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	<title>portugalmania.de &#187; Urgeschichte</title>
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	<description>Das portugiesische Logbuch im Netz :: Portugal Blog</description>
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		<title>Der Kyneten-Code: Portugals älteste bekannte Schrift ist bis heute nicht komplett entziffert</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Oct 2007 21:56:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gilberto</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alentejo]]></category>
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		<description><![CDATA[ 	Das südportugiesische Städtchen Almodôvar, rund 70 Kilometer nördlich von Faro gelegen, gilt als Heimat der ältesten Schrift Portugals &#8211; der &#8220;Escrita do Sudoeste&#8221;. Sowohl die mutmaßlichen Erfinder &#8211; das Volk der Kyneten &#8211; wie auch die Schrift selbst sind geheimnisumwittert. Ein neues Museum will nun Licht ins Dunkel der alten Schriften bringen &#8211; und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Das südportugiesische Städtchen Almodôvar, rund 70 Kilometer nördlich von Faro gelegen, gilt als Heimat der ältesten Schrift Portugals &#8211; der &#8220;Escrita do Sudoeste&#8221;. Sowohl die mutmaßlichen Erfinder &#8211; das Volk der Kyneten &#8211; wie auch die Schrift selbst sind geheimnisumwittert. Ein neues Museum will nun Licht ins Dunkel der alten Schriften bringen &#8211; und wartet mit wertvollen Exponaten auf.<span id="more-32"></span></p>
<p>Almodôvar, heute ein verschlafenes 4.000-Einwohner-Städtchen, kann auf eine <strong>reiche Geschichte</strong> zurückblicken. Hier, am Übergang vom <strong>Alentejo zur Algarve-Region</strong>, begegneten sich schon lange vor Ankunft der Römer die unterschiedlichsten Völker: <strong>Kelten trafen auf Iberer</strong>, und auch die Anwesenheit von <strong>Phöniziern und Karthagern</strong> lässt sich nachweisen. Diese Vielfalt macht Historikern und Archäologen heute auch das Leben schwer &#8211; denn nicht immer lässt sich genau sagen, wer wann wo gewesen ist.</p>
<p>Und so gibt es auch bei den <strong>ältesten Schriftzeugnissen</strong> aus dieser Zeit  &#8211; der &#8220;Südwest-Schrift&#8221; (<em>Escrita do Sudoeste</em>) oder &#8220;südlusitanische Schrift&#8221; - <strong>viele offene Fragen</strong>. So wurden rund um Almodôvar in den letzten Jahrzehnten Dutzende Schiefer-Stelen gefunden, die mit einer geheimnisvollen, fast an Hieroglyphen erinnernden Schriftart beschrieben sind. Meist enthalten die Stelen nur kleine, kurze Texte, andere sind mit einer Zeichnung illustriert &#8211; so wie die bedeutende <em><a target="_blank" href="http://escritadosudoeste.no.sapo.pt/abobada1.html" title="Informationen zur Stele von Abóbada">Stele von Abóbada</a></em>, die auch mit 60 Zeichen den längsten bekannten Text der Südwest-Sprache enthält.</p>
<p style="text-align: center"><img src="http://www.portugalmania.de/wp-content/02_10_aboboda.jpg" alt="02_10_aboboda.jpg" /></p>
<p style="text-align: center"><em>Die Stele von Abóbada &#8211; Texte mit einer Menschenzeichnung in der Mitte. Quelle: <a target="_blank" href="http://escritadosudoeste.no.sapo.pt/" title="Portal da Escrita do Sudoeste">Portal da Escrita do Sudoeste</a></em></p>
<p style="text-align: center">&nbsp;</p>
<p align="left" style="text-align: center">&nbsp;</p>
<p><strong>Die Faktenlage ist dürr:</strong> Sicher ist nur, dass die Stelen in der Zeit zwischen dem 7. und 5. Jahrhundert vor Christus entstanden sind. Und obwohl die Südwest-Schrift eindeutig unter <strong>Einfluss des phönizischen Alphabets</strong> entstanden ist, ist sie doch schon weiter entwickelt: Kannte die phönizische Schriftsprache nur Konsonanten (wie das Hebräische), verwendet die Südwest-Schrift auch Vokale. Deshalb gehen Archäologen davon aus, dass weniger die Phönizier als die im gesamten Süden der iberischen Halbinsel lebenden <strong>Tartesser</strong> die Entwicklung der Schrift geprägt haben. Manche portugiesische Quellen sehen die Südwest-Schrift auch als identisch mit der tartessischen Schrift an.</p>
<p>Ähnlich geheimnisvoll steht es um die <strong>Schöpfer der Escrita do Sudoeste</strong>: Niemand weiß anscheinend so genau, ob es Iberer, Kelten, eine Mischvolk aus Ibero-Kelten oder vielleicht sogar eine eigene Volksgruppe &#8211; die <strong>Kyneten oder Konier</strong> &#8211; waren, die die Stelen beschrifteten. Die Texte selbst geben wenig Auskunft &#8211; in den allermeisten Fällen sind es Grabbeschriftungen, über deren korrekte Übersetzung noch immer gestritten wird.</p>
<p>Das Übersetzen gestaltet sich auch deshalb so schwierig, weil das Schöpfervolk der Südwest-Schrift vor vielen Jahrhunderten wieder so <strong>spurlos verschwand</strong>, wie es aufgetaucht ist. Niemand weiß, was mit ihm geschah oder welche Entwicklung es nahm.</p>
<p style="text-align: center"><img src="http://www.portugalmania.de/wp-content/02_10_mesa.jpg" alt="02_10_mesa.jpg" /></p>
<p style="text-align: center"><em>MESA &#8211; Museu da Escrita do Sudoeste Almodôvar: In Kürze eröffnet das neue Museum rund um die Südwestschrift. Quelle: <a target="_blank" href="http://www.cm-almodovar.pt/" title="Stadtverwaltung von Almodôvar">Câmara Municipal Almodôvar</a></em></p>
<p align="left" style="text-align: center">&nbsp;</p>
<p>So schien es denn auch lange Zeit, dass gemeinsam mit dem Volk der Kyneten auch die Schrift im Dunkel der Geschichte verschwinden sollte. <strong>Ein neues Museum in Almodôvar will das ändern</strong> &#8211; und uns Besuchern von heute zumindest die Schriftzeugnisse aus den alten Zeiten zugänglich machen.</p>
<p>Das &#8220;MESA&#8221; (Museu da Escrita de Sudoeste) genannte Museum präsentiert 16 der in der Umgebung von Almodôvar gefundenen Stelen, ergänzt um einige auswärtige Funde. Mit diesen <strong>einzigartigen Original-Zeugnissen</strong> ergibt sich erstmals die Gelegenheit, einen direkten Blick auf die<strong> älteste, in Portugal bekannte Schrift</strong> werfen zu können.</p>
<p>Wann das in einem ehemaligen Kino untergebrachte Museum allerdings genau seinen Betrieb aufnehmen wird, ist noch nicht ganz klar. Lange dürfte es nicht mehr dauern &#8211; zu den Tagen des kulturellen Erbes am 29. und 30. September luden die Museumsmacher rund um wissenschaftlichen Koordinator Amílcar Guerra schon einmal zur<strong> Vorpremiere</strong>. Nach rund 2500 Jahren des Wartens kommt es auf ein paar Tage Verzögerung dann auch nicht mehr an.</p>
<ul>
<li>Die Stadtverwaltung von Almodôvar bietet auf ihrer Homepage einen <a target="_blank" href="http://www.cm-almodovar.pt/videos/2500_anos_escrita.htm" title="Film zur Geschichte der Schrift in Almodôvar">kurzen Film über &#8220;2500 Jahre Schrift&#8221;</a> an &#8211; nur auf Portugiesisch verfügbar.</li>
<li>Das <a target="_blank" href="http://escritadosudoeste.no.sapo.pt/" title="Portal da Escrita do Sudoeste">Portal da Escrita do Sudoeste</a> bietet Bilder und Informationen zu zahlreichen Fundstücken an</li>
</ul>
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		<title>Der Neandertaler lebte auch am Tejo</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Sep 2007 21:10:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gilberto</dc:creator>
				<category><![CDATA[Museen]]></category>
		<category><![CDATA[Ribatejo]]></category>
		<category><![CDATA[Urgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[neandertaler]]></category>
		<category><![CDATA[phönizier]]></category>
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		<description><![CDATA[ 	Der Tejo, einer der wichtigsten Flüsse Portugals, war bereits seit Jahrtausenden Lebensader der Menschen auf der iberischen Halbinsel. Ein portugiesisch-italienisches Forscherteam hat nun sogar die nachweislich ältesten Funde in Portugal machen können: Schon vor 300.000 könnten Neandertaler am Tejo gelebt haben. Einige Kilometer flussabwärts sorgen zudem Funde aus jüngerer Zeit für Furore&#8230;  				
Archäologen einer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Der Tejo, einer der wichtigsten Flüsse Portugals, war bereits seit Jahrtausenden Lebensader der Menschen auf der iberischen Halbinsel. Ein portugiesisch-italienisches Forscherteam hat nun sogar die nachweislich ältesten Funde in Portugal machen können: Schon vor 300.000 könnten Neandertaler am Tejo gelebt haben. Einige Kilometer flussabwärts sorgen zudem Funde aus jüngerer Zeit für Furore&#8230;  				<span id="more-44"></span></p>
<p>Archäologen einer Projektgruppe rund um die <a href="http://www.estt.ipt.pt/" target="_blank" title="Escola Superior de Tecnologia de Tomar">Fachhochschule von Tomar</a> sind möglicherweise auf die <strong>ältesten nachweisbaren Funde von menschlichem Leben in Portugal</strong> gestoßen. Bei ihren <a href="http://www.estt.ipt.pt/default.asp?s=1&amp;t=1&amp;n=724" target="_blank" title="Bericht von der ESTT Tomar">Ausgrabungen in Ribeira da Atalaia</a> am Oberlauf des Tejo fanden die Forscher aus Portugal und Italien <strong>Spuren von Gebrauchsgegenständen der Neandertaler</strong>, deren Alter mit radiografischen Methoden auf <strong>300.000 Jahre</strong> geschätzt wird. Ein absoluter Beweis für die Anwesenheit von Menschen zu dieser Zeit im Ribatejo-Gebiet ist damit noch nicht erbracht: Zunächst sagt der Befund nur, dass die untersuchten Objekte vor rund 300.000 Jahren mit dem Sonnenlicht in Berührung kamen. Die Wahrscheinlichkeit ist jedoch sehr hoch, dass man auf das Leben von Menschen &#8211; und hier vor allem Neandertaler &#8211; am Tejo schließen kann.</p>
<p>Der 40 Meter lange Graben, den die Archäologen diesen Sommer unter brütenden Temperaturen aushoben, barg noch weitere <strong>interessante Fundstücke</strong>. So konnten die Forscher aus dem Projektteam &#8220;TEMPOAR&#8221; (&#8220;Território,Mobilidade e Povoamento do Alto Ribatejo&#8221; / &#8220;Land, Mobilität und Bevölkerung des Alto Ribatejo&#8221;) den seltenen Nachweis für eine <strong>Feuerstelle von vor 24.000 Jahren</strong> erbringen. Wegen des säurehaltigen Bodens in der Region kann zwar nicht mehr bestimmt werden, ob das Feuer zum Heizen oder Zubereiten von Essen genutzt wurde. Sicher ist jedoch, dass sich die Feuerstelle nicht in einer Höhle befand, sondern unter offenem Himmel auf einer Flussterrasse. Solche frei stehenden Feuerstellen wurden bislang nur wenige in Portugal gefunden.</p>
<p>Die Funde in Ribeira da Atalaia deuten auf einen besonders &#8220;alten&#8221; Neandertaler hin. Doch wie die vor knapp zehn Jahren in Leiria gemachte Knochenfunde des &#8220;<strong>Kindes von Lagar Velho</strong>&#8221; zeigen, lebte möglicherweise auch einer der &#8220;<strong>letzten Neandertaler</strong>&#8221; auf der iberischen Halbinsel. Das Alter des Kindes von Lagar Velho wurde auf <strong>25.000 Jahre taxiert</strong>. Das bedeutet: Es lebte schon zu einer Zeit, als unsere Vorfahren &#8211; die Vorläufer des modernen Menschen &#8211; bereits in dieses Gebiet eingewandert sind. Dies würde wiederum bedeuten, dass der Neandertaler nicht einfach ausgestorben ist, wie bislang vermutet wurde. Vielmehr wäre der Neandertaler mit dem Homo Sapiens durch <strong>Vermischung langsam in unser Erbgut aufgegangen</strong>. Noch streiten die Fachleute über diese These, die vor allem von dem an der Ausgrabung beteiligten Archäologie-Professor Joao Zilhao von der Universität Bristol engagiert vertreten wird (<a href="http://www.wdr.de/tv/quarks/sendungsbeitraege/2006/0718/006_neandertaler.jsp" target="_blank" title="Quarks &amp; Co über das Kind von Lagar Velho">hier ein ausführlicher Bericht des TV-Magazins Quarks &amp; Co zu dem Thema</a>).</p>
<p>Fast zeitgleich mit den Funden in Ribeira da Atalaia hat ein anderes Archäologen-Team am <strong>Unterlauf des Tejo</strong> wesentlich jüngere, aber nicht weniger faszinierende Funde ans Tageslicht gebracht. In <strong>Vila Franca de Xira</strong>, kurz vor der Mündung des Tejo in sein großes Flussdelta bei Lissabon, kamen rund 3.000 Jahre alte Scherben ans Tageslicht, deren Herkunft auf <strong>Phönizier</strong> schließen lässt.</p>
<p>Dass die Phönizier im Tejo-Delta aktiv waren, ist bekannt: So waren Lissabon (Olisipo), Almada (Almarez) und Santarém <strong>florierende phönizische Handelsstandorte</strong>. Die Funde von Vila Franca de Xira sind aber deshalb interessant, weil sie aus der Zeit <em>vor</em> Gründung der phönizischen Handelsstützpunkte stammen. Sie zeigen also, dass die Phönizier bereits vorher Kontakte mit den hier lebenden Einwohnern hatten.</p>
<p>Damit sei es nun also möglich, die Geschichte dieser Epoche <strong>nicht nur aus Sicht der Kolonisatoren</strong> &#8211; der Phönizier &#8211; zu schreiben, sondern auch aus Sicht der Ur-Einwohner, den &#8220;Kolonisierten&#8221;, erklärte Archäologe João Pimenta dem <em>Público</em> die Bedeutung der Funde.</p>
<p>Ausflugstipp:</p>
<p>Das archäologische Museum von Maçao gibt einen <strong>Überblick über prähistorische Funde</strong> am oberen Tejo. <a href="http://www.cm-macao.pt/%7Emuseu/" target="_blank" title="Archäologisches Museum Macao">Nähere Infos (auf portugiesisch) hier&#8230;</a></p>
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		<title>Castelo Velho: Das portugiesische Stonehenge?</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Aug 2007 11:09:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gilberto</dc:creator>
				<category><![CDATA[Douro]]></category>
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		<description><![CDATA[ 	Mildes Klima, eine reiche Vegetation: Die iberische Halbinsel gehörte schon vor vielen tausend Jahren zu den bevorzugten Lebensräumen in Europa. Davon zeugen zahlreiche archäologische Ausgrabungsstätten in Spanien und Portugal. Vor allem an einem Ort im Dourotal machen Archäologen immer wieder faszinierende Entdeckungen &#8211; und sind womöglich einer Art &#8220;portugiesischem Stonehenge&#8221; auf der Spur.
Ist es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Mildes Klima, eine reiche Vegetation: Die iberische Halbinsel gehörte schon vor vielen tausend Jahren zu den bevorzugten Lebensräumen in Europa. Davon zeugen zahlreiche archäologische Ausgrabungsstätten in Spanien und Portugal. Vor allem an einem Ort im Dourotal machen Archäologen immer wieder faszinierende Entdeckungen &#8211; und sind womöglich einer Art &#8220;portugiesischem Stonehenge&#8221; auf der Spur.<span id="more-64"></span></p>
<p>Ist es <strong>das portugiesische „Stonehenge&#8221;</strong>, wie jüngst die Zeitung <em>Público</em> vermutete? Die Ausgrabungsstätte <em>Castelo Velho</em> nahe <a href="http://maps.google.com/maps?f=q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=freixo+de+num%C3%A3o&amp;sll=37.0625,-95.677068&amp;sspn=47.704107,77.080078&amp;ie=UTF8&amp;ll=41.068222,-7.218361&amp;spn=0.1786,0.301094&amp;z=12&amp;iwloc=addr&amp;om=1" target="_blank" title="Karte: Wo liegt Freixo de Numão?">Freixo de Numão</a> in der Region Douro gibt Archäologen zahlreiche Rätsel auf. Entdeckt in den frühen 1980er Jahren, erkundet die Professorin Susana Oliveira Jorge von der Universität Porto seit 1989 systematisch das Gelände. Dabei baut sie auch regelmäßig auf den Einsatz begeisterter Freiwilliger, die hier im Sommer ihren Urlaub mit der Erforschung der Urzeit verbringen.</p>
<p>Trotz dieser jahrelangen akribischen Arbeit sind viele Fragen noch ungelöst. So verorten die Forscher die Besiedelungszeit irgendwo zwischen <strong>3000 und 2000 vor Christus</strong> &#8211; also zwischen Kupfer- und Bronzezeit. Und auch über den Zweck dieses Ortes ist man sich nicht im Klaren. Vieles deutet jedoch darauf hin, dass Castelo Velho <strong>ein besonderer Ort war</strong>, womöglich eine Zeremonien-Stätte, wo die Menschen spezielle Verhandlungen tätigten oder spirituelle Erfahrungen sammelten. Diese These der Forscher aus Porto war lange Zeit umstritten &#8211; und gewinnt doch immer mehr an Bedeutung und Respekt. Und wenn Castelo Velho wirklich mehr als eine normale Siedlung der Bronzezeit war, liegt die Schlussfolgerung nahe: <strong>War Castelo Velho womöglich eine Art portugiesisches Stonehenge?</strong></p>
<p>Kein Ding der Unmöglichkeit. Immerhin sind auch schon die Archäologen von Stonehenge auf Castelo Velho aufmerksam geworden und arbeiten  mittlerweile sogar in gemeinsamen Projekten mit ihren portugiesischen Kollegen zusammen. Und so wie für Stonehenge nimmt man auch für Castelo Velho an, dass es in einem <strong>Netzwerk verschiedener Orte der Region</strong> eingebunden war. Castelo Velho liegt im von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannten <a href="http://www.ipa.min-cultura.pt/coa/" target="_blank" title="Vale de Coa">Vale de Coa</a>, in dem es vor archäologischen Ausgrabungen nur so wimmelt.</p>
<p>In Zukunft dürfte man also noch einige interessante Funde und Erkenntnisse aus Castelo Velho vernehmen. Und auch interessierte Besucher werden es leichter haben: Um das steigende Publikumsinteresse zu bedienen, hat die staatliche Denkmalsverwaltung IPPAR soeben ein <a href="http://www.ippar.pt/pls/dippar/CLIPP_INT?prof=10&amp;type=9313745&amp;uname=0#11748381" target="_blank" title="Neues Infozentrum in Castelo Velho">neues Besucherinformationszentrum</a> in der Nähe der Ausgrabungsstätte eröffnet.</p>
<p><a href="http://architectures.home.sapo.pt/Entrada.htm" target="_blank" title="Projektseite über Castelo Velho der Universität Porto">Weitere Informationen über das Ausgrabungsprojekt von Castelo Velho auf einer eigenen Projektseite der Universität Porto</a></p>
<p><a href="http://www.visitportugal.com/NR/exeres/F38D5EA2-4785-4A27-B25D-D890785B1278,frameless.htm" target="_blank" title="Seiten des portugiesischen Tourismusbüros über das Vale de Coa und prähistorische Entdeckungen im Dourotal">Hier gibt es Reisetipps rund um die prähistorischen Entdeckungen im Vale de Coa</a></p>
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