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	<title>portugalmania.de &#187; Douro</title>
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	<description>Das portugiesische Logbuch im Netz :: Portugal Blog</description>
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		<title>Die Bibliothek der Unruhe: In Lissabon treffen Borges und Pessoa endlich zusammen</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Jan 2009 16:48:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gilberto</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ 	Warum führen die Lissaboner Stadtspaziergänge von Literatur-Nobelpreisträger José Saramago neuerdings in den eher unspektakulär daherkommenden Park &#8220;Arco do Cego&#8221;, mitten im Banken- und Geschäftsviertel der Avenidas Novas gelegen? Eine neue Statue zu Ehren des argentinischen Schriftstellers Jorge Luís Borges ist es, die das Interesse Saramagos weckt. Hier, auf dem Gelände eines ehemaligen Busbahnhofs, kann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Warum führen die Lissaboner Stadtspaziergänge von Literatur-Nobelpreisträger <strong>José Saramago</strong> neuerdings in den eher unspektakulär daherkommenden Park &#8220;Arco do Cego&#8221;, mitten im Banken- und Geschäftsviertel der Avenidas Novas gelegen? Eine <strong>neue Statue</strong> zu Ehren des argentinischen Schriftstellers<strong> Jorge Luís Borges</strong> ist es, die das Interesse Saramagos weckt. Hier, auf dem Gelände eines ehemaligen Busbahnhofs, kann den realen und virtuellen Spuren Portugals im Werk von Borges nachgespürt werden.</p>
<p><span id="more-506"></span></p>
<p>Eine<strong> Wolke</strong> als Sinnbild für grenzenlos umherschweifende Phantasie. Eine <strong>Hand </strong>als Zeichen für die Schaffenskraft des Künstlers. Mit <a title="Bild des Denkmals " href="http://anossalisboa.cm-lisboa.pt/index.php?id=1885&amp;tx_ttnews[tt_news]=2269" target="_blank">diesen zwei Symbolen</a> fängt der aus Buenos Aires stammende und heute in Italien lebende Bildhauer <a href="http://www.federicobrook.com" target="_blank">Federico Brook</a> das Lebenswerk des argentinischen Schriftstellers <strong>Jorge Luís Borges</strong> in Granit und Marmor ein.</p>
<p>So <strong>geheimnisvoll und vieldeutig </strong>wie die literarischen Arbeiten von Borges kommt die Statue daher, die Anfang Dezember im <a title="Jardim Arco do Cego, Lissabon" href="http://jardinsdigitais.cm-lisboa.pt/index.php?id=1158" target="_blank">Lissaboner Park &#8220;Arco do Cego&#8221;</a> offiziell enthüllt wurde &#8211; und etwas <strong>verloren</strong> steht dieses Denkmal auf der großen, mit Palmen umsäumten Grünfläche, die noch vor <strong>wenigen Jahren ein Busbahnhof</strong> gewesen war.</p>
<p><code><br />
<iframe width="425" height="350" frameborder="0" scrolling="no" marginheight="0" marginwidth="0" src="http://maps.google.de/maps?f=q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=av+Duque+de+Avila+10,+lisboa&amp;sll=38.735967,-9.142138&amp;sspn=0.003055,0.006974&amp;ie=UTF8&amp;t=h&amp;g=av+Duque+de+Avila+10,+lisboa&amp;ll=38.744645,-9.137878&amp;spn=0.001527,0.003487&amp;z=14&amp;iwloc=addr&amp;output=embed&amp;s=AARTsJqhvR3KjVEoCKMjT0kG2M2kZC7gLw"></iframe><br /><small><a href="http://maps.google.de/maps?f=q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=av+Duque+de+Avila+10,+lisboa&amp;sll=38.735967,-9.142138&amp;sspn=0.003055,0.006974&amp;ie=UTF8&amp;t=h&amp;g=av+Duque+de+Avila+10,+lisboa&amp;ll=38.744645,-9.137878&amp;spn=0.001527,0.003487&amp;z=14&amp;iwloc=addr&amp;source=embed" style="color:#0000FF;text-align:left">Größere Kartenansicht</a></small></code></p>
<p>Doch vielleicht ist gerade dieser noch unbestimmte, irreale Raum des Transits die richtige Heimat für eine Statue von Borges in Lissabon. <strong>Viele Verbindungen</strong>, künstlerisch und biographisch, weisen von Jorge Luís Borges nach <strong>Portugal</strong>. Und vom Terminal in Arco do Cego aus fuhren noch vor wenigen Jahren die Busse auch in den Norden Portugals. Der Region, aus der die Familie Borges entstammt.</p>
<h2>Großmeister der phantastischen Literatur &#8211; mit portugiesischer Herkunft</h2>
<p><a title="Wikipedia über Borges" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jorge_Luis_Borges" target="_blank">Jorge Luís Borges (1899-1986)</a>, gilt als einer der bedeutendsten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Borges etablierte einen neuen Typ <strong>phantastischer, &#8220;virtueller Literatur&#8221;</strong>, die auch heute auf einen stetig wachsenden Freundeskreis bauen kann.</p>
<p>Die <strong>Spuren der Familie</strong> von Borges führen in das nordportugiesische Örtchen <a title="Torre de Moncorvo" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Torre_de_Moncorvo" target="_blank">Torre de Moncorvo am Fluss Douro</a>, von wo aus der Urgroßvater des Dichters vermutlich Anfang des 19. Jahrhunderts nach Argentinien emigierte.</p>
<p>Über das Leben der Familie Borges in Nordportugal ist wenig bekannt. Auch dem gut 100 Jahre nach der Emigration nach Argentinien geborenen Jorge Luís Borges blieb die <strong>Familiengeschichte ein Rätsel</strong>, wie er selbst in dem Gedicht &#8220;<strong>Los Borges</strong>&#8221; schreibt:</p>
<blockquote><p>Nichts oder wenig weiß ich von meinen portugiesischen<br />
Ahnen, den Borges: Unbestimmte Menschen,<br />
die in meinem Fleisch fortbestehen, unklar,<br />
ihre Gewohnheiten, ihre Haltungen und Ängste.</p></blockquote>
<p><a title="Los Borges" href="http://www.poema-de-amor.com.ar/mostrar-poema.php?poema=3390" target="_blank"><em>Zum vollständigen Gedicht auf Spanisch</em></a></p>
<h2>Saudade im Blut</h2>
<p>So sehr sich die Familiengeschichte im Dunkeln verliert, so sehr war Borges doch davon überzeugt, von seiner portugiesischen Herkunft geprägt worden zu sein. Vor allem das <strong>so typisch portugiesische Gefühl der &#8220;Saudade&#8221;</strong> beschäftigte ihn, ja, bestimmte sogar einen Teil seines Schaffens &#8211; so berichtete es zumindest <strong>Maria Kodama</strong>, die Witwe von Borges, die neben Literatur-Nobelpreisträger José Saramago bei der Enthüllung der Borges-Statue Anfang Dezember in Lissabon als Ehrengast anwesend war.</p>
<p>Mit dieser Würdigung in Stein kommt Jorge Luís Borges in der Stadt an, die auch das Spielfeld seines großen und doch unbekannten <strong>Freundes Fernando Pessoa</strong> war. Obwohl sich die beiden Künstler nie kennengelernt haben (Fernando Pessoa dürfte noch nicht einmal etwas von Borges gewusst haben), so ähneln sich auf verblüffende Weise <strong>grundlegende Linien in ihren Werken</strong>.</p>
<h2>Pessoa und Borges: Zwei Geistesverwandte</h2>
<p>Die Saudade, die wehmütige Lust an der Sehnsucht. Die <strong>Auflösung des Autors</strong> in verschiedene Persönlichkeiten. Das Misstrauen gegen die nur scheinbar reale Welt, gegen das ach so Dingliche. <strong>Ähnlichkeiten, Kreuzungen</strong>, die nicht unentdeckt blieben &#8211; in der <strong>Forschung</strong>, die bereits mehrere Disserationen dem Thema widmete, aber auch bei den <a title="Literaturlandkarte Borges" href="http://www.literaturlandkarte.de/fernando+pessoa.html" target="_blank">Lesern</a>.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-508" title="pessoa-borges" src="http://www.portugalmania.de/wp-content/pessoa-borges.jpg" alt="" width="500" height="156" /></p>
<p style="text-align: center;"><em>Wer Pessoa kauft, der mag auch Borges (und Hesse): Screenshot von <a href="http://www.amazon.de" target="_blank">Amazon.de</a></em></p>
<p>Borges muss sein &#8220;Heteronym&#8221; Fernando Pessoa <strong>erst spät en</strong><strong>tdeckt haben</strong>.  Noch 1968 reagierte Borges <a title="Art &amp; Culture über Pessoa" href="http://www.artandculture.com/cgi-bin/WebObjects/ACLive.woa/wa/artist?id=1404" target="_blank">nach Angaben des  Portals art &amp; culture</a> auf die Frage nach Fernando Pessoa mit der Antwort: &#8220;<strong>Who is he?</strong>&#8221; &#8211; wer ist er? (Eine Antwort, die man freilich auch angesichts der vielen Persönlichkeiten von Pessoa auch als subtile Anspielung auf die <strong>Unbestimmbarkeit Pessoas</strong> interpretieren könnte). Aber auch in der in den 40er Jahren von Borges zusammengestellten &#8220;<a title="Bibliothek von Babel" href="http://www.bibliothekvonbabel.de/" target="_blank">Bibliothek von Babel</a>&#8220;, die 30 Meisterwerke der phantastischen Literatur versammelte, fand kein Werk Pessoas seinen Platz. Hätte Borges Pessoa damals schon gekannt, wäre dies sicherlich anders gewesen.</p>
<h2>Lass mich dein Freund sein!</h2>
<p>Doch Jahre später war alles anders. Pessoa war im <strong>Universum Borges</strong> angekommen. Am 2. Januar 1985 schrieb Jorge Luís Borges sogar einen Brief an Fernando Pessoa:</p>
<blockquote><p>Du hast für dich geschrieben, nicht für den Ruhm&#8230; lass mich dein Freund sein!!! (Quelle: <a title="Carta a Fernando Pessoa" href="http://www.pessoa.art.br/?p=551" target="_blank">pessoa.art.br</a>)</p></blockquote>
<p>Nun treffen sich die beiden unbekannten und doch vertrauten Freunde in <strong>Lissabon </strong>- der Stadt, ohne die das Werk Fernando Pessoas nicht denkbar wäre. <strong></strong></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-509" title="Pessoa in Lissabon" src="http://www.portugalmania.de/wp-content/496784954_2a8515ea1b_m.jpg" alt="" width="240" height="172" /></p>
<p style="text-align: center;"><em>Begegnung mit Fernando Pessoa in Lissabon. Nun ist auch Borges in der Stadt angekommen&#8230;<br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/arteurbana/496784954/" target="_blank">Foto: Graffiti Land auf Flickr</a></em> (Creative Commons)</p>
<p><strong>Noch so eine Parallele</strong>: Ohne Buenos Aires, die argentinische Schwester von Lissabon, wäre Jorge Luís Borges ebenfalls kaum vorstellbar. Es scheint, als ob beide in ihren Städten das <strong>geheime Tor zur magischen und phantastischen Welt</strong> gefunden haben. Ein Tor, dessen Schlüssel die Leser beider Autoren nun in Lissabon weiter suchen müssen, um es aufzuschließen.</p>
<p><em>Buenos Aires in Lissabon: Wer auch kulinarisch die Spuren Argentininens in Portugal sucht, dem sei das <a title="Restaurant Buenos Aires" href="http://www.lifecooler.com/edicoes/lifecooler/desenvRegArtigo.asp?reg=385522" target="_blank">Restaurant Buenos Aires </a>oberhalb des Rossio-Bahnhofs (Calçada do Duque 31B) empfohlen. Den Park Arco do Cego erreicht man am besten mit der Metrohaltestelle Alameda (rote und grüne Linie). </em></p>
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		<title>Stöcke aus Gestaçô: Studenten bescheren einer alten Handwerkskunst ihren zweiten Frühling</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Aug 2007 20:14:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gilberto</dc:creator>
				<category><![CDATA[Douro]]></category>
		<category><![CDATA[baião]]></category>
		<category><![CDATA[bengala de gestaçô]]></category>
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		<description><![CDATA[ 	Wer braucht heute noch Regenschirme mit kunstvoll gebogenen Holzgriffen? So schien es nur eine Frage der Zeit zu sein, bis chinesische Billigware der alten Handwerkskunst des Stock-Biegens den Garaus macht. Doch plötzlich gibt es wieder Hoffnung: Vor allem Studenten sind ganz verrückt nach den traditionellen Stöcken aus der nordportugiesischen Ortschaft Gestaçô. Warum?
Manche Dinge erscheinen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Wer braucht heute noch Regenschirme mit kunstvoll gebogenen Holzgriffen? So schien es nur eine Frage der Zeit zu sein, bis chinesische Billigware der alten Handwerkskunst des Stock-Biegens den Garaus macht. Doch plötzlich gibt es wieder Hoffnung: Vor allem Studenten sind ganz verrückt nach den traditionellen Stöcken aus der nordportugiesischen Ortschaft Gestaçô. Warum?<span id="more-56"></span></p>
<p>Manche Dinge erscheinen uns so selbstverständlich, dass wir überhaupt keinen Gedanken an ihre Entstehung verschwenden. Oder wer hätte gedacht, dass hinter den <strong>gebogenen Holzgriffen eines Regenschirms</strong> mühevolle und präzise Handwerkerarbeit steckt?</p>
<p>Holz so zu biegen, dass es dauerhaft in Form blieb, entwickelte sich Anfang des 20. Jahrhunderts fast zu einer kleinen Wissenschaft. 1902 war es der Portugiese Alexandre Pinto Ribeiro, der in seiner Manufaktur für Regenschirm-Griffe in der <a href="http://maps.google.de/maps?f=q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=Gesta%C3%A7%C3%B4,+Bai%C3%A3o,+Portugal&amp;sll=51.124213,10.546875&amp;sspn=9.74252,20.43457&amp;ie=UTF8&amp;ll=41.177917,-7.934422&amp;spn=0.182436,0.31929&amp;t=h&amp;z=12&amp;om=1" target="_blank" title="Karte von Gestaçô">nordportugiesischen Ortschaft Gestaçô</a> auf eine neue Technik setzte: Pinto Ribeiro weichte <strong>Holzstücke in kochendem Wasser auf</strong> und bog sie dann mit Hilfe eines Metallstabs zurecht. Diese Biegetechnik brachte ihm nicht nur wirtschaftliche Vorteile, sondern auch eine bessere Qualität der Stöcke.</p>
<p><img src="http://www.portugalmania.de/wp-content/bengalas1.jpg" alt="default" title="default" align="right" height="457" vspace="5" width="250" />Dank Alexandre Pinto Ribeiros neuem Verfahren mauserte sich das kleine Gestaçô, heute Teil der Gemeinde Baião, zu einem <strong>Zentrum der Stockmacher</strong>. Ihre Produkte fanden in den umliegenden größeren Städten Porto und Braga guten Absatz: Hier entwickelten sich Regenschirme mit kunstvoll gebogenen Holzgriffen zu einem <strong>gefragten edlen Accessoire für Herren</strong>. Und mit der steigenden Nachfrage wurden auch die Holzmeister von Gestaçô immer kreativer: Liebevoll gestaltete Holzgriffe, beispielsweise mit <strong>nachgebildeten Tierköpfen</strong> oder eingelassenem Perlmutt, Gold und Silber zeugen von der Blütezeit dieses Handwerks (Foto: <a href="http://www.cm-baiao.pt/" target="_blank" title="Camara Municipal Baião">Câmara Municipal de Baião</a>)</p>
<p>Doch in Zeiten der Billigware aus Fernost schien die Zeit der Holzkünstler von Gestaçô zu Ende zu gehen. Regenschirme hatten fortan Griffe aus Plastik. Niemand schien mehr teure, sorgfältig hergestellte Holzgriffe zu benötigen. In Baião und Gestaçô gibt es heute <strong>nur noch sechs Hersteller der Stöcke</strong>, zwei davon sind über 80 Jahre alt &#8211; ein stilles, langsames Ende dieser Kunst schien vorprogrammiert.</p>
<p><strong>Doch plötzlich meldet Baião: Alles ausverkauft</strong>. Die Stöcke werden knapp, man kommt mit der Produktion nicht mehr hinterher. Ja, in einem gemeinsamen Projekt mit der örtlichen Arbeitsagentur sollen sogar <strong>neue Meister in der Kunst des Stockbiegens</strong> ausgebildet werden. Grund dafür ist aber nicht ein überraschender Boom bei Regenschirmen &#8211; sondern die immer beliebter werdende studentische Tradition der &#8220;<strong>Queima das Fitas</strong>&#8221; in Portugal.</p>
<p>Ursprünglich in der Universitätsstadt Coimbra entstanden, ist die Queima das Fitas eine alljährliche Feier, in der mit <strong>traditionellen Riten</strong> wie dem Verbrennen verschiedener, bestimmte Fakultäten repräsentierende Schals (Fitas) das studentische Leben gefeiert wird. Mittlerweile haben auch andere Universitäten wie Porto die Queima das Fitas übernommen &#8211; und benötigen neben den Schals, Zylindern und anderen traditionellen Kleidungsstücken auch <strong>stilechte Stöcke für die Feier</strong> &#8211; Stöcke aus Gestaçô. Nach Schätzungen der Gemeinde Baião sind es jedes Jahr 30.000 Studenten, die nun mit Stöcken aus Gestaçô ihre Queima das Fitas begehen.</p>
<p>Und so sorgt die neu aufgelebte Studenten-Tradition auch für eine <strong>Renaissance des alten Handwerks</strong> in Nord-Portugal. Die neu gewonnene Aufmerksamkeit will Baião auch touristisch nutzen und hat soeben ein <a href="http://www.cm-baiao.pt/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=413&amp;Itemid=175" target="_blank" title="Das neue Museum der Bengala de Gestaçô">eigenes kleines Museum für die &#8220;Bengalas de Gestaçô&#8221;,</a> die Stöcke aus Gestaçô, eröffnet. Das Museum, in das die Gemeinde 85.000 Euro gesteckt hat, bietet sogar eine kleine Stockwerkstatt, in der man die alte Handwerkskunst ganz praktisch erleben kann.</p>
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		<title>Zeitreise: Mit dem Dampfzug ins Douro-Tal</title>
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		<pubDate>Sat, 11 Aug 2007 10:14:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gilberto</dc:creator>
				<category><![CDATA[Douro]]></category>
		<category><![CDATA[Eisenbahn]]></category>
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		<description><![CDATA[ 	Die Linha do Douro gehört zu den schönsten Bahnstrecken Portugals. Die 1887 fertig gestellte Linie zwischen Régua und Pocinho bietet unvergessliche Eindrücke der einzigartigen Natur- und Kulturlandschaft des Dourotals, der Heimat des Portweins. Und jeden Samstag kann man mit dem Dampfzug fahren.
Mit vielen Mäandern strömt der Douro durch sein tief eingeschnittenes, enges Tal. Es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Die Linha do Douro gehört zu den schönsten Bahnstrecken Portugals. Die 1887 fertig gestellte Linie zwischen Régua und Pocinho bietet unvergessliche Eindrücke der einzigartigen Natur- und Kulturlandschaft des Dourotals, der Heimat des Portweins. Und jeden Samstag kann man mit dem Dampfzug fahren.<span id="more-58"></span></p>
<p>Mit vielen Mäandern strömt der Douro durch sein tief eingeschnittenes, enges Tal. Es ist eine <strong>einzigartige Landschaft</strong>, denn an den Hängen des Douros werden die Trauben für den berühmten Port-Wein angebaut. Die beste Möglichkeit, das Douro-Tal zu erleben, ist die Eisenbahn: Die 1887 fertig gestellte <em>Linha do Douro</em> verbindet auf einer <strong>Strecke von rund 200 Kilometern</strong> entlang des Douro die Orte Régua und Tua.</p>
<p>Eine Fahrt auf der Linha do Douro ist nicht nur eine <strong>Reise in eine andere Welt</strong>, sondern auch in eine andere Zeit: Langsam, ganz gemächlich schlängelt sich der Zug immer entlang des Flusses, oft aber in atemberaubender Höhe auf steilen Abhängen. Oft führt die Bahnlinie sogar an Flussabschnitten entlang, wo noch nicht einmal Straßen hinkommen. Wie eine Reise in die Vergangenheit muten auch die Bahnhöfe an: Liebevoll verziert mit den berühmten blauen Motiv-Kacheln, den Azulejos.</p>
<p>Noch authentischer wird die Reise in die Vergangenheit, wenn man den Dampfzug nimmt. Noch bis zum 20. Oktober bietet die portugiesische Eisenbahn jeden Samstagnachmittag die Fahrt an der Linha do Douro mit einem <strong>historischen Zug</strong> an: Sicher ein ganz besonderes Erlebnis, in den alten Holzwagen, gezogen von einer <strong>Henschel-Dampflokomotive</strong> das Dourotal zu erleben. Start ist jeweils um 14:46 Uhr in Régua. Der Zug fährt bis Tua und kommt schließlich wieder abends um sechs Uhr in Régua an. <strong>Karten für diese Sonderfahrten</strong> kosten 43 Euro und sind an den großen Bahnhöfen Lisboa Santa Apolónia, Lisboa Oriente, Coimbra, Porto Campanha, Porto São Bento und Régua erhältlich. <a href="http://www.cp.pt/cp/displayPage.do?vgnextoid=f6c26b4afe5fa010VgnVCM1000007b01a8c0RCRD" target="_blank" title="Dampfzug-Fahrten an der Linha do Douro">Infos zum Dampfzug-Angebot an der Linha do Douro auf der Seite der portugiesischen Eisenbahn (Portugiesisch)</a></p>
<p><strong>Wer es günstiger haben möchte:</strong> Es fahren glücklicherweise auch noch ganz normale Nahverkehrszüge auf der Linha do Douro. Die Fahrt von Régua nach Tua ist hier für etwa zehn Euro hin und zurück zu bekommen. Wer ohne Auto unterwegs ist: Manche Züge der Linha do Douro fahren auch direkt ab Porto. Infos dazu <a href="http://reiseauskunft.bahn.de/bin/query.exe/dn?datesel=custom&amp;start=1&amp;returnTimesel=depart&amp;S=R%E9gua+&amp;Z=Pocinho&amp;timesel=depart&amp;time=12%3A20&amp;REQ0Tariff_TravellerType.1=E&amp;REQ0Tariff_TravellerReductionClass.1=0&amp;REQ0Tariff_Class=2&amp;submitButton=Suchen" target="_blank" title="Fahrplanauskunft Linha do Douro">direkt in der Fahrplanauskunft von bahn.de</a></p>
<p><a href="http://fotos.sapo.pt/pauloguerrinha/gallery/000064f9" target="_blank" title="Bilder von der Linha do Douro">Bilder einer Dampfzug-Fahrt entlang der Linha do Douro</a></p>
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		<title>Castelo Velho: Das portugiesische Stonehenge?</title>
		<link>http://www.portugalmania.de/2007/08/castelo-velho-das-portugiesische-stonehenge/</link>
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		<pubDate>Sat, 04 Aug 2007 11:09:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gilberto</dc:creator>
				<category><![CDATA[Douro]]></category>
		<category><![CDATA[Urgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[archäologie]]></category>
		<category><![CDATA[bronzezeit]]></category>
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		<category><![CDATA[vale de coa]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	Mildes Klima, eine reiche Vegetation: Die iberische Halbinsel gehörte schon vor vielen tausend Jahren zu den bevorzugten Lebensräumen in Europa. Davon zeugen zahlreiche archäologische Ausgrabungsstätten in Spanien und Portugal. Vor allem an einem Ort im Dourotal machen Archäologen immer wieder faszinierende Entdeckungen &#8211; und sind womöglich einer Art &#8220;portugiesischem Stonehenge&#8221; auf der Spur.
Ist es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Mildes Klima, eine reiche Vegetation: Die iberische Halbinsel gehörte schon vor vielen tausend Jahren zu den bevorzugten Lebensräumen in Europa. Davon zeugen zahlreiche archäologische Ausgrabungsstätten in Spanien und Portugal. Vor allem an einem Ort im Dourotal machen Archäologen immer wieder faszinierende Entdeckungen &#8211; und sind womöglich einer Art &#8220;portugiesischem Stonehenge&#8221; auf der Spur.<span id="more-64"></span></p>
<p>Ist es <strong>das portugiesische „Stonehenge&#8221;</strong>, wie jüngst die Zeitung <em>Público</em> vermutete? Die Ausgrabungsstätte <em>Castelo Velho</em> nahe <a href="http://maps.google.com/maps?f=q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=freixo+de+num%C3%A3o&amp;sll=37.0625,-95.677068&amp;sspn=47.704107,77.080078&amp;ie=UTF8&amp;ll=41.068222,-7.218361&amp;spn=0.1786,0.301094&amp;z=12&amp;iwloc=addr&amp;om=1" target="_blank" title="Karte: Wo liegt Freixo de Numão?">Freixo de Numão</a> in der Region Douro gibt Archäologen zahlreiche Rätsel auf. Entdeckt in den frühen 1980er Jahren, erkundet die Professorin Susana Oliveira Jorge von der Universität Porto seit 1989 systematisch das Gelände. Dabei baut sie auch regelmäßig auf den Einsatz begeisterter Freiwilliger, die hier im Sommer ihren Urlaub mit der Erforschung der Urzeit verbringen.</p>
<p>Trotz dieser jahrelangen akribischen Arbeit sind viele Fragen noch ungelöst. So verorten die Forscher die Besiedelungszeit irgendwo zwischen <strong>3000 und 2000 vor Christus</strong> &#8211; also zwischen Kupfer- und Bronzezeit. Und auch über den Zweck dieses Ortes ist man sich nicht im Klaren. Vieles deutet jedoch darauf hin, dass Castelo Velho <strong>ein besonderer Ort war</strong>, womöglich eine Zeremonien-Stätte, wo die Menschen spezielle Verhandlungen tätigten oder spirituelle Erfahrungen sammelten. Diese These der Forscher aus Porto war lange Zeit umstritten &#8211; und gewinnt doch immer mehr an Bedeutung und Respekt. Und wenn Castelo Velho wirklich mehr als eine normale Siedlung der Bronzezeit war, liegt die Schlussfolgerung nahe: <strong>War Castelo Velho womöglich eine Art portugiesisches Stonehenge?</strong></p>
<p>Kein Ding der Unmöglichkeit. Immerhin sind auch schon die Archäologen von Stonehenge auf Castelo Velho aufmerksam geworden und arbeiten  mittlerweile sogar in gemeinsamen Projekten mit ihren portugiesischen Kollegen zusammen. Und so wie für Stonehenge nimmt man auch für Castelo Velho an, dass es in einem <strong>Netzwerk verschiedener Orte der Region</strong> eingebunden war. Castelo Velho liegt im von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannten <a href="http://www.ipa.min-cultura.pt/coa/" target="_blank" title="Vale de Coa">Vale de Coa</a>, in dem es vor archäologischen Ausgrabungen nur so wimmelt.</p>
<p>In Zukunft dürfte man also noch einige interessante Funde und Erkenntnisse aus Castelo Velho vernehmen. Und auch interessierte Besucher werden es leichter haben: Um das steigende Publikumsinteresse zu bedienen, hat die staatliche Denkmalsverwaltung IPPAR soeben ein <a href="http://www.ippar.pt/pls/dippar/CLIPP_INT?prof=10&amp;type=9313745&amp;uname=0#11748381" target="_blank" title="Neues Infozentrum in Castelo Velho">neues Besucherinformationszentrum</a> in der Nähe der Ausgrabungsstätte eröffnet.</p>
<p><a href="http://architectures.home.sapo.pt/Entrada.htm" target="_blank" title="Projektseite über Castelo Velho der Universität Porto">Weitere Informationen über das Ausgrabungsprojekt von Castelo Velho auf einer eigenen Projektseite der Universität Porto</a></p>
<p><a href="http://www.visitportugal.com/NR/exeres/F38D5EA2-4785-4A27-B25D-D890785B1278,frameless.htm" target="_blank" title="Seiten des portugiesischen Tourismusbüros über das Vale de Coa und prähistorische Entdeckungen im Dourotal">Hier gibt es Reisetipps rund um die prähistorischen Entdeckungen im Vale de Coa</a></p>
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