Entschlüsselt: Der transmontanische Hirtenhund
Der transmontanische Hirtenhund, der Cão de Gado Transmontano, ist ein gutmütiger Riese, ein aufmerksamer Beschützer seiner Schafsherde – und eine der wenigen Hunderassen rein portugiesischer Herkunft.Gerade einmal 257 transmontanische Hirtenhunde gibt es noch, vor allem im Naturpark Montesinho im äußersten Nordosten Portugals. Um den Bestand dieser seltenen Doggenart zu sichern, haben Forscher der Universität Porto nun das Erbgut des transmontanischen Hirtenhunds entschlüsselt.
Der Naturpark Montesinho ist ein wahres Naturparadies: Dichte Wälder, saftige Wiesen, eine nur geringe Besiedlung. In dieser Welt „hinter den Bergen”, wie die Region Trás-os-Montes im äußersten Nordosten Portugals übersetzt heißt, hat auch eine ganz besondere Hunderasse ihre Heimat: Der transmontanische Hirtenhund (Cão de Gado Transmontano). Der Hirtenhund hat eine wichtige Aufgabe, schützt er doch die Schafherden vor den hier lebenden Wölfen. 257 Tiere der rein portugiesischen Doggenart gibt es noch, davon 189 mit bestätigter Herkunft.
Um den weiteren Bestand dieser Rasse zu sichern, haben Forscher der Universität Porto nun das Erbgut des Cão de Gado entschlüsselt. Die Wissenschaftler fanden insgesamt neun Kriterien in den verschiedenen Chromosomen des Hundes, anhand derer die Zugehörigkeit zu dieser Rasse eindeutig bestimmt werden kann.
Gerade bei so autonom in einem sehr begrenzten Gebiet lebenden Art könnte die Kenntnis des Erbguts eine Art “Überlebens-Garantie” für den transmontanischen Hirtenhund darstellen. Denn eines haben die Forscher aus Porto auch festgestellt: Auch die 189 Hirtenhunde mit bestätigter Herkunft sind nicht mehr alle rein portugiesischen Ursprungs. In Zukunft kann man immerhin genau sagen, welcher Hund das Prädikat „100% portugiesisch” erhält.
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