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	<title>portugalmania.de &#187; Bildende Kunst</title>
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	<description>Das portugiesische Logbuch im Netz :: Portugal Blog</description>
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		<title>Amadeo de Souza-Cardoso: Wanderer zwischen den Stilen, Pionier der modernen Kunst</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Mar 2008 22:42:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gilberto</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildende Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Amadeo de Souza-Cardoso]]></category>
		<category><![CDATA[Gulbenkian]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	Er war ein Pionier der Malerei des frühen 20. Jahrhunderts: Der Portugiese Amadeo de Souza-Cardoso, der sich selbst gern als Wanderer bezeichnete. Hin- und hergerissen zwischen Portugal und Paris, aber auch als Suchender zwischen den verschiedenen Kunststilen seiner Zeit. Eine Ausstellung im Hamburger Ernst Barlach Haus legt die Spuren des hierzulande fast vergessenen Souza-Cardoso [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Er war ein <strong>Pionier der Malerei </strong>des frühen 20. Jahrhunderts: Der Portugiese <strong>Amadeo de Souza-Cardoso</strong>, der sich selbst gern als Wanderer bezeichnete. Hin- und hergerissen zwischen Portugal und Paris, aber auch als Suchender zwischen den verschiedenen Kunststilen seiner Zeit. Eine Ausstellung im <strong>Hamburger Ernst Barlach Haus</strong> legt die Spuren des hierzulande fast vergessenen Souza-Cardoso wieder frei.    <span id="more-287"></span></p>
<p>Zwischen dem<strong> ersten und dem letzten Bild</strong> in der Amadeo de Souza-Cardoso-Ausstellung im überschaubaren Hamburger <a href="http://www.barlach-haus.de/" title="Ernst Barlach Haus" target="_blank">Ernst Barlach Haus</a> liegen vielleicht nur zwanzig oder dreißig Meter. Auch zeitlich reicht die Spanne nicht allzu weit: Das erste ausgestellte Souza-Cardoso-Werk stammt aus dem Jahr <strong>1910</strong>, das letzte von 1917 . Und trotzdem scheinen <strong>zwischen Anfang und Ende Welten</strong> zu liegen: In Aussage, in Wahrnehmung, in der Ausdruckskraft.</p>
<p>Das älteste gezeigte Bild, <em>Bellevue</em> aus dem Jahr 1910, ist noch eine farbenfrohe, nur ansatzweise abstrahierende Darstellung einer <strong>lieblichen Hügellandschaft</strong> mit hohen Turmhäusern, die an Macke oder Klee erinnert. Wie anders dagegen das letzte Werk, <em>Registrierkasse</em> aus dem Jahr 1917: Eine chaotische, fast dadaistische Zusammenstellung von Gegenständen &#8211; ergänzt um sinnfreie Zahlen als letzte nicht mehr abstrakt zerlegbaren Einheiten.</p>
<p align="center">
<div class="mypicsgallery"><a rel="lightbox[souza-cardoso]" href="http://www.portugalmania.de/wp-content/myfotos/souza-cardoso/03_03_cardoso-lapin.jpg"  title="Saut du Lapin"><img  width="100" height="75" src="http://www.portugalmania.de/wp-content/myfotos/souza-cardoso/tumbs/tmb_03_03_cardoso-lapin.jpg" alt="Saut du Lapin" title="Saut du Lapin" /></a><a rel="lightbox[souza-cardoso]" href="http://www.portugalmania.de/wp-content/myfotos/souza-cardoso/03_03_cardoso-pintura.jpg"  title="Pintura"><img  width="100" height="75" src="http://www.portugalmania.de/wp-content/myfotos/souza-cardoso/tumbs/tmb_03_03_cardoso-pintura.jpg" alt="Pintura" title="Pintura" /></a></div>
</p>
<p>Erstaunlich, dass<strong> beide Bilder vom selben Künstler</strong> stammen &#8211; und dass nur sieben Jahre zwischen ihnen liegen. Allein dieser Kontrast zeigt das große Talent von Amadeo de Souza-Cardoso, sich künstlerisch in verschiedenen Formen gekonnt auszudrücken. Und, wer weiß &#8211; diese Entwicklung im Zeitraffer zeigt vielleicht auch, unter welchem <strong>künstlerischen Drang und Schaffensdruck </strong>Souza-Cardoso stand: Er starb mit 30 Jahren an den Folgen der Spanischen Grippe.</p>
<p>Die Krankheit erfasste den Künstler unvermutet &#8211; und doch scheint es manchmal ein zwingender Gedanke zu sein, dass das Schicksal Amadeo wenn nicht schon zur Eile, dann zumindest zum <strong>kraft- und fantasievollen Spiel</strong> mit den Möglichkeiten künstlerischer Ausdrucksmöglichkeiten angetrieben hat. Denn auf <strong>einen einzigen Kunststil </strong>lässt sich das Werk Amadeo de Souza-Cardosos nicht begrenzen.</p>
<p>Inspiriert vom <strong>Kubismus</strong>, fasziniert vom <strong>Futurismus</strong>, angezogen vom <strong>Dadaismus</strong>: Souza-Cardoso lebte in einer Zeit der stilistischen Aufbrüche in der Kunst und ließ sich von den vielen Entwickungen auch anregen. Festlegen lassen wollte er sich hingegen nie: <strong>Nur Künstler sein</strong>, das war sein Ziel.</p>
<p style="text-align: center"><img src="http://www.portugalmania.de/wp-content/03_03_cardoso1.jpg" alt="03_03_cardoso1.jpg" /></p>
<p style="text-align: center"><em>Porträt von Amadeo de Souza-Cardoso. Foto: <a href="http://www.geira.pt/MMASouzaCardoso/" target="_blank">Museu Municipal Amadeo de Souza Cardoso, Amarante</a></em></p>
<p>Und zumindest zu Beginn seiner künstlerischen Karriere schien Amadeo de Souza-Cardoso <strong>zur rechten Zeit am rechten Ort</strong> zu sein. Geboren 1887 in Manhufe (Nord-Portugal) und versehen mit ersten zeichnerischen Ausbildungen in Lissabon zog es den jungen Amadeo am 14. November 1906 &#8211; seinem 19. Geburtstag &#8211; nach <strong>Paris</strong>: Damals das Zentrum der Welt, in dem die umwälzenden Entwicklungen aus Wissenschaft, Psychologie und Kunst ihre größte Resonanz fanden.</p>
<p>Ursprünglich kam Amadeo de Souza-Cardoso in die französische Hauptstadt, um <strong>Architektur </strong>zu studieren. Rasch kühlte jedoch sein Interesse an diesem Fach ab und er widmete sich immer stärker der <strong>Karikatur </strong>und später der Malerei. Von Anfang an stand er dabei in Kontakt mit <strong>vielen bedeutenden Künstlern</strong> seiner Zeit:  Mit seinem Namensvetter <strong>Amedeo Modigliani </strong>verband ihn eine enge Freundschaft, und auch mit Kollegen wie August Macke, Constantin Brancusi oder dem Künstlerpaar Robert und Sonia Delaunay stand er in Kontakt.</p>
<p>Die <strong>ersten künstlerischen Gehversuche</strong> Amadeo de Souza-Cardosos stießen bei Kollegen durchaus auf freundliches Interesse. Selbst <strong>bis nach Amerika</strong> schafften es seine Bilder: 1913 nahm die New Yorker Armory Show, eine Ausstellung für moderne Kunst, einige Werke des Portugiesen auf.</p>
<p><strong>Caminheiro, Wanderer </strong>- um diesen Begriff ergänzte Amadeo de Souza-Cardoso oft seine Unterschrift in Briefen an die Mutter. Und in Paris war es, wo er die<strong> Wanderschaft durch die Stile</strong> aufnahm: Bald schon begann er mit Elementen des Kubismus zu experimentieren, widmete sich aber ebenso auch der detailgetreuen Federzeichnung. Und auch eines seiner interessanten Werke entstand 1912 in Paris: Eine an Fantasie und Stilvielfalt übersprühende <strong>Illustration </strong>zu Gustave Flauberts <em>Légende de Saint Julien l&#8217;Hospitalier</em> &#8211; wie alte mönchische Codices mit der Hand geschrieben, umrahmt von mal figürlichen, mal rein schmückenden Ornamenten.</p>
<p>Doch nicht nur stilistisch war Souza-Cardoso ein Wanderer: Der Maler entwickelte eine wahre Lust daran, sich in eine <strong>eigene Welt der Ritterromantik</strong> hineinzufantasieren. Ob Dom Quijotte, verwunschene Sagenlandschaften oder an die Gestaltung von Wandteppichen erinnernden Darstellungen von Stierkämpfen: Immer wieder beschwört Souza-Cardoso eine <strong>untergegangene, vielleicht nie dagewesene Welt hervor</strong>, an die er sich über die unterschiedlichsten Wege anzunähern versucht.</p>
<p align="left">1914 kommt dann der <strong>große Wendepunkt</strong> in Amadeo de Souza-Cardosos Leben. Während einer Reise mit seiner Frau Lucie Pecetto nach Portugal überrascht ihn am 3. August 1914 die Kriegserklärung Deutschlands an Frankreich. Eine <strong>Rückkehr nach Paris ist ausgeschlossen </strong>- die französische Hauptstadt sollte er nie wiedersehen.</p>
<p>Obwohl seinem Heimatland in tiefer Liebe verbunden, fühlt sich Souza-Cardoso in Portugal von den künstlerischen Entwicklungen der Zeit <strong>abgeschnitten</strong>. Immer wieder plant er die Rückkehr nach Paris, immer wieder zerschlägt sich dieses Vorhaben. In dieser Zeit widmet sich Amadeo de Souza-Cardoso vermehrt der Volkskunst seines Landes  &#8211; und greift <strong>Farben und Motive Portugals</strong> verstärkt auf. Meisterhaft, wie etwa in der Darstellung von Fischerhäuschen die konkrete Darstellung in abstrakte Wahrnehmung übergeht <em>(Das helle Häuschen &#8211; Landschaft, 1916)</em>.</p>
<p style="text-align: center"><img src="http://www.portugalmania.de/wp-content/03_03_cardoso-russa.jpg" alt="03_03_cardoso-russa.jpg" /><br />
<em>Volkslied und Russin und Figaro (1917) von Amadeo de Souza-Cardoso. Quelle: <a href="http://pt.wikipedia.org/wiki/Imagem:Amadeo_de_Souza-Cardoso-7.jpg" title="Wikipedia" target="_blank">Wikipedia</a></em></p>
<p>Den Wanderer Souza-Cardoso zog es noch weiter: Bis hin zu den <strong>avantgardistischen Bildern</strong>, in denen zerlegte Gegenstände in einer verrückten Nicht-Beziehung stehen. Zum Beispiel hier: <em>Volkslied und Russin und Figaro</em> &#8211; mit der Russin ist übrigens <strong>Sofia Delaunay</strong> gemeint. Die Delaunays sind 1917 vor dem Krieg nach Portugal geflohen &#8211; die letzten verbliebenen Freunde aus Pariser Zeiten, mit denen Souza-Cardoso sich (nicht immer reibungsfrei) austauschen konnte.</p>
<p>Am <strong>30. Oktober 1918 </strong>stirbt Amadeo de Souza-Cardoso an den Folgen der Spanischen Grippe. Ein zu früher Tod, der viel Freiraum lässt für Gedankenspiele, was der so begabte Künstler noch hätte produzieren können (oder eben auch nicht). Und ein zu früher Tod, der das Wissen um die Bedeutung dieses <strong>großen Talentierten</strong> rasch wieder vergessen ließ.</p>
<p>Nun wird Amadeo de Souza-Cardoso langsam wieder entdeckt: Als &#8220;<strong>Pionier aus Portugal</strong>&#8221; (so der Name der Ausstellung in Hamburg). Oder zumindest als Wanderer, dessen Spuren eine genauere Betrachtung verdienen.</p>
<p><em>Die Ausstellung &#8220;Amadeo de Souza-Cardoso &#8211; ein Pionier aus Portugal&#8221; läuft noch bis zum 30. März 2008 im Hamburger <a href="http://www.barlach-haus.de/sonder5.htm" title="Ernst Barlach Haus Hamburg" target="_blank">Ernst Barlach Haus</a>. Die Bilder Souza-Cardosos sind ansonsten auch in der <a href="http://www.camjap.gulbenkian.pt/" title="Centro de Arte Moderna" target="_blank">Fundação Calouste Gulbenkian &#8211; Centro de Arte Moderna</a> in Lissabon sowie im <a href="http://www.geira.pt/MMASouzaCardoso/" title="Museu Municipal Amadeo de Souza-Cardoso" target="_blank">Museu Municipal Amadeo de Souza-Cardoso</a> in Amarante zu sehen. </em></p>
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		<title>Visual Street Performance 2007: Lissabons Graffiti-Künstler zeigen ihr Können</title>
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		<pubDate>Thu, 20 Dec 2007 11:40:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gilberto</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildende Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Lissabon]]></category>
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		<category><![CDATA[Graffiti]]></category>
		<category><![CDATA[kunst]]></category>
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		<description><![CDATA[ 	Graffiti sind auch in Lissabon ein Problem: Kaum ein Gebäude, das nicht schon einmal in einer nächtlichen Attacke mit Sprühfarben attackiert wurde. Und doch &#8211; Graffiti kann auch Kunst sein. Das zeigen die Ergebnisse der &#8220;Visual Street Performance 2007&#8243;, die zum dritten Mal das Können der talentiertesten portugiesischen Graffiti-Künstler zusammenfasste. 
Brücken, Gebäude, ja, selbst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Graffiti sind auch in Lissabon ein Problem: Kaum ein Gebäude, das nicht schon einmal in einer nächtlichen Attacke mit Sprühfarben attackiert wurde. Und doch &#8211; Graffiti kann auch Kunst sein. Das zeigen die Ergebnisse der &#8220;Visual Street Performance 2007&#8243;, die zum dritten Mal das Können der talentiertesten portugiesischen Graffiti-Künstler zusammenfasste. <span id="more-194"></span></p>
<p>Brücken, Gebäude, ja, selbst der <strong>altehrwürdige Elevador da Glória</strong>: Graffiti-Sprayer gehen fast jede Nacht auf  Tour, um in Lissabon ihre Farbmarken zu setzen. Besonders das beliebte Ausgehviertel Bairro Alto leidet unter der Ausdruckswut: Oft sind es nur<strong> kleine &#8220;Tags&#8221;</strong>, Unterschriften der &#8220;Kampfnamen&#8221;, die junge Sprayer an Häuserwände setzen &#8211; wohl, um ihr Revier zu markieren.</p>
<p style="text-align: center"><img src="http://www.portugalmania.de/wp-content/20_12_elevadorgloria.jpg" alt="Verunstaltet: Elevador da Gloria mit Graffiti" /><br />
<em>Elevador da Gloria, übermalt mit Graffiti. Im Hintergrund an der Hauswand die Tags. <a href="http://www.flickr.com/photos/dickobrien/48017209/" title="Dickobrien-Fotos auf Flickr" target="_blank">Foto: dickobrien auf Flickr</a></em></p>
<p>Doch <strong>Graffiti geht auch anders</strong>. Sieben von Portugals talentiersten &#8220;Straßenkünstlern&#8221; haben in Lissabons derzeit wohl angesagtestem Kulturzentrum <a href="http://www.bracodeprata.org/" title="Fábrica de Braço de Prata, Lissabon" target="_blank"><em>Fábrica de Braço de Prata</em></a> im Rahmen der &#8220;<strong>Visual Street Performance</strong>&#8221; ihr Können gezeigt. Alles auf &#8220;erlaubten&#8221; Flächen, aber immerhin noch Open Air &#8211; so ganz angepasst möchte sich die Szene wohl doch nicht geben. Die Ausstellung , sie lief vom 29. November bis 15. Dezember, ist zwar nun vorbei &#8211; alle Werke sind aber in einer <a href="http://www.flickr.com/photos/arteurbana/sets/72157603470425317/" title="Arte Urbana-Gallerie auf Flickr" target="_blank">umfangreichen Fotogalerie auf Flickr </a>anzusehen.</p>
<p style="text-align: center"><img src="http://www.portugalmania.de/wp-content/20_12_graffiti1.jpg" alt="Graffiti-Kunst in Lissabon" /><br />
<em>Was will uns der Künstler damit sagen? Eines der Werke in der Visual Street Performance 2007. Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/arteurbana/2123097467/" title="Graffiti Land auf Flickr" target="_blank">Graffiti Land auf Flickr</a></em><br />
Die <strong>Künstlernamen </strong>mögen noch etwas ungewöhnlich klingen: <em>HBSR81, Hium, Klit, Mar, Ram, Time</em> und <em>Vhils</em> nennen sich die sieben &#8220;Street Performer&#8221;, die ihre Werke im Braço de Prata ausstellten.</p>
<p>Die Ausstellung diente auch dazu, sich über die neuesten Techniken auszutauschen &#8211; und darunter findet man schon Erstaunliches: Etwa ein <strong>schablonenartiges Auftragen von Hexagonen</strong> auf eine Fläche &#8211; am Ende entsteht fast so etwas wie ein Pixelbild&#8230;:</p>
<p style="text-align: center"><img src="http://www.portugalmania.de/wp-content/20_12_graffiti23.jpg" alt="20_12_graffiti23.jpg" /><br />
<em><a href="http://www.flickr.com/photos/arteurbana/2123870636/in/set-72157603470425317/" title="Graffiti Land auf Flickr" target="_blank">Foto: Graffiti Land auf Flickr</a></em></p>
<p>Ganz filigran hingegen diese chinesisch anmutenden Sprayerwerke:</p>
<p style="text-align: center"><img src="http://www.portugalmania.de/wp-content/20_12_graffiti3.jpg" alt="20_12_graffiti3.jpg" /><br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/arteurbana/2116407064/in/set-72157603470425317/" title="Graffiti Land auf Flickr" target="_blank"><em>Foto: Graffiti Land auf Flickr</em></a></p>
<p><strong><a href="http://www.flickr.com/photos/arteurbana/sets/72157603470425317/" target="_blank">Hier geht&#8217;s zur kompletten Fotogalerie auf Flickr&#8230; </a></strong></p>
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		<title>Aus portugiesischer Erde modelliert Vik Muniz Porträts mit eindringlicher Tiefe</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Oct 2007 20:46:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gilberto</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildende Kunst]]></category>
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		<description><![CDATA[ 	
Erdnussbutter, Marmelade, Altmetall: Der brasilianische  Künstler Vik Muniz hat mit seiner extravaganten Wahl an Materialien für seine  Werke bereits international für Aufsehen gesorgt. Jetzt hat Vik Muniz auch die  portugiesische Erde als Werkstoff für Porträts entdeckt &#8211; und schafft es sogar,  aus Fußballstar Cristiano Ronaldo eine römisch anmutende Büste zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	<!--[CDATA["A terra e a gente": Das Land und die Erde - so lautet der Titel einer Ausstellung, die heute im Museu da Electricidade im Lissaboner Stadtteil Belém eröffnet wird. Was zunächst wie eine beschauliche Porträtausstellung klingt, ist doch weit mehr: Denn die kleine, aber feine Schau zeigt zehn speziell angefertigte Werke des international bekannten Künstlers Vik Muniz - und die bestehen nicht aus...]]--></p>
<p>Erdnussbutter, Marmelade, Altmetall: Der brasilianische  Künstler Vik Muniz hat mit seiner extravaganten Wahl an Materialien für seine  Werke bereits international für Aufsehen gesorgt. Jetzt hat Vik Muniz auch die  portugiesische Erde als Werkstoff für Porträts entdeckt &#8211; und schafft es sogar,  aus Fußballstar Cristiano Ronaldo eine römisch anmutende Büste zu  machen.<span id="more-25"></span><br />
&#8220;A terra e a gente&#8221;: <strong>Das Land und die Erde</strong> &#8211; so lautet der Titel einer Ausstellung, die heute im <em><a href="http://www.edp.pt/EDPI/Internet/PT/Group/AboutEDP/EDPFoundation/Museu/default.htm" target="_blank" title="Museu da Electricidade">Museu da Electricidade</a></em> im Lissaboner Stadtteil Belém eröffnet wird. Was zunächst wie eine beschauliche Porträtausstellung klingt, ist doch weit mehr: Denn die kleine, aber feine Schau zeigt <strong>zehn speziell angefertigte Werke</strong> des international bekannten Künstlers <strong>Vik Muniz</strong> &#8211; und die bestehen nicht aus Farbe, sondern aus <strong>portugiesischer Erde</strong>.</p>
<p>Für Vik Muniz ist diese <strong>eigenartige Materialwahl</strong> nichts Neues. Fotografien aus Erdnussbutter oder Marmelade, Kunstinstallationen aus Müll oder jüngst auch riesige, in die Erde gezeichneten Werke: Der unter anderem auf der Biennale von Venedig bekannt gewordene Künstler ist in der Lage, aus vielen Dingen dieser Welt ein interessantes Werk zu erschaffen.</p>
<p>Der 1961 in São Paulo geborene und heute in New York lebende Vik Muniz wählt all diese Materialien, um seinen <strong>Werken eine neue Tiefe</strong> zu geben. Denn, so berichtet seine Website <a href="http://www.vikmuniz.net/" target="_blank">http://www.vikmuniz.net/</a>, er habe sich an unserer täglichen oberflächlichen Bilderflut &#8220;satt gesehen&#8221;. Erst im Recycling von Materialien, in der Neuerschaffung mit Vorhandenem und Anfassbarem, würden die von Bilder wieder Bedeutung und Inhalt gewinnen.</p>
<p>Das gilt auch für den <strong>Portugal-Zyklus</strong>, den Vik Muniz im Auftrag der <a href="http://www.bes.pt/sitebes/cms.aspx?plg=C8E4C833-993D-47A2-A687-FBD1F997BB9A" target="_blank" title="Banco Espirito Santo">Kulturstiftung der <em>Banco Espirito Santo</em></a> und dem <em>Centro de Artes Visuais </em>entwickelt hat. Die in zweimonatiger Arbeit entstandenen, mehr als zwei Meter hohen Bilder zeigen <strong>berühmte Persönlichkeiten aus Gegenwart und jüngerer Geschichte Portugals</strong> &#8211; darunter Fadosängerin Amália Rodrigues, Architekt und Künstler Álvaro Siza, Dichter Fernando Pessoa &#8211; und nicht zuletzt das weltweite Fußballidol Cristiano Ronaldo.</p>
<p style="text-align: center"><img src="http://www.portugalmania.de/wp-content/17_10_vicmuniz.jpg" alt="17_10_vicmuniz.jpg" /></p>
<p style="text-align: center"><em>Fadosängerin Amália Rodrigues, modelliert aus Erde: Ein Bild aus der Kollektion von Vik Muniz. <a href="http://www.bes.pt/sitebes/cms.aspx?plg=C8E4C833-993D-47A2-A687-FBD1F997BB9A" target="_blank" title="Banco Espirito Santo">Quelle: Banco Espirito Santo</a></em></p>
<p style="text-align: center">&nbsp;</p>
<p style="text-align: center" align="left">&nbsp;</p>
<p>All diese Menschen schienen Vik Muniz passende Botschafter Portugals zu sein. Um deren Verbundenheit mit dem Land auszudrücken, modellierte Vik Muniz die Porträts <strong>allein aus portugiesischer Erde</strong> &#8211; und davon nicht zu knapp: Für zehn Bilder benötigte der Künstler acht Kilogramm verschiedener Erdsorten.</p>
<p>Wie kaum ein anderer Stoff steht Erde für die <strong>Verwurzelung und Beständigkeit</strong> von Menschen in ihre Kultur und Heimat, so Vik Muniz. Und nicht nur das: <strong>Mensch und Erde leben in Wechselwirkung</strong>. Ist die Erde einerseits Resonanzboden für das Handeln des Menschen, so spiegelt sich die Heimaterde oft auch in den menschlichen Gesichtszügen wider.</p>
<p>Im Portugiesischen ist die Bedeutung des Wortes &#8220;Erde&#8221; ohnehin tiefer angelegt als im Deutschen. Denn &#8220;Terra&#8221; steht nicht nur für das Material Erde an sich, sondern auch <strong>für den Begriff der &#8220;Heimat&#8221;.</strong> Nicht ohne Grund heißt also zum Beispiel ein berühmter und ergreifender Fado der Sängerin Maríza <em>Ó gente da minha terra</em> &#8211; wörtlich übersetzt &#8220;Menschen meiner Erde&#8221;. Hört man sich dieses Lied an (<a href="http://www.youtube.com/watch?v=TeOhPR_0x8E" target="_blank" title="Mariza Ó gente da minha terra">zum Beispiel als Video auf Youtube</a>), lässt sich selbst mit nur wenig Vorstellungsvermögen schon die schwere Erde der hier besungenen Heimat intensiv erspüren.</p>
<p><strong><img src="http://www.portugalmania.de/wp-content/17_10_vicmuniz2.jpg" alt="default" title="default" align="left" height="156" width="110" />Erde ist aber nicht gleich Erde.</strong> Vik Muniz nutzt unterschiedliche Brauntöne, um seinen Porträts Tiefe und Feinheiten zu verleihen. Besonders beim <strong>Porträt von Jungfußballer Cristiano Ronaldo</strong> (Bild links, Quelle: <a href="http://www.edp.pt/EDPI/Internet/PT/Group/AboutEDP/EDPFoundation/Programacao/Vik_Muniz.htm" target="_blank" title="Fundação EDP">Fundação EDP</a>) scheint Vik Muniz ein <strong>Meisterstück</strong> gelungen zu sein: Das Porträt mische &#8220;den Jungen aus Funchal mit einer antiken römischen Büste&#8221;, schwärmt zum Beispiel Ausstellungskurator Albano Silva Pereira im <em><a href="http://ultimahora.publico.clix.pt/noticia.aspx?id=1307015&amp;idCanal=" target="_blank" title="Público-Meldung über die Ausstellung">Público</a>.</em> Wie er so mit geschlossenen Augen dargestellt sei, spüre man <strong>eine innere Kraft</strong>, die hier wirke.</p>
<p>Diese Kraft der Erde Portugals lässt sich noch bis zum 16. Dezember 2007 nachspüren &#8211; im Museu da Electricidade, direkt am Tejoufer von Belém.</p>
<p><em>Museu da Electricidade, Avenida de Brasília, Central Tejo, Belém/Lissabon. Erreichbar mit der Straßenbahnlinie 15 und dem Zug Cais do Sodré &#8211; Cascais; Öffnungszeiten: Sonntag bis Donnerstag: 10 bis 18 Uhr; Freitag und Samstag 10 bis 20 Uhr.</em></p>
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		<title>Eine Portugiesin auf den Spuren von Goya und Picasso: Eine Ausstellung in Madrid zeigt erstmals die Werke von Paula Rego in Spanien</title>
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		<pubDate>Fri, 28 Sep 2007 21:24:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gilberto</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ 	Magisch, düster, verstörend: Die Bilder der in London lebenden portugiesischen Künstlerin Paula Rego lassen sich kaum in gängige Kategorien fassen. Vielleicht macht gerade dieses Unheimliche und Unbestimmte den Reiz an den Bildern von Paula Rego aus. Erstmals sind die Bilder Regos nun auch in Spanien zu sehen &#8211; dem Land ihrer großen Vorbilder Picasso [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Magisch, düster, verstörend: Die Bilder der in London lebenden portugiesischen Künstlerin Paula Rego lassen sich kaum in gängige Kategorien fassen. Vielleicht macht gerade dieses Unheimliche und Unbestimmte den Reiz an den Bildern von Paula Rego aus. Erstmals sind die Bilder Regos nun auch in Spanien zu sehen &#8211; dem Land ihrer großen Vorbilder Picasso und Goya. 				<span id="more-35"></span></p>
<p><strong>Paula Regos Bilder berühren</strong>. Sie erscheinen wie <strong>ungeliebte Träume</strong>, die früh am Morgen kommen und nicht verschwinden wollen. In magisch-realistischer Art und Weise, sorgfältig gezeichnet wie in einem Bilderbuch, schafft <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Paula_Rego" target="_blank" title="Wikipedia-Beitrag über Paula Rego">Paula Rego</a> <strong>Menschenwesen</strong>, deren <strong>stiller Schmerz</strong> verstört.</p>
<p><strong>Personen</strong> spielen eine zentrale Rolle im Werk von Paula Rego. Die Künstlerin nennt sie selbst <em><strong>Bonecos</strong></em> (Puppen), an denen sie ihre zentralen Themen darstellt: Leid, Ungerechtigkeit, Unterdrückung, Opfertum. Der ständige Versuch, dem Dunklen und Obskuren Ausdruck zu verleihen, zieht sich durch das ganze Werk von Paula Rego &#8211; von den Anfängen in den 50er Jahren bis heute. Und so bizarr die Menschen (fast immer sind es Frauen) auch dargestellt werden &#8211; sehr oft findet sich in ihnen die <em><strong>duende</strong></em>, die iberische Mischung aus <strong>Gefühl und Fatalismus</strong>, wie Regos Biograph John McEwan feststellte.</p>
<p>Geboren 1935 in Portugal, wuchs Paula Rego in den behüteten Verhältnissen einer wohlhabenden Familie auf. Nach dem Besuch der englischen Schule von Lissabon wechselte Rego später nach England, wo sie dann auch ein <strong>Kunststudium</strong> an der <em>Slade School of Fine Art</em> aufnahm. Obwohl Paula Rego bis heute in London lebt, wo sie bereits zu den <strong>großen Malerinnen der Gegenwart</strong> gezählt wird, ist ihre Popularität auch in Portugal sehr hoch.</p>
<p style="text-align: center"><img src="http://www.portugalmania.de/wp-content/paula-rego.jpg" alt="paula-rego.jpg" /></p>
<p style="text-align: center">&nbsp;</p>
<p>Und nun entdeckt auch Spanien das Werk von Paula Rego. Nach fast zweijähriger Vorbereitungszeit eröffnete das <strong>Museo Nacional Reino Sofia</strong> in Madrid eine <a href="http://www.museoreinasofia.es/s-exposiciones/exposicion.php?idexposicion=248" target="_blank" title="Paula Rego-Ausstellung in Madrid">große Paula Rego-Ausstellung</a> mit mehr als 200 Werken. Paula Rego freut es &#8211; denn mit Spanien verbindet sie <strong>zwei große Vorbilder</strong>: Pablo Picasso und Francisco de Goya, dessen Werke eine ähnlich intensive und zerstörerische Strahlkraft besitzen. Die Bilder Picassos hängen im Nationalmuseum genau einen Stockwerk über den Räumen der Paula Rego-Ausstellung &#8211; was die Künstlerin bei der Vernissage zur Bemerkung hinriss, dass sie nun &#8220;<strong>unter Picasso</strong>&#8221; stehe.</p>
<p>Die Rego-Ausstellung in Madrid umfasst <strong>Beispiele aus allen Schaffensperioden</strong> der Künstlerin: Frühe Werke aus den 50er Jahren, die sich noch vor allem mit den Erinnerungen an die Kindheit, aber auch mit dem <strong>repressiven Salazar-System</strong> in Portugal auseinander setzen. Es folgen Arbeiten aus Zeiten, in denen Paula Rego versuchte, persönliche Schicksalsschläge zu verarbeiten: Der Tod des Vaters, die einsetzende Multiple Sklerose ihres Ehemannes Victor Willing.</p>
<p>Die<strong> neueren Bilder</strong> von Paula Rego, die seit den 80er Jahren fast ausschließlich mit Pastellkreide arbeitet, befassen sich mit allgemeineren Themen: Der Unterdrückung und der Rolle von Frauen, Krieg, Ungerechtigkeiten und Ausbeutung.</p>
<p>Paula Rego versteht es, diese Botschaften sehr <strong>konkret in Einzel-Geschichten auszudrücken</strong>: Berühmt ist zum Beispiel ihr Bild der Hundefrau, das einerseits Erniedrigung auszudrücken vermag, andererseits aber auch Stärke, Kraft und Aggression  ausstrahlt. So ist es vielleicht auch nicht falsch, Rego als <strong>&#8220;literarische Künstlerin&#8221;</strong> zu bezeichnen, die ihre Inspiration häufig aus Erzählungen und Geschichten bezieht. <strong>Franz Kafka</strong> zählt unbestritten zu ihren großen Inspirationsquellen &#8211; ihre Bilder sind das in der bildenden Kunst, was seine düster-fantastischen Geschichten für die Literatur bedeuten.</p>
<p>Doch mit Kafka hört es nicht auf: Paula Rego hat auch schon Anregungen aus der Welt von <strong>Walt Disney</strong> verarbeitet. Man kann der Künstlerin wirklich nicht vorwerfen, sich in Schubladen stecken zu lassen.</p>
<p><em><strike>Die Ausstellung über Paula Rego im Museo Nacional Reina Sofia, Madrid, läuft noch bis zum 30. Dezember 2007. Öffnungszeiten: Montags bis Samstags 10 bis 21 Uhr, Sonntags 10 bis 14:30 Uhr. Geschlossen am Mittwoch.</strike></em></p>
<p><font color="#ff6600"><strong>Nachtrag, 13. Januar 2008:</strong> Laut einem Bericht der Zeitung &#8220;Metro&#8221; hat die Paula Rego-Ausstellung in Madrid rund 55.000 Besucher angezogen. Die Ausstellung wird als nächstes vom 1. Februar bis 25. Mai 2008 in Washington zu sehen sein (<a href="http://www.nmwa.org/exhibition/detail.asp?exhibitid=169" target="_blank">http://www.nmwa.org/exhibition/detail.asp?exhibitid=169</a>). </font></p>
<p align="left"><em>Werke von Paula Rego sind dauerhaft auch zum Beispiel in London (<a href="http://www.saatchi-gallery.co.uk/artists/paula_rego.htm=321&amp;lang=en&amp;tab=works" target="_blank" title="Saatchi Gallery London">Saatchi Gallery</a>) und in Lissabon (<a href="http://www.berardocollection.com/?toplevelid=33&amp;CID=100&amp;a1=artist&amp;v1=321&amp;lang=en&amp;tab=works" target="_blank" title="Berardo Collections über Paula Rego (Englisch)">Museu Berardo</a>) zu sehen. Die entsprechenden Galerien bieten auf ihren Homepages auch umfassende Informationen zu Leben und Werk von Paula Rego an. </em></p>
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