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	<title>portugalmania.de &#187; Porto</title>
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	<description>Das portugiesische Logbuch im Netz :: Portugal Blog</description>
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		<title>Shopping-Center statt Mercado: Ungewisse Zukunft für Portos historischen Bolhão-Markt</title>
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		<pubDate>Sat, 08 Mar 2008 18:41:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gilberto</dc:creator>
				<category><![CDATA[Porto]]></category>
		<category><![CDATA[Handel]]></category>
		<category><![CDATA[Innenstadt]]></category>
		<category><![CDATA[lebensmittel]]></category>
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		<description><![CDATA[ 	Egal, wie hektisch das Treiben in der Stadt auch sein mag &#8211; innerhalb der Mauern des Mercado do Bolhão in Porto geht alles seinen gewohnten Gang. Händler bieten ihre frischen Waren an, Kundinnen prüfen das Angebot mit kritischem Blick &#8211; und für ein Schwätzchen bleibt auch immer ein wenig Zeit. Doch diese Welt des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	<img src="http://www.portugalmania.de/wp-content/08_03_bolhao-small.jpg" alt="08_03_bolhao-small.jpg" align="right" />Egal, wie hektisch das Treiben in der Stadt auch sein mag &#8211; innerhalb der Mauern des <strong>Mercado do Bolhão</strong> in Porto geht alles seinen gewohnten Gang. Händler bieten ihre frischen Waren an, Kundinnen prüfen das Angebot mit kritischem Blick &#8211; und für ein Schwätzchen bleibt auch immer ein wenig Zeit. Doch diese Welt des traditionellen Handels <strong>ist in Gefahr</strong>: Geht es nach dem Willen der Stadtverwaltung, wird aus der einzigartigen Markthalle ein <strong>banales Shopping-Center</strong>.  <span id="more-303"></span></p>
<p>Mitten in Porto steht eine <strong>herrschaftliche Trutzburg des Handels</strong>, ein wahrer Palast der Frische: Der Mercado do Bolhão strahlt mit seiner neo-klassizistischen Fassade schon nach außen hin seine Besonderheit aus. Und in der Tat ist die <strong>Bedeutung des Marktes</strong> nicht zu unterschätzen: Das Gebäude, konzipiert vom Architekten António Correia da Silva, entstand während der Zeit des Ersten Weltkriegs von 1914 bis 1917. Eine Zeit, die auch für Portugal mit politischen Unsicherheiten verbunden war &#8211; und in der der Mercado do Bolhão speziell dazu bestimmt wurde, die <strong>Versorgung der Einwohner </strong>Portos mit Lebensmitteln jederzeit zu sichern.</p>
<p>Heute, in Zeiten der Supermärkte und Mega-Kaufhäuser, sieht die Welt zwar ein wenig anders aus. Und doch ist der Mercado do Bolhão immer noch so etwas wie der &#8220;<strong>Bauch von Porto</strong>&#8221; geblieben. Auf zwei Stockwerken &#8211; im offenen Innenhof und auf den Galerien im Obergeschoss &#8211; bieten Dutzende Händler das Frischeste an, was auf den Feldern rund um Porto geerntet wurde. Dazu noch allerhand anderes: Blumen, Fleisch, Fisch, ja, selbst lebende Tiere werden hier noch gehandelt.</p>
<p>Ein Spaziergang durch den Mercado do Bolhão (<a href="http://static.publico.clix.pt/docs/local/mercadobolhao/index.html" title="Fotogalerie Público - Mercado do Bolhão" target="_blank">wie zum Beispiel in dieser Fotogalerie des Público</a>) ist eine <strong>wahre Reise für die Sinne</strong>: Wer die Augen schließt, hört nur noch das leise Gemurmel der Händler, nimmt die Gerüche der Lebensmittel wahr &#8211; eine von festen Mauern geschützte Welt.</p>
<p style="text-align: center"><img src="http://www.portugalmania.de/wp-content/08_03_bolhao2.jpg" alt="08_03_bolhao2.jpg" /><br />
<em>Alles, was der Bauch begehrt: Der Mercado do Bolhão in Porto. Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/danielelinaro/228581200/in/photostream/" title="Flickr Fotoseite" target="_blank">danielel auf Flickr</a></em></p>
<p>Doch die <strong>Mauern des Bolhão</strong> sind brüchig geworden. Jahrzehntelang hat Porto zu wenig Geld in den historischen Markt gesteckt &#8211; und das hatte Folgen: Ein im Auftrag der Stadtverwaltung erstelltes Gutachten deckte<strong> zahllose Baumängel </strong>im Mercado do Bolhão auf. Risse in den Mauern, veraltete Infrastruktur, zum Teil besteht sogar Einsturzgefahr &#8211; das seit 2006 unter Denkmalschutz stehenden Gebäude muss <strong>dringend renoviert</strong> werden.</p>
<p>Und nun geht&#8217;s los: Stolz präsentierte Portos Bürgermeister Rui Rio Anfang des Jahres den Vertrag mit der holländischen Firma Tramcrone für eine<strong> Total-Renovierung des Bolhão-Marktes</strong>. Und auf dem Papier sehen die Pläne famos aus:  &#8220;Der neue Bolhão wird <strong>modern und funktional </strong>sein, aber auch die alten, emblematischen Strukturen erhalten&#8221;, heißt es von Seiten der Stadtverwaltung. Tramcrone wird rund <strong>50 Millionen Euro</strong> in die Sanierung stecken &#8211; später wird die Stadtverwaltung mit dem Markt dann also &#8220;<strong>Geld verdienen</strong> statt welches auszugeben&#8221;, wie Rui Rio sich selbst bereits für diese Großtat beglückwünschte. Bei baldigem Baubeginn könnte der frisch renovierte Mercado do Bolhão schon zu <strong>Weihnachten 2009</strong> seine Tore öffnen.</p>
<p>Die Besucher würden sich aber gehörig die Augen reiben, was dann aus dem historischen Mercado do Bolhão geworden ist: Ein <strong>stinknormales Shopping-Center</strong>. Denn genau das sind die Pläne, die Stadt und Investor mit dem Mercado do Bolhão haben. Folgt man den ersten Zeichnungen wird der Innenbereich komplett entkernt &#8211; und durch die übliche Center-Einrichtung aus Glas, Metall und bunten Fußböden ersetzt.</p>
<p>&#8220;Anker-Geschäfte&#8221; wie zum Beispiel ein <strong>großer Supermarkt</strong> werden den Mercado do Bolhão künftig beherrschen, eine <strong>Reihe von Restaurants</strong> (womöglich sogar mit einem McDonalds?) das Atrium bevölkern. Bei so viel Druck des Kapitals müssen die traditionellen Markthändler  in den zweiten Stock weichen &#8211; unter offenem Dach, mit separatem Eingang scheinen sie eher nur noch geduldet als die eigentlichen Herren im Haus zu sein.</p>
<p style="text-align: center"><img src="http://www.portugalmania.de/wp-content/08_03_bolhao-plaene.jpg" alt="08_03_bolhao-plaene.jpg" /><br />
<em>Ein Markt, der zum Center wurde: Die Pläne für den Mercado do Bolhão. Zeichnung: <a href="http://jpn.icicom.up.pt/2008/01/21/promotora_diz_que_demolicao_do_interior_do_bolhao_e_uma_inevitabilidade.html" title="JPN" target="_blank">Jornalismo Porto Net </a></em></p>
<p>Heute, selbst in seinem derangierten Zustand, strahlt der Mercado noch die alte Bedeutung aus. Als Einkaufszentrum würde seine lange Historie jedoch nur noch zur<strong> schmückenden Außenmauer</strong> dienen. Markthändler und viele Einwohner Portos sind deshalb entsetzt, wie mit dem Bolhão umgegangen wird. Und obwohl die Verträge für den Umbau längst unterschrieben sind, regt sich nun massiver Protest in der Bevölkerung.</p>
<p>Bürgerinitiativen demonstrieren gemeinsam mit den traditionellen Händlern für eine<strong> Renovierung des Bolhão</strong> &#8211; aber gegen eine <strong>Banalisierung des Ortes</strong> zum Shopping-Center. Der Protest trägt sogar bis nach Lissabon: Dort wurden dem Nationalparlament Ende Februar <strong>rund 50.000 Unterschriften</strong> gegen den Umbau der Markthalle übergeben. Auch im Internet regt sich der Widerstand: Vor allem der von drei Studenten gestartete <a href="http://manifestobolhao.blogspot.com/" title="Manifesto Bolhão" target="_blank">Blog Manifesto Bolhão</a> informiert regelmäßig über anstehende Aktionen zur Erhaltung des Mercado do Bolhão.</p>
<p>Der geplante Umbau ist schließlich auch nicht ohne Alternative. Bereits Ende der 90er Jahre entwickelte der Architekt <a href="http://www.joaquimmassena.com/" title="Joaquim Massena" target="_blank">Joaquim Massena</a> Pläne für eine <strong>sanftere Renovierung</strong> des Marktes. Dieser Vorschlag wurde sogar von der Stadtverwaltung beschlossen, doch der später an die Macht gekommene Bürgermeister Rui Rio kippte die Vorhaben dann wieder zugunsten der neuen Center-Pläne. Die Kosten des Massena-Projekts wurden damals mit umgerechnet <strong>rund 13 Millionen Euro</strong> (2.500.000.000 Escudos) beziffert &#8211; <strong>deutlich günstiger also</strong> als die Kosten für den nun anvisierten Groß-Umbau. Der Nachteil hier: Dieses Geld hätte dann die Stadt Porto selbst aufbringen müssen, während nun der private Investor die Kosten übernimmt. Nun gibt die Stadt aber die Hoheit über das Grundstück <strong>für 50 Jahre</strong> vertraglich an Tramcrone ab, erhält dafür regelmäßige Gewinnbeteiligungen aus den Mieteinnahmen.</p>
<p>Manchmal zahlt man eben auch für scheinbar gewinnbringende Geschenke von reichen Investoren einen hohen Preis.</p>
<p><a href="http://www.petitiononline.com/ptratt/petition.html" title="Petition gegen den Umbau des Mercado do Bolhão" target="_blank"><em>Unterschriftenliste gegen die Umbaupläne des Mercado do Bolhão im Internet bei Petition Online</em></a></p>
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		<title>Museu Serralves: Der komplette Bestand jetzt online abrufbar</title>
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		<pubDate>Thu, 20 Dec 2007 18:41:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gilberto</dc:creator>
				<category><![CDATA[Museen]]></category>
		<category><![CDATA[Porto]]></category>
		<category><![CDATA[kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Museu Serralves]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	Das Museu Serralves in Porto, spezialisiert auf zeitgenössische Kunst seit 1968, erlaubt nun auch virtuelle Besuche: Seit heute stehen 3.300 Werke aus dem Fundus in einem Internetkatalog zur Recherche bereit. Und ganz nebenbei zeigt das Museum so auch einem ungeliebten Konkurrenten aus Lissabon, wer die wahre Nummer Eins im Lande ist. 
Ein Jahr lang [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Das Museu Serralves in Porto, spezialisiert auf zeitgenössische Kunst seit 1968, erlaubt nun auch virtuelle Besuche: Seit heute stehen 3.300 Werke aus dem Fundus in einem Internetkatalog zur Recherche bereit. Und ganz nebenbei zeigt das Museum so auch einem ungeliebten Konkurrenten aus Lissabon, wer die wahre Nummer Eins im Lande ist. <span id="more-200"></span></p>
<p>Ein Jahr lang liefen im <strong>Museu Serralves </strong>die Scanner und Digitalkameras auf Hochtouren &#8211; doch jetzt ist&#8217;s geschafft. <strong>Seit heute</strong> steht nahezu der <strong>gesamte Bestand</strong> des Museums in Porto in einem <strong>Internetkatalog</strong> bereit. Rund 3.300 Werke zeitgenössischer Kunst lassen sich nun unter <a href="http://www.serralves.com/gca/?id=65" title="Museu Serralves" target="_blank">dieser Adresse</a> recherchieren. Gut vertreten sind übrigens auch <strong>deutsche Künstler</strong> &#8211; darunter Jörg Immendorf, A.R. Penck oder Georg Baselitz.</p>
<p>Mit dem neuen Internetkatalog &#8211; die Digitalisierung hat laut <a href="http://dn.sapo.pt/2007/12/20/artes/fundacao_serralves_coloca_internet_t.html" title="Diário de Notícias" target="_blank">Diário de Notícias</a> immerhin 192.000 Euro verschlungen &#8211; schickt sich das Museu Serralves an, auch im Internet <strong>Besuchermagnet Nummer Eins</strong> unter den portugiesischen Museen zu werden. Im wirklichen Leben ist es das 1999 in Porto eröffnete Kunsthaus schon.</p>
<p style="text-align: center"><a href="http://www.serralves.com/gca/?id=65" title="Museu Serralves" target="_blank"><img src="http://www.portugalmania.de/wp-content/20_12_serralves1.jpg" alt="20_12_serralves1.jpg" border="0" /></a></p>
<p align="center"><em>Alles drin: Hier zum Beispiel die Immendorf-Werke im Katalog des Museu Serralves</em></p>
<p><strong>350.000 Besucher strömen pro Jahr</strong> in die auch europaweit beachteten Ausstellungen des Museu Serralves &#8211; derzeit sorgt vor allem eine Ausstellung des amerikanischen Künstlers <strong>Robert Rauschenberg</strong> für Furore. Umso irritierter reagierte man wohl in Porto, als in Lissabon vor einigen Monaten mit der <a href="http://www.museuberardo.com/" title="Museu Berardo" target="_blank">Colecção Berardo</a> ebenfalls ein Museum für zeitgenössische Kunst eingerichtet wurde. Und vor allem die Rede von Portugals Ministerpräsident José Socrates zur Eröffnung des Berardo-Museums im Juni sorgte bei den stolzen Kunstfreunden von Porto für Stirnrunzeln. Socrates sagte damals, bislang hätten die Routen der zeitgenössischen Kunst in Madrid geendet: &#8220;Nun aber beginnen sie hier&#8221; &#8211; also in Lissabon. Hatte er bis dahin nichts von dem bereits seit acht Jahren erfolgreich arbeitenden Serralves in Porto gehört?</p>
<p>Heute holte António Gomes de Pinto, Präsident der Fundação Serralves, <a href="http://www.portugaldiario.iol.pt/noticia.php?id=895170&amp;div_id=291#" title="Meldung im Portugal Diário" target="_blank">denn auch zum Gegenschlag aus</a>: Er werte die Äußerungen von Socrates <strong>eher als eine &#8220;Höflichkeit&#8221;</strong>, die man zur Eröffnung eines Museums so sage. Seine Institution, so Gomes de Pinto, lasse sich jedoch <strong>nicht mit &#8220;geschmeichelten Referenzen&#8221; vergleichen</strong>. Die Sammlung von Serralves sei &#8220;die einzige&#8221;, die nach museologischen Gesichtspunkten zusammen gestellt wurde. Die Colecção Berardo ist hingegen nur die Privatsammlung eines kunstbegeisterten Unternehmers. Kurz: &#8220;<strong>Serralves ist wichtiger als Berardo</strong>&#8220;.</p>
<p>Von der Wichtigkeit des Museums kann man sich jetzt, wie gesagt, im Internet selbst informieren: Unter <a href="http://www.serralves.com/gca/?id=65" title="Fundação Serralves" target="_blank">www.serralves.pt</a></p>
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		<title>Der größte Weihnachtsbaum Europas steht in Porto. Und in Bukarest. Und vielleicht auch in Dortmund?</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Nov 2007 16:46:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gilberto</dc:creator>
				<category><![CDATA[Porto]]></category>
		<category><![CDATA[Óbidos]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachtsbaum]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	Gleich mehrere Städte Europas reklamieren für sich das Privileg, den &#8220;größten Weihnachtsbaum&#8221; des Kontinents zu beherbergen. Porto geht mit einem besonders seltsamen Exemplar ins Rennen: Ist das als höchster Weihnachtsbaum Europas gepriesene Monstrum nachher nur die mühsam getarnte Litfaßsäule einer Großbank? 
Weihnachten hat dieses Jahr in Porto früher als anderswo begonnen. Schon lange vor [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Gleich mehrere Städte Europas reklamieren für sich das Privileg, den &#8220;größten Weihnachtsbaum&#8221; des Kontinents zu beherbergen. Porto geht mit einem besonders seltsamen Exemplar ins Rennen: Ist das als höchster Weihnachtsbaum Europas gepriesene Monstrum nachher nur die mühsam getarnte Litfaßsäule einer Großbank? <span id="more-154"></span></p>
<p>Weihnachten hat dieses Jahr in Porto <strong>früher als anderswo</strong> begonnen. Schon lange vor dem ersten Advent, seit dem 17. November, erstrahlt auf der zentralen Avenida dos Aliados der angeblich &#8220;<strong>größte Weihnachtsbaum Europas</strong>&#8220;. Jeden Abend, mit Einbruch der Dunkelheit, fangen<strong> Tausende von Glühbirnen und LED-Leuchten</strong> an zu flackern &#8211; Kerzenmotive, Sternchen und anderer weihnachtlicher Schnickschack erhellen die sonst so verwaiste Innenstadt von Porto.</p>
<p>Beeindruckende 76 Meter hoch ist dieser &#8220;Baum&#8221; &#8211; der allerdings noch nie einen Wald gesehen hat, geschweige denn aus Holz bestet. Der &#8220;größte Weihnachtsbaum Europas&#8221;, mit dem die Stadt Porto nicht müde wird zu werben, ist ein <strong>riesiges Metallgerippe</strong>, ganze 280 Tonnen schwer. <strong>28 Kilometer an Lichterketten</strong> wurden um den Baum geschlungen, dazu rund 15.000 Glühbirnen angesetzt. Mehrere Wochen dauerten die Aufbauarbeiten, insgesamt waren über 350 Menschen an Vorbereitungen und Montage beteiligt.</p>
<p style="text-align: center"><img src="http://www.portugalmania.de/wp-content/26_11_arvorenatal.jpg" alt="Eröffnungsfeier für den Weihnachtsbaum in Porto" /><br />
<em>Die Eröffnungsfeier für den größten Weihnachtsbaum Europas in Porto am 17. November. Quelle: <a href="http://www.millenniumbcp.pt/" title="Millennium BCP" target="_blank">Banco Millennium BCP</a></em></p>
<p>Ein Mega-Projekt also, und alles nur für Weihnachten? Nicht ganz. Die Stadt Porto verfolgt mit dem Baum ganz profane Ziele: Endlich wieder <strong>mehr Menschen</strong> in die von den Shopping-Centern der Peripherie stark gebeutelte Innenstadt zu locken. Eine Idee, die aufgehen könnte: In den letzten drei Jahren stand der größte Weihnachtsbaum Europas an verschiedenen Stellen in Lissabon und zog <strong>bis zu 800.000 Schaulustige</strong> an.</p>
<p>Und hier kommt auch wieder die alte Rivalität der beiden Großstädte Portugals ins Spiel: <strong>Was Lissabon hat, muss natürlich auch Porto haben</strong> &#8211; im Zweifel dann gerne noch etwas größer und auffallender. So dürfte es kein Zufall sein, dass der Weihnachtsbaum in Porto <strong>exakt ein Meter höher ist</strong> als voriges Jahr in Lissabon.Rui Rio, Bürgermeister von Porto, hat zwar <a href="http://videos.sapo.pt/wvFnRyYm6wZ4lSFkuPCa" target="_blank">in einem Fernsehinterview bestritten</a>, dass er Lissabon den Baum &#8220;weggeschnappt&#8221; hätte &#8211; klammheimlich freuen dürfte es ihn doch.</p>
<p>Der <strong>eigentliche Gewinner</strong> im Weihnachtsbaum-Wettlauf ist jedoch ein ganz anderer. Denn was ist dieser Baum schon anderes als ein <strong>tagsüber eher unansehnliches Metallgerippe</strong>, das nachts mit Unmengen &#8211; neuerdings immerhin ökologischem &#8211; Strom versorgt werden muss? Wie Alexandermanns Blog <a href="http://alexandermannsblog.blogspot.com/2005/10/portugal-im-rekordefieber.html" target="_blank">bereits vor zwei Jahren herausfand</a>, wurde das Prunkstück sogar aus<strong> zweiter Hand in Brasilien erworben</strong>, wo man mit seinen künstlichen Weihnachtsbäumen längst neue Höhen erreichen wollte.</p>
<p>Doch der Weihnachtsbaum ist eben auch ein<strong> wunderbarer Werbeträger &#8211; </strong>für die portugiesische Großbank Millennium BCP. Die bezahlt die gesamten Kosten für dieses Monstrum &#8211; und darf ihn deshalb auch ganz offiziell &#8220;Árvore Millennium BCP&#8221; nennen &#8211; Baum Millennium BCP. Nur folgerichtig, dass diese <strong>76 Meter hohe Litfaßsäule am besten Standort</strong> auch perfekt fürs hauseigene Marketing eingespannt wird: Mit einer <a href="http://arvoremillenniumbcp.sapo.pt/" title="Árvore Millennium BCP" target="_blank">eigenen Website zum Baum</a>, großem Fotowettbewerb und, ach ja, natürlich auch einer <strong>karitativen Sammelaktion</strong>. Das Ganze funktionierte in Portugal wohl so gut, dass Millennium BCP nun noch eine Kopie des &#8220;größten Weihnachtsbaums Europas&#8221; bei seinen osteuropäischen Tochtergesellschaften auf Reisen schickt: Letztes Jahr wurde Warschau mit dem Millennium-Baum beglückt, dieses Jahr darf sich <strong>Bukarest </strong>über diese Attraktion freuen.</p>
<p>Dadurch wird der Titel des &#8220;größten Weihnachtsbaums Europas&#8221; <strong>längst nicht mehr so exklusiv</strong>, wie er zunächst erscheint. Denn wenn nun schon zwei Städte über so ein Ungetüm verfügen, ist die Konkurrenz nicht weit. So reklamiert auch Dortmund, <a href="http://www.weihnachtsmarkt-dortmund.de/weihnachtsbaum.html" target="_blank">den größten Weihnachtsbaum Europas zu besitzen</a>: Der ist zwar nur <strong>45 Meter hoch</strong>, dafür aber vollständig aus echten Fichten zusammengesetzt.</p>
<p><img src="http://www.portugalmania.de/wp-content/26_11_obidos.jpg" alt="Vila Natal Óbidos" align="right" border="0" hspace="5" />Bei aller Kritik: Wie auch schon zuvor in Lissabon scheint der Millennium BCP-Baum auch in Porto <strong>gut anzukommen</strong>. Und das konnte wiederum die Konkurrenten von Millennium nicht kalt lassen. So holte letztes Jahr die Banco Espirito Santo zu  <strong>einem Gegenschlag aus</strong>: Sie machte <strong>eine ganze Stadt</strong> zum größten Weihnachts-Themenpark Europas &#8211; nämlich Óbidos nahe Lissabon.</p>
<p>Die wunderhübsche Altstadt von Óbidos wird bei diesem Spektakel, <a href="http://www.obidosvilanatal.pt" title="Óbidos - Vila Natal" target="_blank">das auch in diesem Jahr wieder stattfinden wird</a>, in ein <strong>Weihnachts-Disneyland</strong> umgewandelt: Mit künstlichem Eis, Rentieren und vielen &#8220;Überraschungen&#8221;, wie die Werbung verspricht. Schon die Vorstellung dieser zuckerwattensüßen Belagerung von Óbidos ist schauderhaft &#8211; und man findet den riesigen Weihnachtsbaum von Porto<strong> fast schon wieder niedlich </strong>dagegen.</p>
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		<title>GoLisbon.com geht jetzt auch nach Porto</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Nov 2007 20:03:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gilberto</dc:creator>
				<category><![CDATA[Amigos]]></category>
		<category><![CDATA[Porto]]></category>
		<category><![CDATA[reiseführer]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	Linktipp. Der Online-Reiseführer golisbon.com  bekommt Zuwachs: Mit einem Ableger für Porto. 
Hotels, Restaurants, Sehenswürdigkeiten &#8211; die englischsprachige Internetseite golisbon.com gehört sicher zu den besten und umfangreichsten Informationsangeboten für Lissabon-Touristen im Netz. Liebevoll gepflegt vom Neu-Lissaboner Mario Fernandes (er ist 2001 aus New York in die Stadt gekommen) und einem Kompagnon lässt golisbon.com kaum eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	<font color="#003366">Linktipp.</font> Der Online-Reiseführer golisbon.com  bekommt Zuwachs: Mit einem Ableger für Porto. <span id="more-143"></span></p>
<p>Hotels, Restaurants, Sehenswürdigkeiten &#8211; die englischsprachige Internetseite <a target="_blank" href="http://www.golisbon.com" title="Go Lisbon">golisbon.com</a> gehört sicher zu den besten und umfangreichsten Informationsangeboten für Lissabon-Touristen im Netz. Liebevoll gepflegt vom Neu-Lissaboner Mario Fernandes (er ist 2001 aus New York in die Stadt gekommen) und einem Kompagnon lässt golisbon.com kaum eine Frage offen: Wo gibt es gute Restaurants und Cafés? Welche Sehenswürdigkeiten sollten nicht verpasst werden?</p>
<p>Und nun bekommt golisbon.com noch einen Ableger &#8211; <a target="_blank" href="http://www.gooporto.com" title="Go O Porto">www.gooporto.com</a>, ein <strong>Touristenführer für Porto</strong>: Noch etwas kleiner als die Seite für Lissabon, aber dennoch schon gut gefüllt mit Tipps und Hinweisen.</p>
<p><a rel="attachment wp-att-144" href="http://www.portugalmania.de/land-leute/porto/2007/golisboncom-geht-jetzt-auch-nach-porto/go-o-porto/" title="Go O Porto"></a><a rel="attachment wp-att-144" target="_blank" href="http://www.portugalmania.de/land-leute/porto/2007/golisboncom-geht-jetzt-auch-nach-porto/go-o-porto/"></p>
<p style="text-align: center"><img border="0" src="http://www.portugalmania.de/wp-content/23_11_gooporto.jpg" alt="Go O Porto" /></p>
<p></a>Zwar ist Porto noch weit davon entfernt, die Touristenzahl der ewigen Rivalin Lissabon zu erreichen &#8211; und doch glänzt Porto in den letzten Jahren <strong>mit hohen Wachstumszahlen beim Fremdenverkehr</strong>. Aus gutem Grund: Denn oft ist Porto die Dynamischere, die Ehrgeizigere der beiden großen Städte Portugals. Zu sehen und <strong>zu erleben gibt es also genug in Porto</strong> &#8211; und was genau, das kann man nun auch auf gooporto.com nachlesen.</p>
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		<title>Rückkehr der Veteranen: Porto holt seine alten Straßenbahnen wieder aus dem Depot</title>
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		<pubDate>Sat, 15 Sep 2007 18:55:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gilberto</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ 	Die alten, rumpelnden Straßenbahnen machten Portugals Hauptstadt Lissabon weltberühmt. Nun will der ewige Rivale Porto ebenfalls vom Charme der alten Trams profitieren: Ab dem 21. September werden auch hier wieder die alten Straßenbahnen durch die Innenstadt fahren &#8211; und das auf nagelneuen Gleisen.
Lissabon ist weltberühmt für seine kleinen, gelben Straßenbahnen, die auch heute noch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Die alten, rumpelnden Straßenbahnen machten Portugals Hauptstadt Lissabon weltberühmt. Nun will der ewige Rivale Porto ebenfalls vom Charme der alten Trams profitieren: Ab dem 21. September werden auch hier wieder die alten Straßenbahnen durch die Innenstadt fahren &#8211; und das auf nagelneuen Gleisen.<span id="more-40"></span></p>
<p>Lissabon ist weltberühmt für seine <strong>kleinen, gelben Straßenbahnen</strong>, die auch heute noch in Wagen aus den 30er Jahren durch die engen Gassen der Altstadt rumpeln. Was aber kaum jemand weiß: <strong>Auch in Porto</strong> gehörten diese Bahnen lange zum typischen Stadtbild &#8211; und das sogar früher als in der Hauptstadt. Konnte Porto <strong>bereits 1895</strong> die Jungfernfahrt seiner ersten elektrischen Straßenbahn feiern, dauerte es beim ewigen Erzrivalen Lissabon <strong>noch sechs Jahre</strong> bis zur Eröffnung der ersten Linie vom Cais do Sodré nach Algés (die heutige Linie 15, die auch nach Belém führt).</p>
<p>Mit einer <strong>Streckenlänge von 82 Kilometern</strong> erlebte das Straßenbahnnetz von Porto im Jahr 1950 seinen Höhepunkt. Ein Jahrzehnt später, in den 60er Jahren, setzte dann aber der Niedergang ein: Das stets fortschrittsverliebte Porto setzte ganz auf <strong>Busse statt Bahnen</strong> &#8211; während das wie so oft trägere Lissabon seine alten <em>Electricos</em> weiterfahren ließ. Zuletzt verkehrten in Porto nur noch zwei unbedeutende, schwach frequentierte Straßenbahnlinien auf kurzen Strecken.</p>
<p>Doch immerhin: Im <a href="http://museu-carro-electrico.stcp.pt/" target="_blank" title="Museu do Carro Eléctrico, Porto">Straßenbahn-Museum</a> von Porto hob man viele der alten Wagen auf  &#8211; was sich nun als Vorteil erweist. Denn nach langer Vorarbeit holt Porto seine <strong>alte Straßenbahn wieder zurück in die Stadt</strong>. Voraussichtlich am 21. September wird Bürgermeister Rui Rio die neue Linie eröffnen, die von der Unterstadt Baixa direkt ins quirlige Geschäftszentrum Santa Catarina führen wird.</p>
<p style="text-align: center"><img src="http://www.portugalmania.de/wp-content/electrico-porto.jpg" alt="electrico-porto.jpg" /><br />
<em>Startklar für die neue Tram: Die Straßenbahngleise in Portos Innenstadt sind gelegt. Foto: </em><a href="http://www.cm-porto.pt/gen.pl?p=stories&amp;op=view&amp;fokey=cmp.stories/7462" target="_blank" title="Câmara Municipal Porto"><em>Câmara Municipal Porto</em></a></p>
<p style="text-align: center" align="left">&nbsp;</p>
<p>Die <strong>neuen Gleise für die Straßenbahn</strong> wurden im Rahmen der umfassenden Altstadtsanierung von Porto gelegt. Und obwohl auf der neuen Strecke auch moderne Straßenbahnen fahren könnten, entschied sich die Stadt für eine andere Variante: Die <strong>Reaktivierung von sechs alten Wagen</strong> aus den Jahren 1920, 1930 und 1940, die bislang im Museum auf bessere Zeiten warteten. Die alten Bahnen, optisch vergleichbar mit denen in Lissabon, seien allesamt rundum erneuert und technisch auf neuerem Stand gebracht worden; so versichert es zumindest Portos Bus- und Tramgesellschaft STCP.</p>
<p>So charmant die alten Wagen sein mögen &#8211; ihr Einsatz ist wohl kalkuliert, denn die neue Linie richtet sich <strong>vor allem an Touristen</strong>. Bei den kleinen Wagen und einem dünnen Takt von nur 30 Minuten dürfte kaum ein Portuenser die alte neue Tram als Alltags-Verkehrsmittel nutzen wollen. Doch auch hier ist eine Verbesserung in Sicht: Eine <strong>Verlängerung der neuen Tramstrecke</strong> ist schon geplant &#8211; und dann könnte auch der Einsatz moderner und schneller Straßenbahnen kommen.</p>
<p>Jetzt freut sich Porto aber erst einmal über die <strong>Rückkehr einer alten Bekannten</strong> in seiner Innenstadt.</p>
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		<title>Die Formel 1 der Lüfte versetzt ganz Porto in Höhenrausch</title>
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		<pubDate>Sun, 02 Sep 2007 17:37:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gilberto</dc:creator>
				<category><![CDATA[Porto]]></category>
		<category><![CDATA[Douro]]></category>
		<category><![CDATA[red bull air race]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	Mega-Spektakel in Porto: Die tollkühnen Flieger des &#8220;Red Bull Air Race&#8221; rasten am Samstag in einem Slalom-Parcours über den Douro um die Wette. Fast ganz Porto war auf den Beinen, um bei der &#8220;Formel 1 der Lüfte&#8221; dabei zu sein. Und so manch ein Anwohner verwandelte seinen Balkon für ein paar Euro Eintrittsgeld in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Mega-Spektakel in Porto: Die tollkühnen Flieger des &#8220;Red Bull Air Race&#8221; rasten am Samstag in einem Slalom-Parcours über den Douro um die Wette. Fast ganz Porto war auf den Beinen, um bei der &#8220;Formel 1 der Lüfte&#8221; dabei zu sein. Und so manch ein Anwohner verwandelte seinen Balkon für ein paar Euro Eintrittsgeld in exklusive Logenplätze. 				<span id="more-46"></span></p>
<p align="left"><strong>Ausnahmezustand in Porto</strong>, der zweitgrößten Stadt Portugals: Mehr als <strong>600.000 Menschen</strong> kamen am gestrigen Samstag, um das &#8220;<a href="http://www.redbullairrace.com/" target="_blank" title="Red Bull Air Race (offizielle Homepage)">Red Bull Air Race</a>&#8221; zu verfolgen. Das Wettfliegen kleiner, einmotoriger Sportflugzeuge machte zum<strong> ersten Mal in Portugal Station</strong> &#8211; und erntete gleich bei der Premiere die <strong>uneingeschränkte Begeisterung</strong> der Portuenser.</p>
<p>Die Wettkampfstrecke erstreckte sich <strong>entlang des Douro</strong> zwischen dem Viadukt von Massarelos und der Brücke Dom Luis I. Aufblasbare Torpfosten auf dem Wasser gaben den Piloten den Slalom-Parcours vor. Nach Angaben des Veranstalters war die <strong>Flugstrecke in Porto die schnellste</strong> im diesjährigen Gesamtwettbewerb, der an insgesamt zehn Orten weltweit ausgetragen wird. Die Piloten selbst waren sich laut <em><a href="http://expresso.clix.pt/Dossies/Interior.aspx?content_id=414613&amp;name=Red%20Bull%20Air%20Race%20no%20Porto" target="_blank" title="Expresso-Artikel: Strecke in Porto zu langweilig? (Portugiesisch)">Expresso</a></em> uneins über die Qualität der Strecke: Einige mochten die sehr kurze, geradlinige Führung über dem Douro, andere hätten lieber noch ein paar mehr Kurven gesehen.</p>
<p style="text-align: center"><img src="http://www.portugalmania.de/wp-content/redbull-airrace.jpg" alt="redbull-airrace.jpg" /></p>
<p style="text-align: center"><em>Die Streckenführung des Red Bull Air Race in Porto. Quelle: Red Bull Air Race / Google Earth</em></p>
<p align="left">Wie auch immer: Die 600.000 Schaulustigen genossen das <strong>rasante Spektakel</strong>, das ihnen die dreizehn startenden Piloten boten. In Sekundenschnelle schossen die kleinen Flugzeuge <strong>nur wenige Meter über dem Wasserspiegel</strong> zwischen den Markierungen entlang, um dann kurz vor der Brücke Dom Luis I. in einem <strong>waghalsigen Steilflug</strong> die Wende und den Rückflug einzuläuten. Überraschungssieger beim Air Race in Porto war der Brite Stephen Jones, der den vier Kilometer langen Parcours in einer Zeit von 70 Sekunden meisterte &#8211; und Geschwindigkeiten bis zu 400 Stundenkilometer aufbrachte.</p>
<p align="center">[youtube:http://www.youtube.com/watch?v=voJU4IJJ_Y0]</p>
<p align="left">&nbsp;</p>
<p align="left">Kaum weniger spektakulär als das Rennen selbst waren die <strong>Szenen am Ufer des Douro</strong>, an dem sich die Zuschauer drängten. Überall versuchten Menschen, einen möglichst unverstellten Blick auf das Rennen zu ergattern: Sie kletterten auf Bäume, Mauern und Autodächer. Die Balkons der umliegenden Häuser waren allesamt gut besetzt. Glücklich war, wer eine <strong>Terrasse am Ufer des Douro</strong> besitzt: Viele Menschen bezahlten an die 30 Euro, um sich hier einen besseren Platz zu beschaffen. Und auch die Restaurant- und Cafébesitzer in der Nähe des Douros machten ihr Geschäft: Viele verlangten schon eine Eintrittsgebühr für besonders gute Aussichtsplätze. Portugals Presse berichtet sogar von <strong>Preisen um die 100 Euro für ein Mittagessen</strong>.</p>
<p align="left">Trotz Enge und Preistreiberei: Die Zuschauer ließen sich die Laune nicht verderben. Die meisten brachten ihr <strong>Picknick</strong> ohnehin selbst mit &#8211; und nutzen die willkommene Gelegenheit, so kurz nach den Ferien noch einmal <strong>einen schönen Ausflugstag</strong> mit Freunden und Familie zu verbringen. Und auch die <strong>Polizei war hochzufrieden</strong>: Sie verzeichnete keine nennenswerten Zwischenfälle. Die meiste Arbeit bereitete es den Aufsehern, den Zugang zum Fluss zu beschränken: Bei zu großem Gedränge hätten Besucher in den Douro stürzen können.</p>
<p align="left">Engpässe gab es lediglich bei der <strong>Eisenbahngesellschaft CP</strong>, die es nur unter größten Mühen schaffte, alle Air Race-Besucher aus dem Umland in die Stadt zu befördern &#8211; trotz des Einsatzes von mehr als 40 Sonderzügen. Doch man kann ja noch lernen: Auch <strong>2008 und 2009 wird Porto Austragungsort</strong> des &#8220;Red Bull Air Race&#8221; sein. Und dann könnte die Begeisterung noch größere Ausmaße annehmen: Denn spätestens 2009 könnte mit Luís Garção, im Hauptberuf Pilot der nationalen Fluggesellschaft TAP, auch ein Portugiese am &#8220;Red Bull Air Race&#8221; teilnehmen &#8211; der Jubel von Hunderttausenden wäre ihm sicher.</p>
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