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	<title>portugalmania.de &#187; Architektur</title>
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	<description>Das portugiesische Logbuch im Netz :: Portugal Blog</description>
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		<title>Die neue Kirche von Fátima: Das viertgrößte Gotteshaus der Welt empfängt die Pilger mit goldenem Licht</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Oct 2007 16:55:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gilberto</dc:creator>
				<category><![CDATA[Architektur]]></category>
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		<description><![CDATA[ 	In einer dreistündigen Zeremonie weihten am vergangenen Freitag hohe geistliche Würdenträger die neue Kirche von Fátima ein. Mit dem kreisrunden Sakralbau verfügt der portugiesische Wallfahrtsort nun über das viertgrößte katholische Gotteshaus der Welt. Doch die &#8220;Igreja da Santíssima Trinidade&#8221; beeindruckt nicht nur durch ihre Dimensionen: Mit hellem Licht, einer schlichten Formensprache und modernen Kunstwerken [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	In einer dreistündigen Zeremonie weihten am vergangenen Freitag hohe geistliche Würdenträger die neue Kirche von Fátima ein. Mit dem kreisrunden Sakralbau verfügt der portugiesische Wallfahrtsort nun über das viertgrößte katholische Gotteshaus der Welt. Doch die &#8220;Igreja da Santíssima Trinidade&#8221; beeindruckt nicht nur durch ihre Dimensionen: Mit hellem Licht, einer schlichten Formensprache und modernen Kunstwerken will die Kirche neue spirituelle Zugänge eröffnen &#8211; und zum Glaubensort für Menschen aller Religionen werden.<span id="more-27"></span></p>
<p>Bis vor 90 Jahren war <strong>Fátima</strong>, rund 150 Kilometer nördlich von Lissabon gelegen, ein unbedeutender Fleck wie so viele andere. Der Wendepunkt kam am <strong>13. Mai 1917</strong>: An diesem Tag berichteten drei Hirtenkinder von einer beeindruckenden Marienerscheinung. Fünf weitere solcher Erscheinungen der Mutter Gottes, immer am 13. eines Monats, sollten folgen.</p>
<p>Ein gutes Jahrzehnt später, im Jahr 1930, erkannte auch die katholische Kirche die Ereignisse von Fátima als Wunder offiziell an. Spätestens seitdem zieht der Ort Jahr für Jahr unzählige Menschen an, die hierhin pilgern oder sich Linderung von Krankheiten erhoffen. Allein im vergangenen Jahr konnte das <em><a href="http://www.santuario-fatima.pt/portal/" target="_blank" title="Heiligtum von Fátima - offizielle Website">Santuário de Fátima</a>, </em>das Heiligtum von Fátima, über <strong>600.000 registrierte Pilger zählen</strong> &#8211; Tendenz steigend. Die 1953 nach fast zwei Jahrzehnten Bauzeit eingeweihte Basilika zur heiligen Mutter Gottes von Fátima konnte immer weiter steigenden Zahlen an Pilgern in letzter Zeit kaum noch verkraften.</p>
<p>Seit mehr als zwei Jahrzehnten kursiert daher schon die <strong>Idee für den Bau einer weiteren Kirche</strong> in Fátima, doch die endgültige Entscheidung fiel erst im Jahr 2002. Danach ging es allerdings Schlag auf Schlag: <strong>Innerhalb von fünf Jahren</strong> errichteten rund 3.500 Bauarbeiter das <strong>viertgrößte katholische Gotteshaus</strong> der Welt, das am vergangenen Freitag (12. Oktober) von hohen kirchlichen Würdenträgern in einer dreistündigen Zeremonie eröffnet wurde.</p>
<p>Die nun gegenüber der alten Basilika liegende &#8220;<strong>Igreja da Santíssima Trinidade</strong>&#8221; (Kirche der heiligen Dreifaltigkeit) beeindruckt schon allein durch ihre Größe: Der 70 Millionen Euro teure, allein aus Spenden finanzierte Rundbau aus hellem Beton bietet bei einem Durchmesser von 125 Metern <strong>Sitzplätze für 8.600 Gläubige</strong>. Dominiert bei der neobarocken alten Basilika von Fátima noch eine naive Figurensprache, so setzt die neue Kirche auf <strong>Schlichtheit, Licht und Einfachheit</strong>: &#8220;Ich glaube, je einfacher die Kirche ist, desto besser wird sie zu allen Menschen sprechen&#8221;, erklärte dann auch der griechische Architekt Alexandros Tombazis im Correio de Manhã die Grundidee für seinen Entwurf.</p>
<p>So sind es vor allem <strong>Weite, Licht und Farbe</strong>, mit denen Alexandros Tombazis in der ´&#8221;Igreja da Santíssima Trinidade&#8221; arbeitet. Dank eines architektonischen Kniffs verstellt kein einzelner Pfeiler den Blick der Gläubigen auf Altar und Kreuz. Unterstützt wird das Gefühl der Weite durch die <strong>besondere Bedeutung des Lichts in der Kirche</strong>: Unzählige Fenster im Dach und an der Nordseite des tauchen das große Kirchenschiff in eine angenehme Helligkeit, die sich an der Frontseite in warmen Goldtönen bricht. Dort, hinter dem Altar, erstreckt sich über eine Fläche von 500 Quadratmetern eines der größten Mosaiken der Welt. Geschaffen wurde es aus<strong> vier Sorten Gold und Terrakotta</strong> vom slowenischen Jesuitenpater Ivan Rupnik. Die dort dargestellten Figuren erinnern mit ihrer fast starren Ausdrucksweise unweigerlich an die orthodoxe Ikonen &#8211; ein Effekt, der durchaus gewollt sein dürfte.</p>
<p style="text-align: center"><img src="http://www.portugalmania.de/wp-content/14_10_fatima.jpg" alt="Kirche von Fátima" /></p>
<p style="text-align: center"><em>Die neue Kirche von Fátima. Links das hohe Kreuz von Robert Schad. Quelle: Santuário de Fátima<br />
<a href="http://noticias.terra.com.br/mundo/galerias/0,,OI53677-EI294,00.html" target="_blank">Weitere Bilder bei Terra Brasil</a></em></p>
<p style="text-align: center">&nbsp;</p>
<p style="text-align: center">&nbsp;</p>
<p>Denn Fátima versteht sich schon länger als <strong>Begegnungsort der Religionen und Konfessionen</strong>. Fátima: Dieser Name ist bereits arabisch. Er geht auf eine Legende zurück, nach der sich an dieser Stelle eine islamische Fürstentochter nach der Rückeroberung des Landes durch die Christen taufen ließ. Nicht zuletzt wegen dieser ideellen Verwandschaft gingen von Fátima immer wieder <strong>Dialogangebote zum Islam</strong> aus. Auch der Besuch des Dalai Lamas in Fátima im Jahr 2001 zeigt, dass sich Fátima immer mehr zum <strong>Begegnungsort der Religionen</strong> entwickeln könnte. Und so soll die neue Kirche im interreligiösen Dialog ebenfalls Zeichen setzen. Allein die Wahl eines orthodoxen Architekten für den Bau eines Gotteshauses an einem der wichtigsten katholischen Wallfahrtsorte ist schon ein besonderes Signal. Diese Offenheit geht vielen innerkirchlichen Kritikern freilich auch zu weit. In konservativen Kreisen wird die Igreja da Santíssima Trinidade gar als &#8220;<strong>heidnischer Freimaurertempel</strong>&#8221; bezeichnet.</p>
<p>Solch eine Kritik ist jedoch nicht angebracht. Denn natürlich enthält die neue Kirche von Fátima alle bekannten katholischen Glaubenszeichen &#8211; häufig allerdings modern interpretiert. Ohnehin spielt die <strong>zeitgenössische Kunst</strong> eine zentrale Rolle in der Dreifaltigkeits-Kirche. Schon zu Beginn der Planungen sprachen die Direktoren des Heiligtums von Fátima die führenden Kunstmuseen dieser Welt an, welche Künstler einen Beitrag für die Ausstattung der neuen Kirche leisten sollten. So entstand mit der Igreja da Santíssima Trinidade nicht nur ein beeindruckendes Stück Architektur, sondern auch eine <strong>weltweit einzigartiges Zusammenspiel moderner sakraler Kunst</strong>: Vom portugiesischen Architekten Alváro Siza stammt zum Beispiel eine Azulejos-Wand im Eingangsbereich, die die Silhouetten der zwölf Apostel zeigt. Auch aus Deutschland, vom Künstler Robert Schad, kommt ein Beitrag für die neue Kirche: Das <strong>34 Meter hohe Kreuz</strong> vor dem Eingang der Kirche . Gefertigt wurde das Kreuz aus einer speziellen Stahlsorte, deren Oberfläche bereits jetzt eine rostähnliche Patina aufweist.</p>
<p>Ob die Pilger und Kirchenbesucher diesen so modernen Ansatz mögen werden? Architekt Alexandros Tombazis ist zuversichtlich &#8211; schließlich solle solch ein Bau auch ein Ansporn sein: &#8220;Der Geist dieses Platzes, die Abstraktion, die Spiritualität &#8211; das macht dies alles <strong>sehr herausfordernd</strong>.&#8221; Und auch António Marto, Bischof von Leiria-Fátima, ist sich sicher, dass die neue Kirche angenommen wird &#8211; schließlich ermögliche die moderne Kunst oft erst die innere Sammlung und sei eine Einladung zur Kontemplation, so der Bischof im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Ecclesia.</p>
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		<title>Architektur der Ideen: Lissabon entdeckt die Möglichkeiten für leere Flächen</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Aug 2007 21:57:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gilberto</dc:creator>
				<category><![CDATA[Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Lissabon]]></category>
		<category><![CDATA[architektur]]></category>
		<category><![CDATA[leerflächen]]></category>
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		<description><![CDATA[ 	39.873: Das ist die offiziell bestätigte Zahl leer stehende Flächen in Lissabon. Was tun mit so viel Raum? Ein Architekturwettbewerb sollte neue Ideen befördern. Das Resultat sehen die Lissaboner jetzt mit eigenen Augen: 15 Plakatwände zieren mehr oder weniger hässliche Leerstellen der Stadt und zeigen, was hier möglich wäre. Einer der prämierten Entwürfe geht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	39.873: Das ist die offiziell bestätigte Zahl leer stehende Flächen in Lissabon. Was tun mit so viel Raum? Ein Architekturwettbewerb sollte neue Ideen befördern. Das Resultat sehen die Lissaboner jetzt mit eigenen Augen: 15 Plakatwände zieren mehr oder weniger hässliche Leerstellen der Stadt und zeigen, was hier möglich wäre. Einer der prämierten Entwürfe geht sogar noch weiter &#8211; und ruft die Bürger der Stadt zu den Waffen.<span id="more-59"></span></p>
<p><strong>39.873 leerstehende Flächen</strong> gibt es derzeit in Lissabon: Leere Grundstücke, nicht genutzte Plätze, vom Verfall bedrohte Häuser. Grund genug zu handeln: Denn die Stadt kann jeden Zentimeter Platz eigentlich gebrauchen, um nicht noch weiter in die Außenbezirke auszuwuchern.</p>
<p>Wie die leeren Räume Lissabons mit Leben gefüllt werden könnten, zeigen nun die Entwürfe für den <strong>Architekturwettbewerb &#8220;vazios urbanos&#8221;,</strong> der anlässlich der im Frühjahr abgehaltenen Architektur-Triennale von Lissabon durchgeführt wurde. Besonders schön: Die Ideen der 15 Preisträger werden <a href="http://trienal.blogs.sapo.pt/23335.html" target="_blank" title="Plakate in Lissabon der Preisträger der Architektur-Triennale">seit dieser Woche mit großen Plakaten</a> an genau den Leerräumen gezeigt, die sich verändern sollen.</p>
<p>Und manchmal bräuchte man noch nicht einmal die Baufahrzeuge anrücken zu lassen, sondern die Menschen allein könnten leere Orte beleben. Das zeigt zum Beispiel <a href="http://trienal.blogs.sapo.pt/7309.html" target="_blank" title="Gasometer mit Leben: Ein Entwurf von Sofia Brogueira Henriques">der Entwurf von Sofia Brogueira Henriques</a> für eine alte <strong>Gasfabrik im Norden von Lissabon</strong>. Hier, in dieser heruntergekommenen Industriezone, stellt sich die Architektin die Weiternutzung der Gasometer als <strong>Spielplatz</strong> vor &#8211; als Raum für Artisten, Kinder, Künstler.</p>
<p>Eine <strong>Bühne für Künstler</strong> &#8211; das schwebt auch Rodolfo Reis mit seinem Entwurf für einen <a href="http://trienal.blogs.sapo.pt/5553.html">neuen Aufstieg zur Burg von Lissabon</a> vor. Die Konstruktion, eingefasst mit rostigem Eisen, wäre mehr als eine große <strong>Freitreppe hoch zur Burg</strong>. Die Treppe sollte nach der Idee von Rodolfo Reis eine große Spielfläche für die Kunst sein, zum Beispiel für die angehenden Schauspieler der nahe gelegenen Theaterschule Chapitô.</p>
<p style="text-align: center"><img src="http://www.portugalmania.de/wp-content/ic004-arqausencia-2.jpg" alt="ic004-arqausencia-2.jpg" /></p>
<p style="text-align: center"><em>Foto: <a href="http://trienal.blogs.sapo.pt/" target="_blank" title="Trienal de Arquitectura de Lisboa">Trienal de Arquitectura de Lisboa</a></em></p>
<p align="left">Eher verspielt sind die <a href="http://trienal.blogs.sapo.pt/6043.html" target="_blank" title="Neuer Treffpunkt am Doca do Tabaco">Ideen von Marco Simões da Silva und Daniela Trigo Lopes</a> für das Doca do Jardim do Tabaco am Tejo-Ufer. Diese Zone wird momentan vor allem als Parkplatz genutzt &#8211; und soll nach dem Willen der beiden Architekten zu einem <strong>Treffpunkt für jung und alt</strong> werden. Und was für ein Treffpunkt: Ein <strong>Art riesiges rotes Sofa</strong> soll hier entstehen, wo sich Menschen ausruhen und unterhalten können. Und ganz nebenbei könnte so auch die lang ersehnte Verbindung zwischen Stadt und Tejo entstehen.</p>
<p align="left">&nbsp;</p>
<p style="text-align: center"><img src="http://www.portugalmania.de/wp-content/ic005-jardimtabaco-2.jpg" alt="ic005-jardimtabaco-2.jpg" /></p>
<p style="text-align: center"><em>Foto: <a href="http://trienal.blogs.sapo.pt/" target="_blank" title="Trienal de Arquitectura de Lisboa">Trienal de Arquitectura de Lisboa</a></em></p>
<p style="text-align: center">&nbsp;</p>
<p>Fast schon subversiv ist der Vorschlag von Pedro Barata Castro und Pedro Ribeiro für ein leerstehendes Grundstück im <strong>Lissaboner Nobel-Stadtteil Lapa</strong>. Das Grundstück liegt wie eine Zahnlücke zwischen zwei Häusern, die noch durch eine hässliche Metallverbindung statisch zusammengehalten werden. Die Idee der beiden Pedros: Den heute noch dort stehenden Bauzaun wegnehmen, die Einfahrt begrünen &#8211; und <a href="http://trienal.blogs.sapo.pt/7957.html" target="_blank" title="Idee für einen öffentlichen Swimming-Pool in Lapa">in den Garten des Grundstücks ein öffentliches Schwimmbad einrichten</a>. Das wäre einmal etwas ganz Neues in dem Viertel, wo  zum Beispiel Diplomaten oder reiche Geschäftsleute gerne ihren eigenen kleinen Privat-Pool pflegen.</p>
<p><strong>Doch es geht noch revolutionärer.</strong> Das Architekturbüro AUZprojekt ruft die <a href="http://trienal.blogs.sapo.pt/6622.html" target="_blank" title="AUZprojekt ruft zu den Waffen">Lissaboner sogar zu den Waffen</a>. Jeder solle sich eine der 39.873 leerstehenden Flächen erobern, ruft AUZprojekt uns zu. Als Waffe sei jedoch nur der Bleistift erlaubt, mit dem jeder Mensch seine Ideen und Visionen entwickeln könnte. Ein paar Inspirationen haben die 14 anderen Gewinner des Wettbewerbs ja schon geliefert, <strong>aus Leerflächen &#8220;Orte des Möglichen&#8221; zu machen</strong>.</p>
<p align="left">&nbsp;</p>
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