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	<title>portugalmania.de &#187; Alentejo</title>
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	<description>Das portugiesische Logbuch im Netz :: Portugal Blog</description>
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		<title>Marvão in 3D: Eine ganze Stadt nachgebaut in Google Earth</title>
		<link>http://www.portugalmania.de/2008/02/marvao-in-3d-eine-ganze-stadt-nachgebaut-in-google-earth/</link>
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		<pubDate>Sun, 03 Feb 2008 21:18:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gilberto</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alentejo]]></category>
		<category><![CDATA[Google Earth]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Marvão]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	Die historische Festungsanlage von Marvão im Alentejo lässt sich nun auch dreidimensional im Internet erkunden. Bis hin zum letzten Pflasterstein haben portugiesische Programmierer Marvão &#8220;virtuell&#8221; nachgebaut &#8211; und sogar schon einige Veränderungen berücksichtigt, die in der Realität noch gar nicht umgesetzt sind. 
Normalerweise kann man mit dem kostenlosen Computerprogramm &#8220;Google Earth&#8221; die Erde nur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	<img src="http://www.portugalmania.de/wp-content/03_02_marvao3d-small.jpg" alt="03_02_marvao3d-small.jpg" align="right" />Die historische Festungsanlage von <strong>Marvão im Alentejo</strong> lässt sich nun auch dreidimensional im Internet erkunden. Bis hin zum letzten Pflasterstein haben portugiesische Programmierer Marvão &#8220;virtuell&#8221; nachgebaut &#8211; und sogar schon einige Veränderungen berücksichtigt, die in der Realität noch gar nicht umgesetzt sind. <span id="more-256"></span></p>
<p>Normalerweise kann man mit dem <a href="http://earth.google.com/intl/de/" title="Google Earth" target="_blank">kostenlosen Computerprogramm &#8220;Google Earth&#8221;</a> die Erde <strong>nur von oben</strong> betrachten: Die Satellitenbilder sind für sich schon faszinierend. Doch es geht noch besser: Immer mehr Gebäude werden von Entwicklern aus der ganzen Welt als <strong>dreidimensionales Modell</strong> nachgebaut &#8211; und ermöglichen eine noch plastischere Reise um die Erde mit &#8220;Google Earth&#8221;. Und ein kleines portugiesisches Städtchen im Alentejo ist nun sogar in seiner <strong>Gesamtheit</strong> als 3D-Ansicht konstruiert worden: Die <strong>historische Festungsanlage von Marvão</strong> nahe Portalegre.</p>
<p style="text-align: center"><img src="http://www.portugalmania.de/wp-content/03_02_marvao3d.jpg" alt="Marvão in 3D" /></p>
<p>Marvão verfügt über eine der am besten erhaltenen mittelalterlichen Altstädte auf der iberischen Halbinsel. Selbst der New York Times war dieser &#8220;<strong>Märchenort</strong>&#8221; vor <a href="http://travel.nytimes.com/2007/04/29/travel/29explorer.html?ex=1348372800&amp;en=0023cc8416222ccf&amp;ei=5124&amp;partner=permalink&amp;exprod=permalink" title="NYT-Artikel über Marvão" target="_blank">einigen Monaten einen langen Artikel </a>wert. Und in der Tat verfügt Marvão über alles, was das Touristenherz höher schlagen lässt: Eine <strong>historische Festungsanlage</strong> aus dem 13. Jahrhundert, enge Gässchen gesäumt von weiß gekalkten Häuschen und eine einzigartige Lage auf der Spitze eines Berges.</p>
<p>Die Altstadt von Marvão kandidiert mittlerweile sogar um den Titel als<strong> UNESCO-Weltkulturerbe</strong>. Und möglicherweise um den gestrengen UNESCO-Juroren einen Eindruck von der <strong>Schönheit Marvãos</strong> zu geben, hat die Stadt gemeinsam mit den Entwicklern der portugiesischen Softwareschmiede 3D Cities die <strong>gesamte Altstadt als 3D-Modell </strong>entwickeln lassen. Damit gehört Marvão zu den wenigen Orten dieser Erde, die als ganzes Ensemble in dieser Form digitalisiert wurden &#8211; 3D-Nachbauten gibt es zwar auch für andere Städte wie Lissabon: Dann aber sind  meist nur einzelne herausragende Gebäude und nicht einmal ganze Straßenzüge dreidimensional zu erkunden.</p>
<p>Nicht nur die Häuser, auch <strong>einzelne Bäume</strong> und sogar Pflasterschmuck wurden für das Internet-Marvão aufgenommen. Und manchmal ist die Nachbildung sogar <strong>ein wenig perfekter als die Realität</strong>: Denn während das reale Marvão noch mit zu vielen Autos im historischen Kern kämpft, stehen die Wagen im Modell alle fein säuberlich auf extra ausgewiesenen Parkplätzen. Auch einige <strong>Verschönerungs- und Baumaßnahmen</strong> in der Stadt, die heute noch gar nicht umgesetzt sind, wurden schon in das 3D-Modell integriert.</p>
<p><strong>Ansehen </strong>lässt sich das dreidimensionale Marvão, in dem man <strong>den Ort in &#8220;Google Earth&#8221; ansteuert</strong> und dann die Option &#8220;3D-Gebäude&#8221; auswählt. Alternativ lässt sich das Modell auch direkt auf der Website <a href="http://www.3dmarvao.com/" title="3D Marvão" target="_blank">www.3dmarvao.com</a> erkunden &#8211; in diesem Fall muss zuvor jedoch ein kostenloses Zusatzprogramm namens TerraExplorer heruntergeladen werden.</p>
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		<title>Linktipp: Die digitale Bibliothek des Alentejo eröffnet neue Blicke auf eine oft verkannte Kulturregion</title>
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		<pubDate>Sat, 08 Dec 2007 17:41:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gilberto</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alentejo]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Bibliothek]]></category>
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		<category><![CDATA[Linktipp]]></category>
		<category><![CDATA[literatur]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	Literatur, Geschichte, Agrarstudien: Die soeben eröffnete &#8220;digitale Bibliothek des Alentejo&#8221; ermöglicht den vollen und kostenfreien Zugriff auf fast 200 Bücher mit regionalem Bezug. Stöbern lohnt sich: Denn im Fundus der Online-Bibliothek findet sich so manch ein Klassiker der portugiesischen Literatur. 
Bis heute kämpft die Region Alentejo im Südosten Portugals mit dem Bild des zurückgebliebenen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Literatur, Geschichte, Agrarstudien: Die soeben eröffnete &#8220;digitale Bibliothek des Alentejo&#8221; ermöglicht den vollen und kostenfreien Zugriff auf fast 200 Bücher mit regionalem Bezug. Stöbern lohnt sich: Denn im Fundus der Online-Bibliothek findet sich so manch ein Klassiker der portugiesischen Literatur. <span id="more-168"></span></p>
<p>Bis heute kämpft die <strong>Region Alentejo im Südosten Portugals</strong> mit dem Bild des zurückgebliebenen Landstrichs: Groß, faszinierend in seiner Kargheit &#8211; aber auch hoffnungslos einsam und verarmt. Dieser Eindruck stimmt jedoch nur zum Teil: Zwar ist das Alentejo bis heute die ärmste Region Portugals, bietet aber doch an vielen Stellen Zeugnisse überraschender Aufbrüche.</p>
<p>Es scheint, dass der <strong>kulturelle Reichtum des Alentejo</strong> erst noch erschlossen werden muss &#8211; eine Aufgabe, zu der die neue &#8220;<a target="_blank" href="http://www.bdalentejo.net/" title="Biblioteca Digital do Alentejo">digitale Bibliothek des Alentejo</a>&#8221; <em>(Biblioteca Digital do Alentejo, BDA) </em><strong>meisterhaft </strong>beiträgt.</p>
<p style="text-align: center"><a target="_blank" href="http://www.bdalentejo.net/"><img border="0" src="http://www.portugalmania.de/wp-content/08_12_bda.jpg" alt="Screenshot Digitale Bibliothek des Alentejo" /></a></p>
<p>Motto der Online-Bibliothek ist, ein &#8220;<strong>Fenster zur alentejanischen Kultur aufzustoßen</strong>&#8220;. Und das tut sie in großartiger Weise: Pünktlich zur offiziellen Eröffnung der Website am 12. Dezember stehen bereits jetzt fast 200 sorgfältig eingescannte Bücher zur <strong>kostenlosen Online-Lektüre</strong> zur Verfügung. Aus urheberrechtlichen Gründen handelt es sich beim Bestand der Online-Bibliothek vor allem um ältere Werke. Darunter finden sich indes jedoch <strong>einige Fundstücke</strong>:</p>
<p><img border="0" align="right" src="http://www.portugalmania.de/wp-content/08_12_sorormariana.jpg" alt="Cover der Portugiesischen Briefe" />Zum Beispiel <a target="_blank" href="http://www.bdalentejo.net/BDAObra/BDADigital/Obra.aspx?id=278" title="Portugiesische Briefe">eine <strong>schöne Ausgabe der &#8220;portugiesischen Briefe&#8221;.</strong> </a>Diese <strong>glühend heißen Liebesbriefe</strong> wurden im 17. Jahrhundert angeblich von der Klosterfrau Soror Mariana in Beja an den Cavalheiro de Chamilly geschrieben. Mittlerweile geht man zwar eher davon aus, dass diese &#8211; übrigens von Rainer Maria Rilke ins Deutsche übertragenen - Briefe in Frankreich entstanden (es gibt keine portugiesische Originalfassungen). Trotz (oder wegen?) aller Rätsel ist das Werk <strong>fester Bestandteil der alentejanischen Kultur</strong>. Die (angebliche?) Klosterzelle der Schwester Mariana mit einer Replik des Fensters, durch dessen Gitter die Schwester ihrem Offizier die Liebesschwüre zuwisperte, lässt sich bis heute im Städtchen Beja besichtigen.</p>
<p>Außerdem im Fundus: <strong>Weitere Klassiker</strong>, allerhand Lokalgeschichtliches und viele Bücher zur Agrarwirtschaft. Alle Werke eint der Bezug zum Alentejo. Neben den digitalisierten Büchern finden sich auf der <a target="_blank" href="http://www.bdalentejo.net/" title="Biblioteca Digital do Alentejo">BDA-Website </a>auch <a target="_blank" href="http://www.bdalentejo.net/biografias.html" title="Biografien">zahlreiche Biografien bedeutender Schriftsteller des Alentejo </a>(in Portugiesisch) &#8211; ebenfalls eine praktische Informationsquelle für die oft vernachlässigte alentejanische Kultur.</p>
<p><em>Die portugiesische Nationalbibliothek bietet ebenfalls eine gut bestückte digitale Bibliothek an. Diese ist unter <a target="_blank" href="http://purl.pt/" title="Digitale Bibliothek Portugals">http://purl.pt/</a> erreichbar. </em></p>
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		<title>Massenware &#8220;made in China&#8221; entzieht portugiesischen Arraiolos-Teppichen den Boden</title>
		<link>http://www.portugalmania.de/2007/11/massenware-made-in-china-entzieht-portugiesischen-arraiolos-teppichen-den-boden/</link>
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		<pubDate>Sat, 24 Nov 2007 17:47:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gilberto</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alentejo]]></category>
		<category><![CDATA[Kunsthandwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Arraiolos]]></category>
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		<description><![CDATA[ 	Sie gehören zum Edelsten, womit sich portugiesische Häuser schmücken: Die handgearbeiteten Teppiche aus Arraiolos, einem kleinen Städtchen im Alentejo nahe Evora. Bei bis zu 40.000 Stichen pro Quadratmeter brauchen selbst erfahrene Teppichknüpfer Wochen, um einen Teppich fertig zu stellen. Doch die einzigartige Tradition ist bedroht: Massenware aus China macht den portugiesischen Arraiolos-Herstellern das Leben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Sie gehören zum Edelsten, womit sich portugiesische Häuser schmücken: Die<strong> handgearbeiteten Teppiche aus Arraiolos</strong>, einem kleinen Städtchen im Alentejo nahe Evora. Bei bis zu 40.000 Stichen pro Quadratmeter brauchen selbst erfahrene Teppichknüpfer Wochen, um einen Teppich fertig zu stellen. Doch die einzigartige Tradition ist bedroht: Massenware aus China macht den portugiesischen Arraiolos-Herstellern das Leben immer schwerer.  <span id="more-146"></span></p>
<p>Wer den Botanischen Garten in Lissabon durch seinen oberen Ausgang an der Rua da Escola Politécnica verlässt, passiert auf der gegenüberliegenden Straßenseite <strong>ein ganz besonderes Teppichgeschäft</strong>: Das &#8220;<a href="http://www.casatapetesarraiolos.com/" title="Casa dos Tapetes de Arraiolos" target="_blank">Casa dos Tapetes de Arraiolos</a>&#8220;. Es sind nicht Orientteppiche, die hier verkauft werden &#8211; sondern ausschließlich &#8220;Arraiolos&#8221;, <strong>handgestickte Teppiche</strong> aus dem gleichnamigen Ort im Alentejo.</p>
<p style="text-align: center"><img src="http://www.portugalmania.de/wp-content/24_11_arraiolos-wolle.jpg" alt="Wolle für Teppiche aus Arraiolos" /><br />
<em>Beste Wolle für beste Teppiche: Gesehen in der Lissaboner Wollhandlung &#8220;Lãs Imperial&#8221;. <a href="http://www.flickr.com/photos/taniaho/115276793/">Foto: Tania Ho auf FLICKR</a></em></p>
<p>Schon ein Blick in die Schaufensterauslage zeigt: <strong>Günstig sind diese Teppiche nicht gerade.</strong> Der Preis für einen Arraiolos kann schnell in die Tausende gehen. Aus gutem Grund: Denn in jedem Teppich aus dem Alentejo stecken viele Tage mühsame Handarbeit. Zum Einsatz kommen nur hochwertige Rohstoffe meist aus Portugal selbst: <strong>Reine Wolle</strong>, die noch mit Nadel und mit <strong>bis zu 40.000 Stichen pro Quadratmeter</strong> zu einem meist aus hellen Farbtönen bestehenden Muster geknüpft werden.Als Untersatz wurde lange Zeit meist <strong>Leinen</strong> verwendet. Heute werden die Arraiolos üblicherweise <strong>auf Juteböden geknüpft</strong>.</p>
<p>Billigere Varianten verwenden neuerdings auch Mustervorlagen, auf denen die Einstichlöcher und Muster bereits vorgedruckt sind &#8211; in der traditionellen Herstellung muss sich die Teppichknüpferin (heute ist es meist ein Frauenhandwerk) auf ihren <strong>eigenen Blick und Sachverstand </strong>verlassen. Rund 15 Tage benötigen selbst erfahrener Teppichknüpfer, um einen Quadratmeter Fläche fertig zu stellen. Und auch der Abschluss eines Arraiolos erfordert Geschick &#8211; denn Salleiste (Geweberand) und Fransen werden in einem Arbeitsschritt gefertigt.</p>
<p style="text-align: center"><img src="http://www.portugalmania.de/wp-content/24_11_arraiolos.jpg" alt="Arraiolos-Knüpferin in Portugal" /><br />
<em>Eine Arraiolos-Knüpferin bei der Arbeit in ihrem Geschäft. <a href="http://www.flickr.com/photos/marcopolo1949/1285442737/">Foto: &#8220;marcopolo19492000&#8243; auf FLICKR</a></em></p>
<p align="left"> Eher Kunststück als Gebrauchsgegenstand: So verwundert es nicht, dass Generationen von portugiesischen Familien auf einen Arraiolos-Teppich als <strong>Schmuckstück für ihr Heim</strong> hinsparten. &#8220;Er ist Wunsch von vielen, aber nur Privileg von wenigen&#8221;, schrieb der Correio de Manhã noch vor vier Jahren <a href="http://www.correiomanha.pt/noticia.asp?idCanal=0&amp;id=64613" title="Ein Tag im Leben einer Teppichknüpferin (Portugiesisch)" target="_blank">in einem Beitrag über einen Tag im Leben einer Teppichknüpferin</a>.Doch warum zum Original greifen, <strong>wenn es billiger geht</strong>? Seit einigen Jahren sind vor allem die großen Kaufhäuser und Shoppingzentren in das Geschäft mit handgeknüpften Arraiolos eingestiegen. Nun, nicht ganz die echten Arraiolos: Was dort günstig angepriesen wird, sind <strong>Kopien aus China</strong>. Als die ersten Arraiolos-Imitate in die portugiesischen Läden schwappten, reagierte die Branche noch gelassen: Die Qualität der Importware war zu schlecht, als dass dies eine echte Gefahr für die echten Arraiolos darstellen würde.</p>
<p>Doch auch diese Zeiten haben sich geändert, wie die Wochenzeitung <em>Sexta</em> in ihrer neuen Ausgabe berichtet: Selbst Experten könnten zumindest auf den ersten Blick <strong>kaum noch einen qualitativen Unterschied</strong> zwischen chinesischen und portugiesischen Arraiolos erkennen, heißt es dort. Gingen die Imitate der ersten Generation noch wegen ihrer schlechten Materialien bald wieder kaputt, so haben die Chinesen kräftig aufgeholt: Sie verwenden die <strong>gleichen hochwertigen Ursprungsmaterialien</strong> für die Herstellung der Teppiche wie die portugiesischen Manufakturen. Und auch das notwendige Know-how hat man sich angeeignet &#8211; es heißt sogar, dass viele chinesische Teppichknüpfer eigens einen <strong>Kurs zur Arraiolos-Herstellung</strong> in Portugal  belegt haben. So manch ein traditioneller Teppichhändler vermutet, dass die großen Supermarktketten hinter diesem Wissenstransfer nach Fernost stünden.</p>
<p>So gibt es vielfach nur noch<strong> einen großen Unterschied</strong> zwischen Arraiolos aus Portugal und China: Den Preis. Denn selbst wohlwollend gerechnet verdient ein chinesischer Arbeiter weitaus weniger als sein ebenfalls nicht gerade üppig bezahlter portugiesischer Kollege. Das sorgt für <strong>Preisdifferenzen</strong>, die dem traditionellen Teppichknüpfhandwerk in Portugal die Luft abzuschnüren droht.</p>
<p>Die Branche ist in heller Aufregung. So wird der Ruf nach einem <strong>Qualitätssiegel für Teppiche made in Portugal </strong>immer lauter. Ein derartiges Bestreben hängt bereits seit fünf Jahren im Gestrüpp der staatlichen Entscheidungsprozesse fest. Und auch unter den Arraiolos-Herstellern selbst gärt es: Sogar Teppichhändler im Herstellungsort Arraiolos würden schon <strong>chinesische Importware verscherbeln</strong>, beklagt etwa António Rodrigues vom Casa dos Tapetes de Arraiolos im Gespräch mit &#8220;Sexta&#8221;.</p>
<p>Vermutlich eine Verzweiflungstat der Händler in Arraiolos &#8211; denn der <strong>Niedergang der Branche</strong> ist unübersehbar. Gab es in Arraiolos Anfang der 90er Jahre laut &#8220;Sexta&#8221; noch  25 Teppichmanufakturen mit insgesamt rund 1.000 Angestellten, so sind davon heute nur noch 14 Teppichhersteller übrig geblieben, die gerade einmal 100 Menschen Arbeit geben.</p>
<p>Damit steht eine Jahrhunderte alte Tradition auf dem Spiel. Das Handwerk geht aller Wahrscheinlichkeit nach auf <strong>Mauren und Juden zurück</strong>, die nach der Eroberung Lissabons durch christliche Truppen im 13. Jahrhundert den Weg nach Nordafrika antraten. Einige dieser Flüchtlinge ließen sich dann im Alentejo-Nest Arraiolos nieder. Hier, in dieser kargen, steinigen Landschaft, fanden sie <strong>alles, was man für das Teppichmachen so benötigt</strong>: Große Schafherden, die für die notwendige Wolle sorgten &#8211; sowie Pflanzen, mit denen man die Rohstoffe einfärben konnte. Arraiolos entwickelte sich &#8211; neben dem  ebenfalls alentejanischen Portalegre &#8211; zu einem<strong> Zentrum der Teppichherstellung</strong> in Portugal, dessen wertvolle Produkte Paläste und Herrschaftshäuser in der ganzen Welt schmücken sollten.</p>
<p>Nicht nur die Herstellungsweise, auch das Aussehen und die Gestaltung von Arraiolos hat sich über die Jahrhunderte hinweg bewahrt. Ein typischer Arraiolos verfügt in seiner Mitte über ein<strong> zentrales Ornament</strong>. Darum herum ist die Fläche des Teppichs in vier Bereiche aufgeteilt, in denen die Muster symmetrisch zueinander angeordnet werden. <font size="2"><span class="a"></span></font></p>
<p>So sehr nun die Teppichknüpfer von Arraiolos um ihr Überleben auf dem Weltmarkt kämpfen, so unverhofft erleben die Teppiche von Arraiolos andernorts ihre Blüte: Denn nicht nur in Portugal, sondern auch zum Beispiel in Spanien oder England entdecken immer mehr Menschen den Reiz des <strong>Arraiolos-Knüpfens als Freizeitbeschäftigung</strong>. In Lissabon <a href="http://arraiolos.home.sapo.pt/" title="Kurse zur Arraiolos-Herstellung in Lissabon" target="_blank">werden schon Kurse angeboten</a>, und auch <a href="http://www.serranofil.pt/product1.html" target="_blank">Vorlagenbücher zum Teppichknüpfen</a> verkaufen sich bestens. Und selbst das Casa dos Tapetes de Arraiolos in Lissabon verkauft diese Schnitte zu einem günstigen Preis <a href="http://www.casatapetesarraiolos.com/en/kits.htm" title="Kits zur Arraiolos-Herstellung" target="_blank">über seine Internetseite</a> &#8211; ein Versuch, das <strong>Wissen um den Wert der traditionellen Arraiolos</strong> am Leben zu erhalten.</p>
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		<title>Der Kyneten-Code: Portugals älteste bekannte Schrift ist bis heute nicht komplett entziffert</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Oct 2007 21:56:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gilberto</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ 	Das südportugiesische Städtchen Almodôvar, rund 70 Kilometer nördlich von Faro gelegen, gilt als Heimat der ältesten Schrift Portugals &#8211; der &#8220;Escrita do Sudoeste&#8221;. Sowohl die mutmaßlichen Erfinder &#8211; das Volk der Kyneten &#8211; wie auch die Schrift selbst sind geheimnisumwittert. Ein neues Museum will nun Licht ins Dunkel der alten Schriften bringen &#8211; und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Das südportugiesische Städtchen Almodôvar, rund 70 Kilometer nördlich von Faro gelegen, gilt als Heimat der ältesten Schrift Portugals &#8211; der &#8220;Escrita do Sudoeste&#8221;. Sowohl die mutmaßlichen Erfinder &#8211; das Volk der Kyneten &#8211; wie auch die Schrift selbst sind geheimnisumwittert. Ein neues Museum will nun Licht ins Dunkel der alten Schriften bringen &#8211; und wartet mit wertvollen Exponaten auf.<span id="more-32"></span></p>
<p>Almodôvar, heute ein verschlafenes 4.000-Einwohner-Städtchen, kann auf eine <strong>reiche Geschichte</strong> zurückblicken. Hier, am Übergang vom <strong>Alentejo zur Algarve-Region</strong>, begegneten sich schon lange vor Ankunft der Römer die unterschiedlichsten Völker: <strong>Kelten trafen auf Iberer</strong>, und auch die Anwesenheit von <strong>Phöniziern und Karthagern</strong> lässt sich nachweisen. Diese Vielfalt macht Historikern und Archäologen heute auch das Leben schwer &#8211; denn nicht immer lässt sich genau sagen, wer wann wo gewesen ist.</p>
<p>Und so gibt es auch bei den <strong>ältesten Schriftzeugnissen</strong> aus dieser Zeit  &#8211; der &#8220;Südwest-Schrift&#8221; (<em>Escrita do Sudoeste</em>) oder &#8220;südlusitanische Schrift&#8221; - <strong>viele offene Fragen</strong>. So wurden rund um Almodôvar in den letzten Jahrzehnten Dutzende Schiefer-Stelen gefunden, die mit einer geheimnisvollen, fast an Hieroglyphen erinnernden Schriftart beschrieben sind. Meist enthalten die Stelen nur kleine, kurze Texte, andere sind mit einer Zeichnung illustriert &#8211; so wie die bedeutende <em><a target="_blank" href="http://escritadosudoeste.no.sapo.pt/abobada1.html" title="Informationen zur Stele von Abóbada">Stele von Abóbada</a></em>, die auch mit 60 Zeichen den längsten bekannten Text der Südwest-Sprache enthält.</p>
<p style="text-align: center"><img src="http://www.portugalmania.de/wp-content/02_10_aboboda.jpg" alt="02_10_aboboda.jpg" /></p>
<p style="text-align: center"><em>Die Stele von Abóbada &#8211; Texte mit einer Menschenzeichnung in der Mitte. Quelle: <a target="_blank" href="http://escritadosudoeste.no.sapo.pt/" title="Portal da Escrita do Sudoeste">Portal da Escrita do Sudoeste</a></em></p>
<p style="text-align: center">&nbsp;</p>
<p align="left" style="text-align: center">&nbsp;</p>
<p><strong>Die Faktenlage ist dürr:</strong> Sicher ist nur, dass die Stelen in der Zeit zwischen dem 7. und 5. Jahrhundert vor Christus entstanden sind. Und obwohl die Südwest-Schrift eindeutig unter <strong>Einfluss des phönizischen Alphabets</strong> entstanden ist, ist sie doch schon weiter entwickelt: Kannte die phönizische Schriftsprache nur Konsonanten (wie das Hebräische), verwendet die Südwest-Schrift auch Vokale. Deshalb gehen Archäologen davon aus, dass weniger die Phönizier als die im gesamten Süden der iberischen Halbinsel lebenden <strong>Tartesser</strong> die Entwicklung der Schrift geprägt haben. Manche portugiesische Quellen sehen die Südwest-Schrift auch als identisch mit der tartessischen Schrift an.</p>
<p>Ähnlich geheimnisvoll steht es um die <strong>Schöpfer der Escrita do Sudoeste</strong>: Niemand weiß anscheinend so genau, ob es Iberer, Kelten, eine Mischvolk aus Ibero-Kelten oder vielleicht sogar eine eigene Volksgruppe &#8211; die <strong>Kyneten oder Konier</strong> &#8211; waren, die die Stelen beschrifteten. Die Texte selbst geben wenig Auskunft &#8211; in den allermeisten Fällen sind es Grabbeschriftungen, über deren korrekte Übersetzung noch immer gestritten wird.</p>
<p>Das Übersetzen gestaltet sich auch deshalb so schwierig, weil das Schöpfervolk der Südwest-Schrift vor vielen Jahrhunderten wieder so <strong>spurlos verschwand</strong>, wie es aufgetaucht ist. Niemand weiß, was mit ihm geschah oder welche Entwicklung es nahm.</p>
<p style="text-align: center"><img src="http://www.portugalmania.de/wp-content/02_10_mesa.jpg" alt="02_10_mesa.jpg" /></p>
<p style="text-align: center"><em>MESA &#8211; Museu da Escrita do Sudoeste Almodôvar: In Kürze eröffnet das neue Museum rund um die Südwestschrift. Quelle: <a target="_blank" href="http://www.cm-almodovar.pt/" title="Stadtverwaltung von Almodôvar">Câmara Municipal Almodôvar</a></em></p>
<p align="left" style="text-align: center">&nbsp;</p>
<p>So schien es denn auch lange Zeit, dass gemeinsam mit dem Volk der Kyneten auch die Schrift im Dunkel der Geschichte verschwinden sollte. <strong>Ein neues Museum in Almodôvar will das ändern</strong> &#8211; und uns Besuchern von heute zumindest die Schriftzeugnisse aus den alten Zeiten zugänglich machen.</p>
<p>Das &#8220;MESA&#8221; (Museu da Escrita de Sudoeste) genannte Museum präsentiert 16 der in der Umgebung von Almodôvar gefundenen Stelen, ergänzt um einige auswärtige Funde. Mit diesen <strong>einzigartigen Original-Zeugnissen</strong> ergibt sich erstmals die Gelegenheit, einen direkten Blick auf die<strong> älteste, in Portugal bekannte Schrift</strong> werfen zu können.</p>
<p>Wann das in einem ehemaligen Kino untergebrachte Museum allerdings genau seinen Betrieb aufnehmen wird, ist noch nicht ganz klar. Lange dürfte es nicht mehr dauern &#8211; zu den Tagen des kulturellen Erbes am 29. und 30. September luden die Museumsmacher rund um wissenschaftlichen Koordinator Amílcar Guerra schon einmal zur<strong> Vorpremiere</strong>. Nach rund 2500 Jahren des Wartens kommt es auf ein paar Tage Verzögerung dann auch nicht mehr an.</p>
<ul>
<li>Die Stadtverwaltung von Almodôvar bietet auf ihrer Homepage einen <a target="_blank" href="http://www.cm-almodovar.pt/videos/2500_anos_escrita.htm" title="Film zur Geschichte der Schrift in Almodôvar">kurzen Film über &#8220;2500 Jahre Schrift&#8221;</a> an &#8211; nur auf Portugiesisch verfügbar.</li>
<li>Das <a target="_blank" href="http://escritadosudoeste.no.sapo.pt/" title="Portal da Escrita do Sudoeste">Portal da Escrita do Sudoeste</a> bietet Bilder und Informationen zu zahlreichen Fundstücken an</li>
</ul>
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		<title>Schafft große Architektur auch große Weine? Die Adega Mayor will den Beweis erbringen</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Aug 2007 21:41:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gilberto</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alentejo]]></category>
		<category><![CDATA[Wein]]></category>
		<category><![CDATA[adega mayor]]></category>
		<category><![CDATA[álvaro siza]]></category>
		<category><![CDATA[architektur]]></category>
		<category><![CDATA[campo maior]]></category>
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		<description><![CDATA[ 	Wein aus dem Alentejo ist außerhalb von Portugal noch immer ein Geheimtipp. Das Anbaugebiet ist klein und nur wenige Flaschen gelangen überhaupt in den Export. Schade: Denn im Alentejo arbeiten die derzeit kreativsten Winzer Portugals. Und in der Ortschaft Campo Maior befindet sich nun sogar eines der architektonisch schönsten Weingüter der Welt. Schafft große [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Wein aus dem Alentejo ist außerhalb von Portugal noch immer ein Geheimtipp. Das Anbaugebiet ist klein und nur wenige Flaschen gelangen überhaupt in den Export. Schade: Denn im Alentejo arbeiten die derzeit kreativsten Winzer Portugals. Und in der Ortschaft Campo Maior befindet sich nun sogar eines der architektonisch schönsten Weingüter der Welt. Schafft große Architektur große Weine?</p>
<p><span id="more-7"></span></p>
<p><strong>Wein aus<a href="http://www.portugalmania.de/wp-content/adega_mayor.jpg" title="Die Adega Mayor"></a> dem Aletenjo? </strong>Hierzulande eher eine <strong>unbekannte Größe unter Weinliebhabern</strong>. Zu Unrecht: Denn die Winzer aus dem Alentejo gelten derzeit als die kreativsten und innovativsten ihrer Zunft. Die Böden der <strong>kargen und schwere Landschaft</strong> des Alentejo produzieren interessante Weine, deren Erde und viele Sonnenstunden man leicht erschmecken kann.</p>
<p>Das <strong>Potenzial in den Weinen</strong> aus dem Alentejo hat nun auch die portugiesische Firma &#8220;Grupo Nabeiro&#8221; erkannt. Seit diesem Sommer betreibt Nabeiro, Inhaber des großen Kaffeeherstellers <em>Delta Cafés,</em> in der <a target="_blank" href="http://www.google.com/maps?f=q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=campo+maior,+Portugal&amp;sll=37.0625,-95.677068&amp;sspn=0.086162,0.088921&amp;ie=UTF8&amp;t=h&amp;z=11&amp;iwloc=addr&amp;om=1" title="Karte von Campo Maior">Alentejo-Ortschaft Campo Maior</a> an der Grenze zu Spanien nun auch ein Weingut. Und was für eins: Denn die Weine der neuen Marke &#8220;<strong>Adega Mayor</strong>&#8221; werden in einem <strong>wahren Schmuckstück</strong> hergestellt &#8211; geplant von keinem Geringerem als dem portugiesischen Star-Architekten <strong>Álvaro Siza</strong>.</p>
<p><img src="http://www.portugalmania.de/wp-content/adega_mayor.jpg" alt="Die Adega Mayor" /></p>
<p>Ganz in Weiß gehalten, <strong>langgezogen wie ein Strich</strong> liegt die Adega Mayor in der Landschaft. Das Gebäude harmoniert mit den langen Linien des Alentejo, manchmal widersetzt es sich auch den Blickachsen &#8211; <strong>ein faszinierendes Objekt</strong>. Und die Architektur vom Feinsten soll auch dem Wein etwas bringen: Wenn die Idee der Initiatoren der Adega Mayor rund um Rui Nabeiro aufgeht, dann springt auch ein Funken des ausgewogenen Gebäudes mit in das <strong>Gesamtkunstwerk des Weines</strong> über. <a target="_blank" href="http://www.ultimasreportagens.com/mag/entrada.html" title="Texte und Bilder über die Adega Mayor von Álvaro Siza">Viele Fotos und Hintergründe über die Adega Mayor liefert das Online-Magazin últimasmag01</a></p>
<p>Wer die neuen Weine gerne einmal <strong>selbst probieren</strong> möchte, hat es schwer. Denn noch immer wird die Mehrheit der Weine aus dem Alentejo <strong>in Portugal selbst getrunken</strong>. Die Anbauflächen sind sehr klein und nur punktuell über das Alentejo verstreut. Doch wer weiß &#8211; vielleicht wird die neue Marke Adega Mayor hier<strong> mehr Vertriebskraft</strong> über die Grenzen des Landes hinaus aufbringen.</p>
<p>In der Zwischenzeit kann man die <strong>Adega Mayor auch besichtigen</strong> und den Wein dort probieren. Geöffnet ist die Adega Mayor in Campo Maior von Montag bis Freitag. Besuche sind nach einer formlosen Anmeldung per E-Mail über die <a target="_blank" href="http://www.adegamayor.pt/" title="Adega Mayor">Website der Adega Mayor</a> möglich.</p>
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		<title>Die Costa Alentejana: Portugals &#8220;begehrteste Küste&#8221; zu Fuß erwandert</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Aug 2007 22:04:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gilberto</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alentejo]]></category>
		<category><![CDATA[costa alentejana]]></category>
		<category><![CDATA[küste]]></category>
		<category><![CDATA[landschaft]]></category>
		<category><![CDATA[meer]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	Die Costa Alentejana, die Küste südlich von Lissabon bis zur Algarve, galt lange Zeit als Geheimtipp: Wilde, einsame Strände lockten vor allem Individualreisende an. Doch die Gegend verändert sich: Der Tourismus übernimmt die Kontrolle, die Infrastruktur kommt an manchen Orten kaum noch mit. Ein Reporter des Wochenmagazins &#8220;Visão&#8221; wanderte nun elf Tage lang die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Die Costa Alentejana, die Küste südlich von Lissabon bis zur Algarve, galt lange Zeit als Geheimtipp: Wilde, einsame Strände lockten vor allem Individualreisende an. Doch die Gegend verändert sich: Der Tourismus übernimmt die Kontrolle, die Infrastruktur kommt an manchen Orten kaum noch mit. Ein Reporter des Wochenmagazins &#8220;Visão&#8221; wanderte nun elf Tage lang die gesamte Costa Alentejana ab &#8211; und sagt, wie es um die Küste wirklich bestellt ist.  				<span id="more-65"></span></p>
<p>Sie gilt als die <strong>Küste der Individualisten</strong>, das einsame Gegenstück zur touristischen Algarve: Die <strong><a href="http://www.visitalentejo.pt/vDE/Regioes/Alentejo_Litoral/" target="_blank" title="Costa Alentejana">Costa Alentejana</a></strong>, die rund 150 Kilometer lange Küstenlinie südlich von Lissabon bis zur Algarve. Wilde, einsame und lange Strände sind das Markenzeichen dieser Küste. Kein Wunder, dass die Costa Alentejana auch als &#8220;Portugals begehrteste Küste&#8221; gilt: Begehrt bei Touristen für ihre natürliche Schönheit, begehrt auch bei Investoren, die hier zum Beispiel Hotels oder Freizeiteinrichtungen bauen. Und so haben die Betonburgen des Tourismus an der Alentejo-Küste stellenweise bereits Einzug gehalten &#8211; und so mancher Ort setzt wie an der Algarve lieber auf Masse statt Klasse.</p>
<p>Der Journalist Luís Ribeiro hat für das Wochenmagazin Visão <a href="http://visao.clix.pt/default.asp?CpContentId=334061" target="_blank" title="Elf Tage an der Costa Alentejana">elf Tage lang die gesamte Costa Alentejana erwandert</a> -und in seinem Reisebericht all die <strong>Widersprüche und Entwicklungen</strong> aufgezeichnet, die diese Küste prägen. Ja, er berichtet über die vielen besorgniserregenden Dinge, die diese oftmals so unberührte Küste in Gefahr bringen: Die Gefahr des Betons, die etwa über Badeorte wie Almograve schwebt. Er berichtet von Orten, deren Infrastruktur mit dem wachsenden Tourismus nicht mithalten kann. Und er berichtet sogar, wie der Fremdenverkehr im Küstennest <strong>Zambujeira do Mar für ein handfestes Drogenproblem</strong> gesorgt hat. Denn in Zambujeira do Mar findet seit zehn Jahren Portugals größtes Musikfestival, das „Festival do Sudoueste&#8221; statt &#8211; und damals, beim ersten Festival, brachten die städtischen Konzertbesucher auch ihre Drogen in das ländliche Zambujeira mit. Seitdem seien viele Menschen drogenabhängig, notiert Ribeiro in seinem Artikel.</p>
<p>All diese besorgniserregenden Entwicklungen an der Küste von Tróia bis Odiceixe schreibt Luís Ribeiro auf. Genauso ist er aber auch beeindruckt von der <strong>Schönheit und Einsamkeit</strong>, die er immer wieder vorfindet. So zum Beispiel auch beim <strong>Praia da Amália</strong> &#8211; dem Strand, an dem sich die in Portugal höchst verehrte Fadosängerin Amália Rodrigues in ihren Ferien zurückzog.</p>
<p>Der Kontakt mit der Natur machte Luís Ribeiro mitunter auch zu schaffen. Glaubt man seinen Redaktionskollegen, so stand Luís Ribeiro einmal kurz davor, ein Fahrrad zu kaufen &#8211; die Wanderung in der sengenden Julisonne wurde selbst für den im Kosovo oder Mosambik erfahrenen Reporter zu viel. Ribeiro hielt aber durch &#8211; und liefert uns in seinem <a href="http://www.tryfoneblog.com/ribeiro/ps/JOURNAL/VIEWWEBSITE?foneblog=1186091754602" target="_blank" title="Fotos von der Alentejo-Küste im Blog">Reise-Blog viele wunderschöne Fotos von seiner Küstentour</a>. Auf der <a href="http://visao.clix.pt/default.asp?CpContentId=334061" target="_blank" title="Strand-Videos bei Visao">Website von Visão gibt es außerdem einige Strand-Videos</a> von der Route zu sehen.</p>
<p>150 Kilometer in elf Tagen: Das wäre sicher auch für Touristen eine interessante Wanderung. Über praktische Tipps für Nachahmer schweigt sich Ribeiros Artikel allerdings aus &#8211; weder exakte Wegbeschreibungen finden sich hier, noch konkrete Angaben zu den Hotels. Nachahmer wird Luís Ribeiro bestimmt finden &#8211; dafür sorgt schon die Schönheit und Einzigartigkeit dieses Küstenabschnitts.</p>
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