Metamorphosen und Metaphonien: Madredeus erfindet sich neu
Tot gesagte leben länger: Fast hätte man „Madredeus“ schon in die Abteilung „Portugiesische Musikgeschichte“ einsortiert – nun meldet sich die Gruppe um Pedro Ayres Magalhaes mit einem eindrucksvollen Comeback zurück. Nicht nur personell hat sich Madredeus mit neuen Kräften verstärkt – auch das Repertoire öffnet sich hin zu neuen Einflüssen aus Ostafrika und Brasilien.
Fado trifft Camões: Dass Sonette von Portugals Nationaldichter Luís de Camões als Texte für Fados dienen, ist nichts Neues. Was aber, wenn etwa von Amália Rodrigues interpretierte Fados (20. Jahrhundert) und alte Sonette (16. Jahrhundert) gleichberechtigt nebeneinander stehen, ja, sogar in Kontakt miteinander treten sollen? Dann passiert Erstaunliches, wie das neue Musikwerk “Com Que Voz” zeigt. Ein Bericht von der deutschen Uraufführung des Stücks in der Frankfurter Alten Oper.