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	<title>portugalmania.de &#187; Azoren</title>
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	<description>Das portugiesische Logbuch im Netz :: Portugal Blog</description>
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		<title>Ein Hoch auf die Azoren: Platz 2 unter den schönsten Inselparadiesen weltweit</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Nov 2007 22:31:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gilberto</dc:creator>
				<category><![CDATA[Azoren]]></category>
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		<description><![CDATA[ 	
Wo sind sie noch, die letzten unberührten Inselparadiese dieser Welt? Die amerikanische Zeitschrift &#8220;National Geographic Traveler&#8221; stellte mehr als 400 Experten diese Frage &#8211; und die wählten ausgerechnet die regenreichen Azoren an die Spitze des Rankings. Was haben die Azoren, das Mallorca nicht hat?

Was würden Sie auf eine einsame Insel mitnehmen? Folgt man den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	<!--[CDATA[Was würden Sie auf eine einsame Insel mitnehmen? Folgt man den Empfehlungen des neuen Insel-Rankings der amerikanischen Zeitschrift "National Geographic Traveler", so sollte man ein Accessoire nicht mehr vergessen: Die Regenjacke. Denn die Spitzenreiter unter der National Geographic-Umfrage sind meist Inseln mit eher rauem Wetter. Platz eins belegen die dänischen Faröer-Inseln, dicht gefolgt von...]]--></p>
<p>Wo sind sie noch, die letzten unberührten Inselparadiese dieser Welt? Die amerikanische Zeitschrift &#8220;National Geographic Traveler&#8221; stellte mehr als 400 Experten diese Frage &#8211; und die wählten ausgerechnet die regenreichen Azoren an die Spitze des Rankings. Was haben die Azoren, das Mallorca nicht hat?</p>
<p><span id="more-18"></span></p>
<p>Was würden Sie auf eine<strong> einsame Insel mitnehmen</strong>? Folgt man den Empfehlungen des <a href="http://www.nationalgeographic.com/traveler/features/islandsrated0711/islands.html" target="_blank" title="Insel-Ranking von National Geographic Traveler">neuen Insel-Rankings</a> der amerikanischen Zeitschrift &#8220;National Geographic Traveler&#8221;, so sollte man ein Accessoire nicht mehr vergessen: <strong>Die Regenjacke</strong>. Denn die Spitzenreiter unter der National Geographic-Umfrage sind meist <strong>Inseln mit eher rauem Wetter</strong>. Platz eins belegen die dänischen Faröer-Inseln, dicht gefolgt von den Azoren, den Lofoten und den Shetland-Inseln &#8211; allesamt nicht gerade für ihre vielen Sonnenstunden bekannt.</p>
<p>Doch das ist vielleicht gerade das Glück dieser Inseln. So vermerkt ein National Geographic-Juror gerade beim Zweitplatzierten, den Azoren: &#8220;Das wechselhafte Wetter <strong>bewahrt vor zu großen Touristenzahlen</strong>&#8220;. Diejenigen, die sich trotzdem hintrauen, werden reich belohnt: Denn hier, fernab im Atlantik, treffen die <strong>Gewalten des Meeres und der Erde</strong> zusammen &#8211; große Teile der Azoren  <a href="http://portugal.germanblogs.de/archive/2007/09/30/50-jahre-nach-seinem-ausbruch-gibt-der-vulkan-capelinhos-immer-noch-raetsel-auf.htm" title="Portugal Blog: Vulkan Capelinhos">wurden von Vulkanen erschaffen</a>. Das Ergebnis ist atemberaubend: Zerklüftete Felsküsten, hohe Berge, dazwischen saftige Wiesen, die eine Kulisse für imposante Wolkentürme bilden.</p>
<p style="text-align: center"><img src="http://www.portugalmania.de/wp-content/09_11_azoren.jpg" alt="09_11_azoren.jpg" /></p>
<p style="text-align: center"><em>Grüne Hügel, blaues Meer &#8211; die karge und einzigartige Naturlandschaft der Azoren. Das Bild zeigt die Insel São Miguel. Quelle: <a href="http://www.photocase.de/" target="_blank" title="Photocase">Photocase.de</a></em></p>
<p style="text-align: center">&nbsp;</p>
<p style="text-align: center" align="left">&nbsp;</p>
<p>Dem National Geographic Traveler ging es in seinem Ranking also weniger um die touristischen Annehmlichkeiten einer Insel als um die <strong>Bewertung ihrer &#8220;Einzigartigkeit&#8221;.</strong> Mehr als 400 Experten &#8211; Naturschützer, Geografen, Raumplaner &#8211; wurden eigens für die Untersuchung um ein Urteil gebeten, wie es auf den Inseln dieser Welt um folgende <strong>fünf Nachhaltigkeits-Kriterien</strong> bestellt ist:</p>
<ul>
<li>Die ökologische Qualität</li>
<li>Die soziale und kulturelle Integrität</li>
<li>Der Zustand von historischen Gebäuden und archäologischen Stätten</li>
<li>Der ästhetische Eindruck und die Qualität des Tourismus-Managements</li>
<li>Die Zukunftsaussichten der Inseln.</li>
</ul>
<p>Klar, dass bei diesen Kriterien etwa die <strong>touristisch so beliebten Mittelmeerinseln</strong> weit zurückfielen: Mallorca, Ibiza und Co leiden zu sehr unter dem wilden Bauboom, als dass sie in diesem Ranking auf gute Punktzahlen kommen könnten. Aber auch die sich gerne mit dem Qualitätssiegel schmückende Insel <strong>Madeira</strong> schnitt nur mittelmäßig ab: Hier wurde der nun doch auf die Insel hereinbrechende Massentourismus negativ vermerkt.</p>
<p>Menschenmassen trifft man auf den Azoren hingegen wahrlich nicht. So reizvoll die Landschaft ist, so schwierig war es über Jahrhunderte für Menschen, die Insel zu besiedeln und ein dauerhaftes Auskommen zu finden. Leben auf den Azoren bedeutete lange Zeit auch oft ein <strong>Leben in Armut</strong>. So gehörte auch die Emigration schon immer zum Leben auf den Azoren dazu &#8211; bis heute. Doch viele der meist nach Nordamerika ausgewanderten Azorianer <strong>kehren auch wieder zurück</strong> &#8211; was ein Bewerter des Insel-Rankings als weiteren Pluspunkt für die Azoren ausweist: &#8220;Die Einheimischen sind sehr gebildet, weil viele auch schon außerhalb gelebt haben.&#8221; Eine Reise zu den Azoren ist also <strong>alles andere als ein Trip ans Ende der Welt</strong>.</p>
<p><em>Weitere Informationen zu den Ergebnissen des Insel-Rankings auf den Seiten von </em><a href="http://www.nationalgeographic.com/traveler/features/islandsrated0711/islands.html" target="_blank" title="Destinations Rated: Islands"><em>National Geographic Traveler</em></a><em> und &#8211; auf Deutsch &#8211; bei </em><a href="http://www.spiegel.de/reise/fernweh/0,1518,515611,00.html" target="_blank" title="Das Insel-Ranking bei SPIEGEL ONLINE"><em>SPIEGEL ONLINE</em></a><em>.</em></p>
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		<title>50 Jahre nach seinem Ausbruch gibt der Vulkan Capelinhos immer noch Rätsel auf</title>
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		<pubDate>Sun, 30 Sep 2007 19:26:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gilberto</dc:creator>
				<category><![CDATA[Azoren]]></category>
		<category><![CDATA[auswanderung]]></category>
		<category><![CDATA[azoren]]></category>
		<category><![CDATA[capelinhos]]></category>
		<category><![CDATA[faial]]></category>
		<category><![CDATA[vulkan]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	 Es geschah im Morgengrauen des 27. September 1957: Vor der Küste der Azoreninsel Faial stieg der Vulkan Capelinhos aus dem Atlantik empor &#8211; gehüllt in eine kilometerhohe Wolke aus Asche und Wasserdampf. Auch heute, genau fünfzig Jahre später, gibt der Capelinhos Wissenschaftlern noch Rätsel auf. Vor allem eine Frage bewegt die Forscher: Wird [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	 Es geschah im Morgengrauen des 27. September 1957: Vor der Küste der Azoreninsel Faial stieg der Vulkan Capelinhos aus dem Atlantik empor &#8211; gehüllt in eine kilometerhohe Wolke aus Asche und Wasserdampf. Auch heute, genau fünfzig Jahre später, gibt der Capelinhos Wissenschaftlern noch Rätsel auf. Vor allem eine Frage bewegt die Forscher: Wird die Vegetation jemals in die vom Vulkan geschaffene Mondlandschaft zurückkehren?<span id="more-33"></span></p>
<p>Die westliche Spitze der Azoreninsel Faial war schon immer ein <strong>einsames Fleckchen</strong>. Nur wenige Menschen lebten hier: Fischer, Leuchtturmwärter, Walfänger. So waren es auch die nach Walen Ausschau haltenden Späher, die im September 1957 mit ihrem geübten Blick als Erste <strong>seltsame Veränderungen</strong> an der Meeresoberfläche bemerkten. Kurze Zeit später spürten auch die übrigen Landbewohner der Insel, dass etwas Großes im Anmarsch war: Acht Tage lang bebte die Erde im Westen Faial rund um den Ort Capelo, bis dann im <strong>Morgengrauen des 27. September</strong> ein Kilometer vor der Küste der <strong>Vulkan Capelinhos</strong> aus dem Meer aufstieg.</p>
<p>Die Entstehung eines Vulkans aus dem Meer bewegte damals die <strong>komplette Weltöffentlichkeit</strong>. Das <em>National Geographic Magazine</em> veröffentlichte im März 1958 einen <strong>20-seitigen Fotobeitrag</strong> über den Vulkanausbruch vor den Azoren. Schon kurz nach dem Ausbruch setzten die zwei portugiesischen Journalisten Carlos Tudela und Urbano Carrasco <strong>fast ihr Leben aufs Spiel</strong>, um möglichst nahe an den Gase und Gestein ausspeienden Vulkan zu gelangen.</p>
<p>Die damals gemachten Fotos faszinieren bis heute: Die <strong>Verbindung von Feuer und Wasser</strong>, der aus dem Vulkan und Atlantik steigende Wasserdampf, <strong>das Aufeinandertreffen von zwei Naturgewalten</strong>. Die erste große Ausbruchsphase dauerte etwa zwei Wochen lang. Damals schuf der Capelinhos bereits eine erste neue Insel vor Faial, die <em>Ilha Nova.</em> Die Wucht der Eruption muss gewaltig gewesen sein: Die Aschewolke stieg etwa<strong> einen Kilometer in den Himmel</strong>, die Säule aus Wasserdampf zum Teil sogar noch vier Mal höher. Nach ein paar Wochen Ruhe nahm der Capelinhos im November 1957  einen neuen Anlauf und war bis zum Oktober des Folgejahres aktiv.</p>
<p>Die erste neugeschaffene Insel versank im Meer, doch die zweite Ausbruchswelle schuf die <em>Ilha Nova 2</em>, die im Lauf der Jahre mit der Küste von Faial <strong>zusammengewachsen</strong> ist.</p>
<p><a href="http://outdoors.webshots.com/photo/2456337670100265186fUQDJz"></p>
<p style="text-align: center"><img src="http://inlinethumb16.webshots.com/20047/2456337670100265186S425x425Q85.jpg" alt="Capelinhos" border="0" height="318" width="425" /></p>
<p></a></p>
<p align="center"><em>Die Vulkanlandschaft heute. Foto: © </em><a href="http://outdoors.webshots.com/photo/2456337670100265186fUQDJz"><em>elainevok auf webshots.com</em></a></p>
<p align="left">&nbsp;</p>
<p>Seit Oktober 1958 schläft der Capelinhos also. Zurückgelassen hat er eine <strong>bizarre, eigentümliche Landschaft</strong>, die immer mehr Besucher aus der ganzen Welt in ihren Bann zieht: Dunkles, hartes und mit Kratern durchsetztes Gestein erinnern eher an die <strong>Oberfläche des Mondes</strong> als an die sonst so saftig-grünen Azorenlandschaften. Auch wenn der Capelinhos nicht mehr aktiv ist: Die Macht, mit der der Vulkan diese Landschaft geformt hat, lässt sich auch heute noch erspüren.</p>
<p>Die Stadt Horta auf der Insel Faial möchte das steigende Interesse an der Vulkanlandschaft von Capelinhos nun auch touristisch intensiver nutzen. Dazu wurde der 1957 stark zerstörte Leuchtturm wieder restauriert. Vor dem Turm entsteht derzeit ein <strong>Besucher- und Informationszentrum zum Vulkan Capelinhos</strong>. Der runde Betonbau erhebt sich wie ein Dom aus der Vulkanlandschaft &#8211; und wird, weil er oberirdisch errichtet wird, auf den Azoren auch kontrovers diskutiert. An der Notwendigkeit für ein Dokumentationszentrum zweifelt aber niemand &#8211; denn der Vulkanausbruch hatte für die Menschen von Faial gravierende Konsequenzen, die auch die Inselgeschichte verändert haben.</p>
<p style="text-align: center"><img src="http://www.portugalmania.de/wp-content/capelinhos_logo.gif" alt="capelinhos_logo.gif" /></p>
<p style="text-align: center"><em>Das Logo für die Erinnerungsveranstaltungen zum 50. Geburtstag des Capelinhos-Vulkans</em></p>
<p style="text-align: center">&nbsp;</p>
<p>Für die Menschen hinterließ der Vulkan Capelinhos<strong> keinen Platz mehr</strong>. Glücklicherweise kam bei dem Ausbruch kein Mensch ums Leben &#8211; und doch mussten alle Einwohner der betroffenen zwei Dörfer in der Umgebung des Capelinhos ein neues Leben aufbauen. Viele entschieden sich damals für die <strong>Auswanderung in die Vereinigten Staaten</strong>, die angesichts des Vulkanausbruchs auch ihre Immigrationsbestimmungen für Azorianer lockerten.</p>
<p>Die damals vorherrschende Mischung aus Angst, Schrecken und Faszination für die Größe der Natur sind auch ein Thema für die <strong>50 Jahr-Gedenkfeiern</strong>, die die Stadt Horta derzeit zelebriert. Kein Aspekt, keine Erinnerung und keine Interpretation des großen Ereignisses soll vergessen werden: <strong>Lichter- und Feuerwerksveranstaltungen</strong> gehören ebenso zum Programm wie Kulturwettbewerbe, in denen Dichter, Fotografen und Maler aufgerufen sind, sich mit dem Capelinhos auseinander zu setzen (<a href="http://www.vulcaodoscapelinhos.org/" target="_blank" title="Vulcão dos Capelinhos - offizielle Website">hier geht es zur offiziellen Website zum Vulkan Capelinhos auf Portugiesisch und Englisch</a>).</p>
<p>Und auch die <strong>Wissenschaft</strong> beschäftigt sich schon seit Jahren wieder intensiv mit dem Capelinhos. So beobachten zum Beispiel Biogeografen der Universität Mannheim die nur sehr sporadisch voranschreitende <strong>Wiederansiedlung der Vegetation</strong> auf der Ilha Nova. Die Forscher nutzen dafür den benachbarten, schon im 17. Jahrhundert erloschenen Vulkan <strong>Cabeco de Fogo</strong> als Vergleichsobjekt: Hier, beim Cabeco de Fogo, siedelte sich auf dem nährstoffreichen Lavaboden wieder früh die einheimischen azorianischen Pflanzenarten an.</p>
<p>Beim Capelinhos ist von einer raschen Wiederkehr der Pflanzenwelt hingegen nur wenig zu spüren. Der Grund liegt darin, dass im Gegensatz zum Nachbarvulkan nicht Lava, sondern <strong>schwarze Vulkanasche den Untergrund</strong> bildet. Interessanterweise sind es nun eingewanderte Pflanzen wie das <strong>Spanische Rohr</strong>, die als Türöffner für die weitere Vegetation dienen könnten. Das äußerst anspruchslose Spanische Rohr zerfällt nach einiger Zeit und könnte so den Anfang für die für andere Pflanzen notwendige Humusschicht legen. Gerade solche später eingeführte Pflanzen sorgen in vielen Ökosystemen, auch auf den Azoren, eher für Probleme.</p>
<p>Dass der Capelinhos hier wieder eine Ausnahme bildet, ist vielleicht wieder ein Bild für seine <strong>Besonderheit</strong> unter den Vulkanen. Und der äußere Teil auf der <em>Ilha Nova</em> könnte nach Ansicht der Forscher möglicherweise für immer vegetationsfrei bleiben: Das ständig <strong>nagende Meer und der raue Wind</strong> sorgen hier für eine Verwitterung, die selbst die kleinsten Versuche von Pflanzenansiedlungen sofort zunichte machen.</p>
<p><strong>Weitere Informationen zum Vulkan Capelinhos:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.vulcaodoscapelinhos.org/" target="_blank" title="Vulcão dos Capelinhos">Die &#8220;offizielle Website&#8221; der Stadt Horta zum 50 Jahre zurückliegenden Ausbruch</a> &#8211; mit einem 27-minütigen, leider nur auf portugiesisch vorliegenden Film</li>
<li>Eintrag von Capelinhos im <a href="http://www.volcano.si.edu/world/volcano.cfm?vnum=1802-01=" target="_blank" title="Vulkan-Informationen ">weltweiten Vulkan-Register der Smithsonian Institution</a> (englisch)</li>
<li><a href="http://www.daserste.de/wwiewissen/beitrag_dyn%7Euid,urhcap1nklek3hkv%7Ecm.asp" target="_blank" title="W wie Wissen">Bericht des ARD-Magazins &#8220;W wie Wissen&#8221;</a> über die Vegetation am Capelinhos aus dem Jahr 2003</li>
<li><a href="http://www.flickr.com/photos/joe_taruga/1448258911/in/photostream/" target="_blank" title="FLICKR-Fotos zu Capelinhos">Viele weitere Fotos zum 50. Jahrestag auf FLICKR</a></li>
</ul>
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		<title>Wachstum im Meer: Portugal erobert neues Land in den Tiefen des Ozeans</title>
		<link>http://www.portugalmania.de/2007/08/wachstum-im-meer-portugal-erobert-neues-land-in-den-tiefen-des-ozeans/</link>
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		<pubDate>Sun, 05 Aug 2007 14:08:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gilberto</dc:creator>
				<category><![CDATA[Azoren]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<category><![CDATA[blaue biotechnologie]]></category>
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		<category><![CDATA[territorium]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	Russland hisste diese Woche seine Nationalflagge am Meeresgrund unter dem Nordpol: Das Rennen um die Rohstoffe am Meeresgrund hat begonnen. Auch Portugal will von den Reichtümern des Meeres profitieren &#8211; und darf als erstes Land der Welt sein Staatsterritorium um 2215 Hektar auf offener See ausweiten. Und das soll erst der Anfang sein.
Rainbow heißt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Russland hisste diese Woche seine Nationalflagge am Meeresgrund unter dem Nordpol: Das Rennen um die Rohstoffe am Meeresgrund hat begonnen. Auch Portugal will von den Reichtümern des Meeres profitieren &#8211; und darf als erstes Land der Welt sein Staatsterritorium um 2215 Hektar auf offener See ausweiten. Und das soll erst der Anfang sein.<span id="more-63"></span></p>
<p><em>Rainbow</em> heißt das neueste Gebiet Portugals. Doch wer <em>Rainbow</em> besuchen möchte, hat es ganz schön schwer: Denn das Gebiet liegt rund 240 Meilen vor der Küste der Azoren &#8211; unter Wasser. Denn <em>Rainbow</em> ist das weltweit erste von der UNO anerkannte ozeanische Territorium, das ein Land außerhalb der ohnehin rechtlich geschützten Hoheitsgewässer bis zu 200 Seemeilen vor der eigenen Küste beanspruchen konnte.</p>
<p>Möglich macht diese <strong>wunderbare Landvermehrung</strong> eine besondere Regelung in der Konvention der Vereinten Nationen zum Meeresrecht aus dem Jahr 1994. Nach dieser Konvention können Staaten ihren Hoheitsbereich auf den Meeresgrund auch jenseits ihrer Küstengewässer ausdehnen &#8211; <strong>unter einer Bedingung</strong>: Die Staaten müssen nachweisen, dass die beanspruchte Fläche tatsächlich noch kontinentalen Untergrund besitzt (und nicht rein ozeanischen Boden umfasst).</p>
<p>Mit <em>Rainbow</em> ist es Portugal nun als <a href="http://ultimahora.publico.clix.pt/noticia.aspx?id=1301438&amp;idCanal=undefined" target="_blank" title="Der Público über die Anerkennung Rainbows (in portugiesisch)">erstem Staat der Welt gelungen, diesen Nachweis zu erbringen</a>. Das Forschungsschiff <em>MS Kommander Jack </em>kreuzte dafür vor den Azoren, um Gesteinsproben zu nehmen und Bohrungen am Meeresgrund durchzuführen (<a href="http://www.emepc.gov.pt/CampG32007.htm" target="_blank" title="Route des Forschungsschiffs Kommander Jack">die Route des Forschungsschiffes lässt sich in Google Earth tagesaktuell nachvollziehen</a>). Ein Video des portugiesischen Senders <em>SIC </em>zeigt die Arbeit der Forscher auf dem Schiff:</p>
<p><code></code></p>
<p><embed src="http://imgs.sapo.pt/sapovideo/swf/flvplayer-sapo.swf?file=http://rd3.videos.sapo.pt/h10M3EkmpeZUHqD10I5A/mov/1" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" height="325" width="400"></embed>Die Fläche von <em>Rainbow</em> ist gerade <strong>einmal halb so groß wie die Stadt Porto</strong> &#8211; eigentlich also kaum der Rede wert. Doch <em>Rainbow</em> ist wohl eher ein symbolischer Startschuss für ein <strong>groß angelegtes Programm zur Erweiterung der Fläche Portugals</strong> auf dem Meer. Gegründet vom Verteidigungsministerium, koordiniert das Projekt <em>„<a href="http://www.emepc.gov.pt/index.htm" target="_blank" title="Estrutura de Missão para a Extensão da Plataforma Continental">Estrutura de Missão para a Extensão da Plataforma Continental</a>&#8221; (EMEPC) </em>die wissenschaftliche Erforschung des Meeresgrunds, um über diesen Weg neue Territorialansprüche stellen zu können.</p>
<p style="text-align: center"><img src="http://www.portugalmania.de/wp-content/rainbow_enlargamento.jpg" alt="rainbow_enlargamento.jpg" /></p>
<p style="text-align: center"><em>Möglichkeiten zur Vergrößerung des portugiesischen Territoriums. Quelle: EMPEC</em></p>
<p style="text-align: center">&nbsp;</p>
<p style="text-align: center">&nbsp;</p>
<p>Die Chancen für Portugal stehen hier nicht schlecht. Optimistischen Prognosen zufolge könnte das Land bis zu 1,3 Millionen Quadratkilometer an ozeanischen Böden hinzugewinnen. Dies wäre dann ein etwa <strong>15 mal größeres Gebiet</strong> als die Landfläche Portugals umfasst &#8211; und Portugal könnte flächenmäßig <strong>zum größten Land der Welt aufsteigen</strong>. Und selbst in den negativsten Prognosen wären immerhin noch 240.000 Quadratkilometer drin &#8211; das 2,6fache der Landesfläche.</p>
<p>Doch warum das alles? Es sind weniger nationalistische Motive, die den neuen Drang Portugals zum Meer auslösen. Vielmehr locken die <strong>unbekannten Reichtümer auf dem Meeresgrund</strong>. Dort, in vielen Kilometern Tiefe, lagern nach Ansicht von Geologen unermessliche Schätze an Rohstoffen, auf die Portugal durch die Annektierung dann direkten Zugriff hätte. Und nicht nur das: Fast noch interessanter sind die möglichen biologischen Stoffe, die hier auf ihre Entdeckung warten. Meeresforscher sprechen bereits von der <strong>blauen Biotechnologie</strong>. In den unzugänglichen Lebenswelten auf dem Meeresgrund &#8211; das Gebiet von <em>Rainbow</em> liegt etwa 2300 Meter unter der Wasseroberfläche &#8211; haben sich Ökosysteme unter widrigsten Bedingungen entwickelt: Hier, wo <strong>kein Sonnenlicht</strong> mehr durchdringt, an den hydrothermalen Mineralquellen, voller Giftstoffe, Schwefel, Eisen, Kohlendioxid &#8211; hier, an diesem so unwirtlichen Ort überleben Organismen nicht durch Photosynthese, sondern durch ein komplexes Zusammenspiel mit Bakterien und chemischen Prozessen, die sie so mit den notwendigen Nährstoffen versorgen.</p>
<p>Von diesen ganz besonderen Lebewesen erhoffen sich Forscher die <strong>Entdeckung möglicher Heilstoffe für Krankheiten</strong> und neue <strong>Werkstoffe für die Industrie</strong>. Und wie man an Russlands <a href="http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID7217414_REF3,00.html" target="_blank" title="Russland hisst Nationalflagge am Nordpol">überraschenden Feldzug an den Nordpol</a> sehen konnte, hat das <strong>Rennen um die Reichtümer der Meeresböden</strong> längst begonnen. Portugal will sich nun auch seinen Teil von den Reichtümern sichern.</p>
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