Polizei ein Schiff mit gefrorenen Kraken konfiszierte, die wiederum <strong>9, 4 Tonnen Kokain</strong> umhüllten. &#8220;Es könnte sein, dass jemand die Tiere aufgetaut hat, das Kokain entnahm, und ihre Körper über Bord warf&#8221;, so die Vermutung von Weber in TIME.</p>
<p>Wie gesagt: Das ist Spekulation. Und eine <strong>biologisches Phänomen</strong> wie etwa eine Viruserkrankung bleibt die wahrscheinlichste Ursache für das Krakensterben von Vila Nova de Gaia. Das heißt aber auch: Ein Verzehr der toten Kraken ist unangebracht und kann sogar gesundheitsgefährdend sein.</p>
<p>Nicht alle Anwohner scheinen sich jedoch an diese Vorsichtsmaßnahme zu halten. Das Jornal de Notícias berichtet etwa von Menschen, die ihre heimischen Tiefkühltruhen <strong>kiloweise mit Kraken</strong> befüllten. Kein Wunder, zählen Gerichte mit &#8220;polvo&#8221; doch zu den festen Bestandteilen der portugiesischen Küche.</p>
<h2>Enormer Druck auf Ökosystem Küste</h2>
<p>Was auch immer zum Tod der Kraken geführt haben könnte: Der Vorfall zeigt, dass die Ökosysteme an Portugals Küste einem enormen Druck ausgesetzt sind. Einer breiten Öffentlichkeit wurde diese enorme Gefährdung vor einigen Jahren bewusst. Im Jahr 2002 brach vor der galizischen Küste der<strong> Öltanker &#8220;Prestige&#8221;</strong> auseinander und drohte, weite Teile der portugiesischen Küste in ein biologisches Nirwana zu verwandeln. Damals konnte die ganz große Katastrophe noch abgewendet werden &#8211; doch die Probleme der Meeresverschmutzung, durch Klimawandel und durch Überfischung sind bis heute akut.</p>
<p>Neben der Bedrohung durch Tankerhavarien kommt eine kontinuierliche <strong>Belastung des Wassers mit Schadstoffen</strong> hinzu. Erst vor ein paar Tagen schlug die Umweltschutzorganiation Quercus Alarm: Die Wasserqualität in den portugiesischen Flüssen sei so schlecht wie nie zuvor. Und der ganze Dreck aus den Flüssen wird dann ins Meer gespült.  Mit allen Folgen, die am Ende zu einem Massensterben ganzer Tierpopulationen führen können.</p>
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		<title>Der Lieblings-Strand der Lissaboner schrumpft: Das Meer nagt an der Costa da Caparica</title>
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		<pubDate>Sat, 29 Mar 2008 18:31:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gilberto</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meer]]></category>
		<category><![CDATA[almada]]></category>
		<category><![CDATA[Atlantik]]></category>
		<category><![CDATA[Costa da Caparica]]></category>
		<category><![CDATA[Erosion]]></category>
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		<description><![CDATA[ 	An schönen Sommerwochenenden gibt es für die Lissaboner kein Halten mehr: Mit Auto, Schiff oder Bus bewegen sie sich in Scharen hinüber zur anderen Tejoseite und belagern die dort liegenden weitläufigen Strände der Costa da Caparica. Doch die Küstenlinie im Bezirk Almada ist in Gefahr: Vor allem im Winter nagt sich das Meer einige [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	An schönen Sommerwochenenden gibt es für die Lissaboner kein Halten mehr: Mit Auto, Schiff oder Bus bewegen sie sich in Scharen hinüber zur anderen Tejoseite und belagern die dort liegenden weitläufigen Strände der Costa da Caparica. Doch die Küstenlinie im Bezirk Almada ist in Gefahr: Vor allem im Winter nagt sich das Meer einige Meter von der Küste ab &#8211; und der Klimawandel könnte den Prozess sogar noch weiter beschleunigen.  <span id="more-328"></span></p>
<p>Fällt sie oder nicht? Die <strong>Pé Nú-Strandbar</strong> an der Costa da Caparica durfte sich vor einigen Wochen eines <strong>ungeahnten Medieninteresses</strong> erfreuen. Nicht die gastronomische Qualität des beliebten Nachtreffs am Strand von São João war das Thema,  sondern der<strong> drohende Absturz</strong> der gefährlich nah an der Küstenlinie gebauten Strandbar. Hohe  Wellen hatten Anfang März immer weitere Teile des Strandes abgenagt, so dass die etwas höher auf einem Felsabhang gebaute Bar fast ins Rutschen geraten wäre. Nur mit Mühe und Not konnten technische Nothelfer die Baracke vor dem Verfall retten.</p>
<p>Die Pé Nú-Bar ist kein Einzelfall. Mittlerweile bedrohen Sturmfluten und<strong> hohe Wellengänge</strong> in fast jedem Winter die Strandbars und küstennahen Gebäude entlang der Costa da Caparica. Besonders hart traf es den Lieblingsstrand der Lissaboner im vergangenen Jahr: Damals überschwemmten riesige Flutwellen einen <strong>direkt am Strand gelegenen Campingplatz</strong>.</p>
<p id="video" align="center">&nbsp;</p>
<p><embed src="http://rd3.videos.sapo.pt/play?file=http://rd3.videos.sapo.pt/AyiUDDz2C96VHL8DV6M6/mov/1" type="application/x-shockwave-flash" height="322" width="400"></embed></p>
<p align="center"><em>Eine Bar zum Abstürzen: Nachrichtenbeitrag über die Bar Pé Nú an der Costa da Caparica.</em></p>
<p>Und genau, wie die Überschwemmungen und Landverluste bald zum <strong>winterlichen Ritual </strong>an der Costa da Caparica dazugehören, so werden auch die lauten Forderungen der betroffenen Bewohner und Unternehmer nach <strong>besseren Küstenschutzmaßnahmen</strong> fast zur Routine. Dabei haben die zuständigen Behörden in den letzten Jahren schon einiges versucht, um die <strong>Erosion an den Stränden</strong> in den Griff zu bekommen.</p>
<p>Mit Hilfe des EU-Förderprogramms <a href="http://www.costapolis.pt" title="Costa Polis Website" target="_blank">Costa Polis</a> werden <strong>durchgängige Dünenlinien</strong> angelegt, um die Küste auf natürliche Art und Weise zu befestigen. Direkt an den Stränden sollen <strong>Buhnen</strong> den Verlust an fortgespültem Sand gering halten. Und viele der zu nah an der Küstenlinie gebauten Bars werden derzeit in sicherere Gefilde ein paar Meter weiter umgesiedelt &#8211; so auch die Pé Nú-Bar. Hier stacheln die Verzögerungen bei den Neubauten die betroffenen  Wirte zu großen Wehklagen an.</p>
<p align="center"><img src="http://www.portugalmania.de/wp-content/29_03_caparica_paraiso.jpg" alt="29_03_caparica_paraiso.jpg" /><br />
<small></small><em>Paradiesisch schön: Doch auch das Meer fordert seinen Anteil an der Costa da Caparica. Foto: </em><small><a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/" title="Attribution-NonCommercial-NoDerivs License" target="_blank"><img src="http://www.portugalmania.de/wp-content/plugins/photo_dropper/images/cc.png" alt="Creative Commons License" align="absmiddle" border="0" height="16" width="16" /></a></small><em> <a href="http://www.flickr.com/photos/gustty/7142812/" title="Flickr-Fotoseite" target="_blank">Gusty auf Flickr</a></em></p>
<p>Doch unter Fachleuten ist es umstritten, ob die <strong>gegenwärtigen Küstenschutzmaßnahmen ausreichen</strong> &#8211; und in wieweit sich die natürlichen Gesetze von Erosion und Sedimenation überhaupt künstlich beeinflussen lassen. Der Ingenieur Fernando Veloso Gomes, der die Küstenschutzprojekte an der Costa da Caparica projektierte, <a href="http://www.portugaldiario.iol.pt/noticia.php?div_id=291&amp;id=884007" title="Beitrag im Portugal Diário" target="_blank">beklagte sich erst im November letzten Jahres</a>, dass <strong>nur ein Sechstel</strong> der vorgesehenen Menge von künstlich aufgeschüttetem Sand an den Stränden von Caparica ausgebracht wurde. Und weiter: &#8220;Was mich besonders schockiert ist, dass man <strong>bereits seit 40 Jahren</strong> von der künstlichen Sandaufschüttung der Costa da Caparica mit Sand aus dem Hafen von Setúbal redet.&#8221;</p>
<p>In der Tat konnten sich in den letzten vier Jahrzehnten die Bewohner und Besucher der Costa da Caparica in einer <strong>trügerischen Sicherheit</strong> wiegen. Nicht zuletzt einige Küstenschutzmaßnahmen aus den 60er Jahren konnten bislang größere Landverluste verhindern. In den 90er Jahren wurden an den Stränden zwischen Lissabon und Setúbal sogar  Sand abgetragen, um das Expo-Gelände in Lissabon aufzuschütten.</p>
<p style="text-align: center"><img src="http://www.portugalmania.de/wp-content/29_03_caparica1.jpg" alt="29_03_caparica1.jpg" /><br />
<em>Tagesausklang an der Costa da Caparica: Zahlreiche Buhnen sollen die Küste vor Erosion schützen. Foto: </em><small><a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/" title="Attribution-NonCommercial-NoDerivs License" target="_blank"><img src="http://www.portugalmania.de/wp-content/plugins/photo_dropper/images/cc.png" alt="Creative Commons License" align="absmiddle" border="0" height="16" width="16" /></a></small><em> </em><em><a href="http://www.flickr.com/photos/gustty/304518279/" title="Flickr-Fotoseite" target="_blank">Gustty auf Flickr</a></em></p>
<p style="text-align: center"><em><a href="http://www.flickr.com/photos/gustty/304518279/" title="Flickr-Fotoseite" target="_blank"></a></em></p>
<p>Diese <strong>goldenen Jahre</strong> ließen anscheinend die Feinfühligkeit beim Umgang mit der Küste schwinden. Entlang der Costa da Caparica schossen <strong>endlose Siedlungen mit Hotelbauten</strong> in die Höhe, immer dichter wurden die Bebauungen und immer näher rückten die verschiedensten Einrichtungen <strong>an die Strände heran</strong> &#8211; und das macht nun anfällig gegen die Kräfte des Meeres.</p>
<p>Die Costa da Caparica und die nördlich gelegene Cova do Vapor sind seit Urzeiten dem <strong>Kommen und Gehen der Erosion</strong> ausgesetzt. Während die aus südlicher Richtung anrollenden Meereswellen immer wieder an der Küstenlinie nagen, sorgen die aus der Tejomündung ausgespülten Sedimente wiederum für eine Befestigung des Landes. Beide Kräfte, die der Zerstörung und der Stabilisierung, fanden ihr <strong>Gleichgewicht</strong> &#8211; das aber immer wieder mit Unterbrechungen.</p>
<p>Vor allem Regulierungsarbeiten an der Tejomündung, die in von den 20er bis in die 50er Jahre hinein vorgenommen wurden, zeigten dramatische Auswirkungen: Die <strong>Sedimentzufuhr</strong> zur Cova do Vapor und zur Costa da Caparica nahm rapide ab, was wiederum zu einer <strong>deutlichen Verkleinerung der Strände</strong> führte. Ein Vergleich historischer Aufnahmen, wie sie die beiden Forscher Fernando Veloso Gomes und Francisco Taveira Pinto von der Universität Porto in ihrer <a href="http://databases.eucc-d.de/files/000146_EUROSION_Cova_do_Vapor.pdf" title="Erosion an der Cova do Vapor / Costa da Caparica" target="_blank">aufschlussreichen Untersuchung zur Erosion an den Küsten südlich von Lissabon</a> vornehmen, veranschaulicht das Ausmaß des Landverlustes auf plastische Weise.</p>
<p style="text-align: center"><img src="http://www.portugalmania.de/wp-content/29_03_caparica2.jpg" alt="29_03_caparica2.jpg" /><br />
<em>Die Küstenlinie der Costa da Caparica heute (Quelle: Google Maps) und der Verlauf im Jahr 1870 (gelbe Linie; eigene Darstellung basierend auf Gomes/Pinto: <a href="http://databases.eucc-d.de/files/000146_EUROSION_Cova_do_Vapor.pdf" title="Eurosion Case Study" target="_blank">Eurosion Case Study &#8211; Cova do Vapor, Costa da Caparica</a></em></p>
<p>Nun, wo die Erosion wieder die Oberhand gewinnt, rächt sich der allzu sorglose Umgang mit der Küste, wie er in den letzten Jahrzehnten gepflegt wurde. Und trotz aller Küstenschutzmaßnahmen, trotz aller Verlagerungen von Bars und Campingplätzen: Die <strong>Probleme </strong>dürften in Zukunft <strong>noch größer</strong> werden. Alle gängigen Studien zum Klimaschutz gehen aufgrund der globalen Erwärmung von einem weltweiten Anstieg des Meeresspiegels aus. In Portugal dürften dieser nach <a href="http://www.cru.uea.ac.uk/~mikeh/research/wwf.iberia.pdf" title="Climate Change Scenarios for the Iberian Peninsula" target="_blank">Berechnungen des WWF</a> <strong>bis zu zehn Zentimeter</strong> pro Jahrzehnt betragen. Eine Zahl, die niedrig erscheint &#8211; aber die dennoch gerade für die Costa da Caparica Bedrohungspotenzial aufweist.</p>
<p>Denn die unter Klimaforschern gängige &#8220;<strong>Brun&#8217;sche Regel</strong>&#8221; besagt, dass <strong>mit jedem Meter Anstieg des Meeresspiegels</strong> eine 50 bis 100 Meter breite Küstenlinie verschwindet. Übertragen auf die Costa da Caparica würde dies bedeuten, dass von den heutigen Stränden schon in ein paar Jahrzehnten nicht mehr viel übrig sein könnte. Und noch mehr: Denn die von Erholungssuchende so geliebten <strong>Sandstrände </strong>der Costa da Caparica übernehmen auch eine natürliche Schutzfunktion: Sie schirmen die geologisch nicht allzu stabile aus Anschwemmungen und Fossilien bestehende Felsformation im Hinterland vor weiteren Abtragungen ab.</p>
<p>Was also tun? Noch begnügen sich Stadt- und Regionalverwaltung mit eher <strong>kosmetischen Maßnahmen</strong>. Nötig wäre dagegen eine Anpassung der Küstenschutzprogramme an die <strong>Herausforderungen des Klimaschutzes</strong>. Doch Portugals Umweltminister Nunes Correia beschwichtigt derzeit lieber: &#8220;<strong>Sturmfluten gibt es immer wieder</strong>, wir müssen mit ihnen leben.&#8221; In zehn, zwanzig Jahren könnte er dann ergänzen: Auch mit dem Klimawandel müssen wir leben. Mal sehen, wie dann die Costa da Caparica aussehen wird.</p>
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		<title>Lissabon nach dem Klima-Kollaps: Ein Computerspiel lässt Portugals Hauptstadt in den Meeresfluten versinken</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Nov 2007 14:23:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gilberto</dc:creator>
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Die Klima-Apokalypse rückt näher. Gletscher schmelzen ab. Städte werden überflutet. Und dann? Ein neues Computerspiel malt sich die Welt nach dem Klima-Kollaps aus &#8211; und lässt auf den Trümmern des zerstörten Lissabons eine neue Stadt errichten. Ist Lissabon dem Untergang geweiht?
Der jüngst veröffentlichte Klimaschutz-Report der Vereinten Nationen lässt kaum noch einen Zweifel zu: Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	<!--[CDATA[Der jüngst veröffentlichte Klimaschutz-Report der Vereinten Nationen lässt kaum noch einen Zweifel zu: Die globale Erwärmung ist die größte Herausforderung unserer Zeit. Und die Folgen werden dramatisch sein: Überschwemmungen, Kriege um Ressourcen, Krankheiten. Führt der Klimawandel die Welt am Ende in ihre Zerstörung, in die endgültige Apokalypse? Ausgerechnet ein Computerspiel der...]]--></p>
<p>Die Klima-Apokalypse rückt näher. Gletscher schmelzen ab. Städte werden überflutet. Und dann? Ein neues Computerspiel malt sich die Welt nach dem Klima-Kollaps aus &#8211; und lässt auf den Trümmern des zerstörten Lissabons eine neue Stadt errichten. Ist Lissabon dem Untergang geweiht?<span id="more-15"></span><br />
Der jüngst veröffentlichte <a href="http://www.tagesschau.de/ausland/erderwaermung2.html" target="_blank" title="Dossier der tagesschau über den Klimabericht">Klimaschutz-Report der Vereinten Nationen</a> lässt kaum noch einen Zweifel zu: Die <strong>globale Erwärmung</strong> ist die größte Herausforderung unserer Zeit. Und die Folgen werden <strong>dramatisch</strong> sein: Überschwemmungen, Kriege um Ressourcen, Krankheiten. Führt der Klimawandel die Welt am Ende in ihre Zerstörung, in die <strong>endgültige Apokalypse</strong>? Ausgerechnet ein Computerspiel der Shooter-Klasse malt sich die &#8220;Worst Case&#8221;-Folgen des Klimawandels ganz konkret aus.</p>
<p>Die<strong> düstere Vision</strong>, die dem Spiel &#8220;<a href="http://www.ugovolt.com/" target="_blank" title="Homepage von Ugo Volt">Ugo Volt</a>&#8221; zu Grunde liegt, ist wahrlich schauderhaft: In nicht allzu ferner Zeit werden die meisten Städte dieser Welt wegen der überall abschmelzenden Gletscher überflutet sein. Nur wenige Menschen haben überlebt. Auf den <strong>Trümmern der zerstörten Städte</strong> hat sich eine Diktatur entwickelt, die &#8211; konzernartig &#8211; über geklonte, willenlose &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Cyborg" target="_blank" title="Wikipedia-Erklärung zu Cyborgs">Cyborgs</a>&#8221; verfügt, um neue, klimasichere Städte aufzubauen. Doch bei einem Cyborg mit Namen Ugo Volt läuft etwas schief &#8211; er entdeckt seinen <strong>freien Willen</strong> und bricht aus dem Klon-Sklaventum aus. Und so beginnt Udo Volt im gleichnamigen Spiel eine <strong>Odyssee</strong> in der futuristischen Oberstadt, steigt aber auch in die <strong>Tiefen einer Unterwelt</strong> ein, auf deren Trümmern die neue Stadt errichtet wird.</p>
<p>Und diese versunkene Stadt kommt einem erstaunlich bekannt vor: <strong>Kleine, gelbe Straßenbahnen</strong> liegen hier, herausgerissen aus ihren Gleisen. Häuserfassaden und Straßenlaternen räumen den letzten Zweifel aus: Ugo Volt hat sich in das vom <strong>Klimawandel zerstörte Lissabon</strong> begeben.</p>
<p><img src="http://www.portugalmania.de/wp-content/18_11_ugovolt_0.jpg" alt="Ugo Volt" /><br />
<em>Lissabon nach dem Klima-Kollaps: Screenshot aus &#8220;Ugo Volt&#8221;. Quelle: </em><a href="http://www.ugovolt.com/" target="_blank" title="Ugo Volt"><em>www.ugovolt.com</em></a></p>
<p>Dass ausgerechnet <strong>Lissabon zur Kulisse dieser Klima-Apokalypse</strong> gewählt wurde, ist kein Zufall &#8211; denn &#8220;Ugo Volt&#8221; ist das Produkt der kleinen portugiesischen Softwarefirma &#8220;<a href="http://www.move-interactive.com/" target="_blank" title="Website von Move Interactive">Move Interactive</a>&#8220;, die mit diesem Computerspiel auf ihren<strong> internationalen Durchbruch</strong> hofft. Gründer von &#8220;Move Interactive&#8221; sind die beiden Brüder Roberto Varela und Rogério Silva, zwei junge Portugiesen Mitte zwanzig. Aufgeschreckt von Zeitungsberichten über den Klimawandel stellten sich die beiden Jungs aus Madeira vor gut fünf Jahren eine Frage: Wie sieht die Welt wohl aus, wenn der Klimawandel tatsächlich wie beschrieben eintritt? So malten sie sich das düstere Szenario von Ugo Volt aus, und begannen bald an der Entwicklung des Computerspiels.</p>
<p>Vor zwei Jahren zogen Roberto Varela und Rogério Silva mit ihrer Firma &#8220;Move Interactive&#8221; von Madeira <strong>nach Estoril</strong> bei Lissabon. Hier programmieren derzeit <strong>dreizehn Mitarbeiter</strong> mit Hochdruck an der Fertigstellung von &#8220;Ugo Volt&#8221;. Zwar hat die Firma, die ihr Startkapital von zwei portugiesischen Venture Capital-Firmen erhielt, noch keinen Cent verdient &#8211; aber die <strong>Perspektiven stehen gut</strong>: Gerade hat Move Interactive die Zulassung erhalten, &#8220;Ugo Volt&#8221; weltweit für die Spieleplattform Microsoft Xbox 360 verkaufen zu dürfen. Weitere Versionen für PC und Playstation 3 sind ebenfalls in Planung.</p>
<p>Damit wäre &#8220;Move interactive&#8221; die <strong>erste Firma aus Portugal</strong>, die den Sprung auf den Markt der großen Spielekonsolen schaffen würde. Und ist es da nicht folgerichtig, Lissabon als Kulisse zu verwenden? Nicht unbedingt: &#8220;Lissabon hätte nicht unbedingt im Spiel erscheinen sollen&#8221;, erklärte Roberto Varela in der <a href="http://www.abola.pt/sexta/sexta.aspx" target="_blank" title="Wochenzeitung Sexta">Wochenzeitung Sexta</a>. Im Gegenteil &#8211; er habe sogar eine <strong>mangelnde Akzeptanz</strong> für den Schauplatz auf dem internationalen Markt befürchtet. Doch als &#8220;Move Interactive&#8221; vor drei Jahren erstmals einen Prototyp des Spiels auf internationalen Messen vorstellte, sei das <strong>Feedback &#8220;exzellent&#8221; gewesen</strong>.<strong> </strong>Lissabon hat eben doch hohe Sympathiewerte in der Welt &#8211; sogar in seiner zerstörten Form.</p>
<p>Und, wer weiß &#8211; vielleicht spielt Ugo Volt auch wieder ein wenig mit der<strong> portugiesischen Lust am Untergang</strong>, die in der <a href="http://portugal.germanblogs.de/archive/2007/10/29/saudade--das-portugiesischste-aller-gefuehle-gehoert-zu-den--schoensten-woertern.htm" title="Saudade im Portugal Blog">Saudade</a> ihren schönsten Ausdruck findet. Und wie auch die Saudade immer ein Stückchen Hoffnung bereit hält, ist die Welt auch in Ugo Volt noch nicht verloren. Die Macher von &#8220;Move Interactive&#8221; haben <strong>drei mögliche Auflösungen</strong> in das Spiel hineinprogrammiert. Es liegt nun am Spieler selbst, ob er Ugo Volt in die Freiheit führt &#8211; oder ihn mit Lissabon <strong>in den Fluten des Tejo untergehen</strong> lässt.</p>
<p><em><a href="http://www.ugovolt.com/" target="_blank" title="Offizielle Website zum Spiel">ugovolt.com &#8211; die offizielle Website zu Ugo Volt</a></em></p>
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		<title>Wiesen pflanzen im Ozean: Vor der portugiesischen Küste soll das Seegras wieder zurückkehren</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Jul 2007 20:38:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gilberto</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meer]]></category>
		<category><![CDATA[arrábida]]></category>
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		<description><![CDATA[ 	Seegraswiesen gehörten noch vor wenigen Jahrzehnten zu den typischen Lebensräumen vor Portugals Küste. Bis auf eine Ausnahme sind die Seegraswiesen mittlerweile alle verschwunden. Nun versuchen Biologen und Meeresforscher, vor der Küste von Arrábida, mit großem Aufwand das Seegras wieder anzupflanzen. Und erleben dabei so manch eine Überraschung.
Noch vor ein paar Jahrzehnten gehörten Seegraswiesen zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Seegraswiesen gehörten noch vor wenigen Jahrzehnten zu den typischen Lebensräumen vor Portugals Küste. Bis auf eine Ausnahme sind die Seegraswiesen mittlerweile alle verschwunden. Nun versuchen Biologen und Meeresforscher, vor der Küste von Arrábida, mit großem Aufwand das Seegras wieder anzupflanzen. Und erleben dabei so manch eine Überraschung.<span id="more-68"></span></p>
<p>Noch vor ein paar Jahrzehnten gehörten <strong>Seegraswiesen</strong> zu den natürlichen Lebensräumen vor der portugiesischen Küste: Vor allem an den <strong>Flussmündungen des Tejo, Sado, des Mira und Mondego</strong> breiteten sie sich aus &#8211; und sind heute allesamt verschwunden. Allein im Naturparadies <a href="http://portal.icn.pt/ICNPortal/vPT/Areas+Protegidas/ParquesNaturais/RiaFormosa/" target="_blank" title="Ria Formosa">Ria Formosa</a> an der Algarve sind noch Seegraswiesen vorhanden. Gibt es eine Chance, die Seegraswiesen wieder neu anzulegen? Diesen Versuch unternehmen derzeit Meeresforscher und Biologen den Versuch, im <a href="http://portal.icn.pt/ICNPortal/vPT/Artigos/Files/?res=1280x1024" target="_blank" title="Parque Marinho Professor Luiz Saldanha">Parque Marinho Professor Luiz Saldanha</a> an der Küste von Arrábida bei Sétubal, eine <strong>Wiese im Ozean zu pflanzen</strong>.</p>
<p>Die Seegraswiesen vor den Küsten sind für Fische und andere Meerestiere ein <strong>wichtiger Lebensraum</strong>. In dem wogenden Seegras können sich Fische verbergen, viele Arten laichen hier auch. Auch Muscheln, Krustentiere oder Seepferdchen finden hier eine Heimat. Die Seegraswiesen haben biologisch eine ähnliche Bedeutung wie <strong>Korallenriffe</strong>. Die <strong>Gründe für den Niedergang</strong> der Wiesen in den letzten Jahren waren vielfältig. In der Region Arrábida gehörten wohl vor allem die <strong>illegale Fischerei</strong>, die mit verschiedenen Haken am Meeresboden für Verwüstungen sorgte. Doch auch der Einfluss von <strong>Sport- und Freizeitbooten</strong> ist nicht zu unterschätzen: Die speziellen Anker dieser Jachten fragmentieren praktisch den Meeresboden.</p>
<p>Der Versuch, die einzigartige Lebenswelt der Seegraswiesen künstlich wieder herzustellen, ist mit einigem Aufwand verbunden. So muss das <strong>Seegras erst an Land gezüchtet werden</strong>. Dann wird es, zu Bündeln an Eisenstücken zusammengeschnürt, von Tauchern am Meeresgrund angepflanzt (<a href="http://si-wagner.ualg.pt/ccmar/maree/proj2.php?p2=planting" title="Seegras-Anpflanzen vor Arrábida">interessante Fotos dazu gibt&#8217;s hier</a>). Bis das Seegras wirklich anwächst, können bis zu zwei Jahre vergehen &#8211; wenn es denn überhaupt anwächst. Denn schon jetzt verschwinden immer wieder einmal ganze Abschnitte angepflanzten Grases ohne ersichtlichen Grund, berichtet der Público. Die Forscher vermuten, dass möglicherweise die Erwärmung der Wassertemperatur mit dem unheimlichen Verschwinden in Beziehung steht. Die verwunschenen Seegraswiesen halten wohl noch so manch eine Überraschung für die Wissenschaft bereit.</p>
<p><a href="http://si-wagner.ualg.pt/ccmar/maree/proj2.php?p2=biomares" title="Projekt-Homepage zur Wiederanpflanzung der Seegraswiesen von Arrábida">Projekt-Homepage zur Wiederanpflanzung der Seegraswiesen von Arrábida</a></p>
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